Hürden beim Studienstart: Wie sich böse Überraschungen vermeiden lassen

Orientierungsberater Andreas Peez

Das Abitur ist zweifellos eine der anstrengendsten und stressigsten Prüfungssituationen im Leben: Nach zwölf oder dreizehn Schuljahren muss das gesamte Wissen abrufbar sein, und das Abschneiden beim Abitur hat unter Umständen weitreichende Auswirkungen auf die gesamte berufliche Lebensplanung.

So ist es nur verständlich, dass nicht wenige Schüler die Zukunftsplanung lange herausschieben und sich „jetzt erst einmal aufs Abi“ konzentrieren. Nach den Prüfungen kommt in manchen Fällen dann aber das böse Erwachen.

Orientierungsberater Andreas Peez aus München kennt aus seiner Berufspraxis zahlreiche solcher Fälle: „Eines der Hauptprobleme ist, dass viele Schüler immer noch der Meinung sind, mit den Abiturzeugnis lasse sich auf jeden Fall ein interessanter und zukunftsträchtiger Studienplatz finden, und alles andere regele sich dann schon.“ Seit einigen Jahren verzeichnen die Hochschulen jedoch einen starken Andrang an Bewerbern, sodass immer mehr Studiengänge hohe Zulassungshürden aufweisen. Und das gilt natürlich insbesondere für Studienfächer, die ein hohes Prestige genießen oder eine attraktive Karriere in Aussicht stellen. „Nicht wenige stellen dann fest, dass selbst ein passabler Zweier-Schnitt im Abi für viele Studiengänge nicht mehr ausreicht“, so Peez.

Ein weiteres häufiges Problem stellt sich in Zusammenhang mit so genannten dualen Studiengängen. Hier hat der Studierende – ähnlich wie in der klassischen Berufsausbildung – einen festen Arbeitgeber, und Praxisphasen wechseln sich mit Theorie-Einheiten ab. „In manchen Fachrichtungen sind duale Studiengänge eindeutig im Trend. Viele verpassen aber, sich rechtzeitig darüber zu informieren. Denn als Interessent für ein duales Studium muss man sich oft schon viele Monate vor Studienstart beim Arbeitgeber bewerben. Zwei Monate vor Semesterbeginn sind definitiv zu knapp – und das natürlich vor allem bei bekannten und attraktiven Unternehmen, die übrigens auch genau auf die Noten schauen“, stellt Orientierungsberater Peez fest.

Der beste Rat lautet also, die Entscheidung für die Zeit nach dem Abitur nicht zu lange herauszuzögern und sich rechtzeitig vor der Prüfungsphase zu informieren und beraten zu lassen. Denn, so Andreas Peez, wer schon weiß, in welche Richtung er später gehen möchte, kann die Weichen rechtzeitig stellen und ist im besten Fall auch motivierter, was die Vorbereitung aufs Abitur betrifft.

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