Der Mount Everest des Bewerbungsgesprächs

Der Mount Everest des Bewerbungsgesprächs5 Fehler, die du bei deiner Bewerbung nicht machen solltest

Endlich hast du deinen Abschluss in der Tasche! Zeit ist es geworden! Dein ganzes Leben liegt nun vor dir wie ein weißes Blatt Papier, auf dem du die Landkarte deines Lebensweges aufzeichnen kannst. Eine große breite Straße führt zum Beruf, aber schon auf diesem breiten Highway gibt es eine ganze Reihe von Stolperfallen, über die du dir besser im Klaren sein solltest. Zwischen deinem Wunsch nach dem ersten Job und der Verwirklichung – dem Job – liegt ein Berg, den du überwinden musst:

Der Mount Everest des Bewerbungsgesprächs.

Wie du diese Herausforderung meisterst, liegt allein an dir. Zunächst gilt es, eine Top-Bewerbung anzufertigen. Solltest du damit Probleme haben, gibt es Anbieter wie Mentorium, die dich dabei unterstützen können, indem sie beim Schreiben der Bewerbung und des Lebenslaufs helfen oder einfach nur Korrekturlesen, was du selbst verfasst hast.

Bist du dann tatsächlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder du präsentierst dich richtig und kriegst den Job oder du trittst bei deinem Gespräch auf irgendeine Weise ins Fettnäpfchen und bist raus. Ein anderer wird dann die Chance erhalten.

Nun weiß man aber nicht, wie derjenige oder diejenige, der/die das Bewerbungsgespräch führen wird, gestrickt ist. Ist er/sie entspannt und lässig, ernst und penibel oder vielleicht ganz und gar pragmatisch. Sich allein auf den eigenen Charme zu verlassen, genügt nicht. Du musst dich gut über den Betrieb informieren. Vor allem musst du wissen, was du auf die zentrale Frage antworten willst: „Warum wollen Sie denn bei uns einen Ausbildungsplatz haben?“

Antworten wie „Ich wusste nicht, was ich machen soll, deshalb habe ich mich hier beworben“ oder „Ich weiß auch nicht…“ werfen kein gutes Licht auf dich und deine Motivation. Wie auch immer du es formulierst, dein Interesse an genau diesem Job bei genau dieser Firma muss klar zu erkennen sein.

Wichtig ist außerdem, wie du dich selbst als Person präsentierst. In Bewerbungsgesprächen geht es nicht um deine Noten im Abitur- oder Abschlusszeugnis, die liegen ja bereits schwarz auf weiß vor. Nein, es geht vielmehr darum, ob du in das Team der Firma hineinpasst und ob der Gesprächspartner beim Bewerbungsgespräch das Gefühl hat, dass du mitwirken kannst, den Erfolg der Firma weiterzuführen. Versuche dich also, in die Seele der Firma hinein zu fühlen.

Folgende 5 Fehler solltest du beim Bewerbungsgespräch auf gar keinen Fall machen!

1. Der Fluch der Unpünktlichkeit
Sei bei deinem Bewerbungsgespräch auf keinen Fall unpünktlich! Am besten kommst du schon fünf bis zehn Minuten vorher, dann hast du noch Luft um „runterzukommen“, ehe das Gespräch beginnt. Solltest du dich aus irgendeinem Grund verspäten (kann ja vorkommen, dass du im Stau stecken bleibst oder dein Auto kaputt ist oder du krank bist), dann rufe in der Firma an und gebe rechtzeitig (!) Bescheid. Schreib dir die Telefonnummer der Firma auf, stecke den Zettel ein und achte auf ein aufgeladenes Handy. Wer ohne Entschuldigung (und dazu zählt auch „Mein Akku war leer!“) zu spät kommt, dem wird von vorneherein eine lasche Arbeitsmoral, mangelnder Respekt und Ungenauigkeit bei der Arbeit unterstellt. Bedenke: Du willst etwas von denen und nicht die etwas von dir.

