Der Lehrerjob – Wie anstrengend ist der wirklich?

Lehrerberuf

© Stockbyte/Thinkstock

In der Gesellschaft wird der Lehrerjob oftmals belächelt. Schließlich haben Lehrer dank der Ferien deutlich mehr Urlaubstage als der gewöhnliche Arbeitnehmer und können an vielen Nachmittagen schon früh nach Hause gehen. Doch sieht die Realität wirklich so aus?

Wie viel arbeiten Lehrer?

In den Bundesländern ist es unterschiedlich geregelt, wie viele Stunden Lehrer pro Woche unterrichten müssen.

Der Durchschnitt liegt bei etwa 25 Unterrichtsstunden. Auf den ersten Blick könnte man also meinen, dass Lehrer wirklich nicht besonders viel arbeiten. Tatsächlich machen jene Unterrichtsstunden nur einen Teil der wöchentlichen Arbeitszeit aus. In der Freizeit entfallen nämlich noch einmal etwa ebenso viele Stunden auf die Vorbereitung von Unterrichtsstunden sowie die Korrektur von Arbeiten, Tests und Co.

Wie aufwendig letztere Tätigkeit ist, ist natürlich von Fach zu Fach verschieden. So hat es etwa ein Mathelehrer naturgemäß leichter als ein Lehrer, der Englisch oder Deutsch unterrichtet. Wie viel Zeit in die Unterrichtsvorbereitung gesteckt wird, ist dagegen eher eine Frage des persönlichen Engagements sowie auch des eigenen Arbeitstempos.

Fest steht: Lehrer, die sich Gedanken darüber machen, welche Lehrmittel zur Unterrichtsvorbereitung den Schülern am meisten weiterhelfen, und die viel Arbeit in die Erstellung von Arbeitsblättern und anderen unterrichtsbegleiten- den Lehrmaterialien stecken, kommen pro Woche beinah immer auf mehr Arbeitsstunden als ein normaler Arbeitnehmer mit einer klassischen 40-Stunden-Woche. Tatsächlich gibt es Zeiten, in denen die Lehrenden bis zu 70 Stunden wöchentlich arbeiten – und zwar nicht nur von Montag bis Freitag, sondern auch am Wochenende, an Feiertagen sowie in den Ferien.

Kommt ein Lehramtsstudium für mich infrage?

Hinzu kommt, dass das Unterrichten einer Schulklasse insbesondere den jüngeren Kollegen einiges abverlangt. Je nachdem, in welcher Schule und welchem Gebiet ein Lehrer unterrichtet, kann das Unterrichten eine außergewöhnliche Belastung darstellen. Dies sollten vor allem Abiturienten beachten, die gern ein Lehramtsstudium beginnen möchten. Nur wer den Beruf wirklich liebt, kann Höchstleistungen erbringen – hier ist der Lehrerberuf keine Ausnahme!

Beachten Sie zuletzt: Auch wenn Lehrer in der Regel nach Tarif bezahlt werden und jenes Lehrergehalt zuerst verlockend erscheinen mag, haben sie später nicht die Möglichkeit, über ihr Gehalt zu verhandeln. Wer vom großen Geld träumt, sollte es also besser in der Wirtschaft probieren.

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