Behinderte an Hochschulen im Nachteil

Deutschlands Hochschulen helfen behinderten und chronisch kranken Studenten nur unzureichend.

Dies geht aus einer Studie “beeinträchtigt studieren” hervor, die das Deutsche Studentenwerk (DSW) Anfang Juni in Berlin präsentierte. Bundesweit waren mehr als 15.000 behinderte Studierende befragt worden. Sie leiden unter hohem Leistungsdruck, straffen Zeitplänen und mangelhafter Betreuung. Der Studie zufolge gehen Dozenten zu wenig auf die Bedürfnisse der Behinderten ein. Das betrifft auch die Aufbereitung der Lehrmaterialien.

Behinderung sei ein Tabu-Thema an Hochschulen, erklärte DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann und forderte sie auf, die Betreuung zu verbessern. Acht Prozent der Studierenden in Deutschland sind behindert oder chronisch krank. Bei 94 Prozent ist die Beeinträchtigung nicht auf Anhieb erkennbar. Aus Angst vor Vorurteilen scheuen sich Betroffene, um Hilfe zu bitten.

Hinzu kommen Probleme bei der Studienfinanzierung. Behinderte brauchen mehr Geld, können jedoch meist nicht jobben.

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