Einkommenssteuererklärung: Bildungskosten von der Steuer absetzen

Studenten müssen während ihrer Ausbildung häufig mit einem geringen Einkommen auskommen – und hohe Ausgaben stehen dem gegenüber. Glücklicherweise gibt es eine Hilfe für Studenten: Wenn es sich bei dem Studium um die erste Berufsausbildung des Studierenden handelt, ist der Abzug von bis zu 6.000 Euro als Sonderausgabe im selben Kalenderjahr möglich. Wer bereits eine Berufsausbildung oder ein Studium abgeschlossen hat, kann die Studienkosten nach seiner Ausbildung steuerlich geltend machen.

Viele Studenten befassen sich nicht mit den zahlreichen Fragen rund um das Einkommensteuerrecht. Ein großer Fehler, sie können nämlich mit etwas Wissen Steuern sparen. Insbesondere diejenigen, die bereits eine Ausbildung oder ein Studium hinter sich haben und erneut studieren möchten, können ihr neues Vorhaben finanzieren. Wer mit seinem Nebenjob wenig verdient kann von dem sogenannten Verlustvortrag profitieren. Bis zum 31. Mai müssen Betroffene dafür sorgen, dass das Finanzamt die eigenen Verluste aus dem Vorjahr feststellt. Das ist unter Umständen sogar für die Vorjahre rückwirkend möglich.

Aber auch andere Studierende sollten das Thema Ausbildungskosten nicht beiseite schieben. Für sie gibt es ebenfalls Möglichkeiten, von Steuervorteilen zu profitieren. Grundsätzlich sind die Kosten für das Erststudium weiterhin keine Werbungskosten.

Zwei Urteilen des Bundesfinanzhofs vom 28.07.2011 zufolge schien es so, als ob Studierende die Kosten für ihr Erststudium selbst nach ihrem Abschluss steuerlich geltend machen könnten. Leider wurde die Hoffnung zerschlagen, als der Bundesrat Ende 2011 dem „Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BeitrRLUmsG)“ zustimmte, indem zwei kleine Passagen die oben genannte Problematik ansprechen. Demnach bleibt alles wie gehabt: Studierende können die Kosten für ihr erstes Studium lediglich im jeweiligen Kalenderjahr als Sonderausgabe geltend machen. Immerhin wurde 2012 die maximal zulässige Höhe von 4.000 auf 6.000 Euro erhöht.

Erstausbildung oder Weiterbildung: Ein kleiner aber feiner Unterschied

Grundsätzlich können Studierende in ihrer Steuererklärung Ausbildungskosten immer als Abzugsposten geltend machen. Das bedeutet aber nicht automatisch einen Steuervorteil. Ob ein steuerlicher Vorteil entsteht, hängt davon ab, ob es sich um eine Weiterbildung oder die erste Berufsausbildung handelt:

  • Berufliche Erstausbildung: Die Kosten für eine Erstausbildung können, wie zuvor erwähnt, lediglich als Sonderausgaben abgesetzt werden. Seit 2004 handelt es sich aus steuerrechtlicher Sicht um Kosten für die private Lebensführung. Eine Begünstigung erfolgt nur in einigen Fällen und in einer begrenzten Höhe (maximal 6.000 Euro). Für den Studierenden bedeutet das: Er muss während des Studiums ein relativ hohes Einkommen erzielen, welches nach Abzug der Werbungskosten über dem aktuellen Grundfreibetrag liegt.
  • Fort- und Weiterbildung: Bei einer Weiter- oder Fortbildung ist die Lage weitaus günstiger für den Studierenden, denn hier kann er seine Ausgaben und negativen Einkünfte (Verluste) als Werbungskosten absetzen. Weiterbildungskosten stehen in Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit und fördern die Einkünfte. In diesem Fall ist es auch gleichgültig, wie hoch das Einkommen ist.
  • Fortbildung im Ausland

Die Absetzung der Bildungskosten ist in der Praxis nicht unbedingt leicht umzusetzen. Gerade bei Fort- und Weiterbildung entsteht nicht immer ein Steuervorteil. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass Studierende ihre Steuererklärung nicht ohne die Hilfe einer speziellen Software erstellen, um am Ende nicht wertvolles Geld zu verschenken oder gar mehr als nötig zu zahlen. Lexware bietet im Onlineshop unter shop.lexware.de die Software TAXMAN zur erfolgreichen und sicheren Erstellung der Steuererklärung. Das Programm führt Studierende Schritt für Schritt durch die Steuererklärung und hilft mit Hinweisen, Sparmöglichkeiten zu nutzen. Gleichzeitig prüft die Software, ob alle Daten korrekt eingegeben wurden.

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