Eltern sind Vorbilder – auch bei der Mediennutzung

Eltern sind Vorbilder Kurz die Mails checken, beim Fernsehen einschlafen: Solche Verhaltensmuster übernehmen Kinder oft für ihre eigene Mediennutzung. SCHAU HIN! empfiehlt Eltern, auch ihre eigene Vorbildwirkung zu reflektieren und bietet dazu ab sofort einen Elterntest an.

Ihre ersten Erfahrungen mit Medien machen Kinder in der Regel in der Familie. Je jünger sie sind, desto mehr hängt ihr Medienkonsum noch von den Eltern ab. „Medienkompetenz von Kindern wird nicht nur durch Worte und Regeln, sondern durch eigenes Verhalten beeinflusst“ meint Kristin Langer, Mediencoach bei „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, der Medienratgeber für Familien. Gemeinsame Regeln sollten nicht nur gut begründet, sondern gemeinsam gelebt werden, damit Kinder diese nachvollziehen können und sich auch daran halten.

Elterntest reflektiert Mediennutzung

Damit Eltern ihre eigene Mediennutzung reflektieren, hat SCHAU HIN! einen Elterntest veröffentlicht: Hier erfahren Eltern nach zehn kurzen Fragen zu ihrem Medienalltag welcher Medientyp sie sind: Skeptiker, Entdecker, Pragmatiker oder Allrounder. Dazu erhalten Sie eine Beschreibung mit Tipps, wie sie ihr Kind durch die Medienwelt begleiten zu können und wo sie dazu weitere nützliche Informationen und Angebote erhalten.

Eine Frage dabei ist: „Ihre Familie ist beim Abendessen, Ihr Handy klingelt, gehen Sie ran?“. Mit dem Test können Eltern einschätzen, wie oft sie welche Medien wozu nutzen, und sich ihrer Vorbildrolle und ihrem Einfluss auch in der Medienerziehung bewusst machen. Achten Eltern etwa selbst auf Datenschutz und posten nicht gleich alles in sozialen Netzwerken, hilft das auch ihren Kindern beim sorgsamen Umgang mit persönlichen Angaben und Bildern.

Im Gespräch bleiben

Eltern können mit ihrem Kind regelmäßig über ihre Themen und Erlebnisse mit Medien sprechen. Für Kinder ist dies eine gute Gelegenheit, von ihrem Alltag zu erzählen. Eltern erfahren wiederum mehr darüber, was ihr Kind beschäftigt und verstehen besser deren Perspektive. Dies ist auch ein guter Anlass, um die eigenen Standpunkte zu vertreten sowie Kinder dafür zu sensibilisieren. Das stärkt nicht nur das gegenseitige Vertrauen, so dass Kinder sich eher bei Problemen an ihre Eltern wenden, sondern ist auch eine gute Basis für die weitere Medienerziehung.

Regelmäßig informieren

Die Medienwelt entwickelt sich rasant weiter. Hier gilt es, sich häufig darüber zu informieren, um auf dem Laufenden zu bleiben, nach dem Motto „Verstehen ist besser als Verbieten“. Hierzu empfehlen sich die News und Angebote von SCHAU HIN! wie eine Medienfitnessprogramm, eine App und ein Medienpass. Zudem können Eltern auf www.schau-hin.info Broschüren herunterladen und bestellen, Filme mit der „Familie Schaumann“ ansehen, Fragen an den Mediencoach Kristin Langer stellen oder weitere Initiativen und Beratungsstellen kennenlernen.

„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundes-ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programm-zeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.

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