2. Das Gespenst der Schlampigkeit
Erscheine auf keinen Fall ungepflegt bei deinem Bewerbungsgespräch! Wer nicht auf sein Äußeres achtet, der wird als „schlampig“ eingestuft und diese Einschätzung wird auch auf seine Arbeitsweise übernommen. Du musst nicht als Modepüppchen oder Dressman daherkommen. Aber achte darauf, dass deine Haare gewaschen sind und gepflegt aussehen. Deine Fingernägel sollten keinen schwarzen Rand oder abgesplitterten Nagellack aufweisen und sie sollten auch nicht über „Wildwuchs“ verfügen. Zieh dir etwas an, das in keinerlei Hinsicht zu provokant wirkt. Großes Dekolleté oder ein bis zum Bauchnabel aufgeknöpftes Hemd kommen nicht gut an. Uniformieren musst du dich aber auch nicht – dein eigener Stil darf schon rüberkommen.

3. Der Horror der abgewandten Augen
Weiche auf keinen Fall dem Blick deines Gesprächspartners aus! Natürlich musst du ihm nicht ständig in die Augen sehen, aber versuche es wenigstens. Wer mit jemandem spricht, der seine Augen ständig abwendet, niederschlägt oder woanders hinschaut, hat das Gefühl, der andere weiche ihm aus, habe etwas zu verbergen oder sei, im besten Falle, unendlich schüchtern. Schüchternheit kann, wenn das restliche Drumherum „stimmt“, beim richtigen Gesprächspartner als charmant durchgehen, aber das ist die Ausnahme. Beim Bewerbungsgespräch wollen dir die Menschen in die Augen sehen und ein Gefühl für dich als Mensch bekommen. Sei also du selbst, sei selbstbewusst! Und schau deinem Gegenüber in die Augen!

4. Die Schmach des Wortgetröpfels
Rede nicht zu viel, aber auf keinen Fall zu wenig! Beim Bewerbungsgespräch will der Personalchef des Unternehmens, bei dem du dich bewirbst, etwas über dich erfahren, um herauszufinden, ob du der Firma etwas bringen kannst und du in das Team passt. Dazu will er mit dir sprechen! Antworte also auf keinen Fall zu knapp, nur mit ja oder nein, sondern lasse dein Gegenüber auch etwas von deiner Persönlichkeit sehen. Versuche offen zu sein und freundlich. Ein Lächeln auf den Lippen kann sehr viel bewirken. Schließlich ist dein Gesprächspartner auch nur ein Mensch und Menschen mögen freundliche Zeitgenossen, die auch bereit sind, etwas über sich zu erzählen. Sei so authentisch wie möglich und gib möglichst klare Antworten. Die Floskeln „Ich weiß nicht…“ oder „Keine Ahnung…“ solltest du komplett vermeiden.

5. Der Albtraum vom Party-machen
Sage nie, dass „Party-machen“ dein Hobby sei! Natürlich will beim Bewerbungsgespräch dein Gegenüber wissen, was du für ein Mensch bist. Deswegen fragt er dich vielleicht auch, was du sonst so in deiner Freizeit machst. Aber Vorsicht: Auch wenn du noch so gern ausgehst und feierst, gebe dies nicht als dein größtes Hobby an, mag es auch noch so harmlos sein, was du tust. Der Personaler, der dir gegenübersitzt, weiß sowieso, dass du ein junger Mensch bist und geht davon aus, dass du dich mit Freunden triffst und ihr miteinander ausgeht.

Erzähle lieber, dass du Sport machst, ein Instrument spielst, gerne liest, mit deinen Freunden Ausflüge machst, im Verein tätig bist, Kultur liebst, als Babysitter jobbst, der Oma den Rasen mähst, mit deinem kleinen Bruder zum Zelten fährst, mit der Familie was unternimmst oder was auch immer. Alle Freizeitbeschäftigungen, die du im Team oder auch in der Familie machst, sind besonders wichtig, denn hier zeigen sich Teamgeist und Familiensinn und diese lassen Rückschlüsse auf deine sozialen Fähigkeiten zu. Letztere sind, neben den fachlichen Leistungen, höchst wichtig für einen Betrieb.

Wenn du ehrenamtlich tätig bist, dann erzähle auch davon, denn dies spricht für deinen Einsatzwillen und dein Verantwortungsbewusstsein. Doch lasse es nie so aussehen, als wären dir deine Freizeitbeschäftigungen, so ehrenvoll sie auch sein mögen, wichtiger als der Ausbildungsplatz, den du gerne haben willst. Menschen, die Bewerbungsgespräche abhalten, wollen, dass die Beschäftigung in ihrer Firma den wichtigsten Teil deines Interesses darstellt.

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