Berufsziel eigener Chef: Existenzgründung in 4 Schritten

Immer mehr Leute suchen ein Grad an Freiheit, Selbstbestimmung und Flexibilität, welches mit den gängigen Lebensmodellen unselbstständiger Beschäftigung nicht mehr vereinbar ist. Beratungen, bei denen man Businesspläne schreiben lassen kann, haben Hochkonjunktur. Zudem bemerken auch viele Menschen, dass es heutzutage nicht mehr leicht ist, mit unselbstständiger Arbeit reich zu werden. Hohe Steuerzahlungen und Sozialabgaben, gegen die sich der normale Arbeitnehmer kaum zur Wehr setzen kann, sind nur im begrenzten Maße dazu geeignet, Menschen für ein oft über 50 Jahre andauerndes Dasein als Arbeitnehmer zu begeistern.

Addiert man zu den finanziellen Ungleichgewichten den möglichen Zwist mit Kollegen und Vorgesetzten, die Unsicherheit des eigenen Arbeitsplatzes, die Nachteile vom Arbeitswelt-Zyklus abhängig zu sein (Staustehen, Schlange stehen, Wartezimmer-Warten etc.) und die häufig ineffiziente Organisation des Arbeitsalltages mit häufigen Meetings, Leerlauf und dann wieder Überstunden, möchte man eventuell lieber früher als später das Lenkrad des eigenen Lebens selbst in die Hand nehmen. Damit die Suche nach dem ganz großen Glück Ihnen möglichst perfekt gelingt, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel, wie Sie in vier Schritten Ihr eigener Chef werden können und Erfüllung finden in dem was Sie lieben zu tun.

Existenzgründung Schritt 1: Sprechen Sie mit einem Karriereberater oder Existenzgründungscoach

Wahrscheinlich haben Sie schon eine gute Idee, was Sie machen können, doch das Gespräch mit einem fähigen Mentor wird dazu beitragen, dass Sie Ihre Absichten nochmals einem Realitätscheck unterziehen und verfeinern können. Der Mentor führt Ihnen auch immer wieder vor Augen, wie wichtig es ist über grundlegende Erfolgsfaktoren wie Alleinstellungsmerkmale, Marktsituation und Zielgruppen nachzudenken. Wenn er richtig was auf dem Kasten hat, wird er Ihnen helfen, Ihren Ansatz nochmal radikal zu vereinfachen. Machen Sie es sich so leicht wie möglich – Komplikationen kommen später noch genügend auf Sie zu.

Existenzgründung Schritt 2: Der Businessplan

Bestimmt haben Sie schon von einem Businessplan gehört. Der Businessplan besteht aus einem 15 bis 20-seitigen schriftlichen Teil und einem ca. 10-seitigen Finanzplan. Beide Dokumente zusammen bilden Ihr Unternehmenskonzept ab und erklären potentiellen Partnern und Kreditgebern, was Sie im Detail vorhaben. Sie können den Businessplan von einer Existenzgründungsberatung wie etwa BrainHive erstellen lassen oder Sie können ihn selbst schreiben. Sollten Sie sich entscheiden, den Businessplan selbst zu schreiben finden Sie im Internet zahlreiche Ressourcen, Businessplan-Beispiele, -Vorlagen und -Muster, welche Sie verwenden können. Wichtig ist vor allen Dingen, dass Ihr Konzept stimmig ist und dass Ihr Businessplan möglichst nüchtern formuliert, gut recherchiert und perfekt geordnet ist. Dann ist der Weg frei für das Kreditgespräch mit der Bank.

Existenzgründung Schritt 3: Kreditgespräch und Finanzierung

Mit Ihrem professionell erstellten Businessplan und einigen weiteren Unterlagen in der Hand geht es sodann gleich zur Bank um die möglicherweise benötigte Fremdkapitalfinanzierung aufzutreiben. Für die Bankgespräche sollten Sie sich sehr gut vorbereiten, denn der Bankberater wird Sie sehr umfangreich interviewen und abhängig von Ihrem Finanzierungsvorhaben und der Kredithöhe sind auch manchmal Fragen dabei, die sehr ins Detail gehen. Es ist an dieser Stelle, dass Gründer sich in ihren Zahlen verheddern oder nicht überzeugend genug auftreten. Wir haben auf unserer Webseite eine ausführliche Liste von Tipps für die Vorbereitung von Bankgesprächen zusammengefasst, die das Thema aus allen Perspektiven beleuchten. Nehmen Sie sich Zeit, dieses Textstück einzustudieren und bereiten Sie sich so gut wie nur möglich auf diese wichtigen Bankgespräche vor.

Existenzgründung Schritt 4: Auf in die schwarzen Zahlen

Mal ganz ehrlich: Ein Unternehmen ist es doch erst, wenn es Profit abwirft, oder? Sogar das Finanzamt erklärt dauerhaft unprofitable Unternehmungen zu steuerlich nicht absetzbaren sogenannten “Liebhabereien”, damit Sie nicht unbegrenzt Ihre Steuerlast verringern können. Doch auch aus ganz pragmatischen Gründen bietet es sich für Sie an, rasch in die schwarzen Zahlen zu kommen. Wenn Sie bei der Aufstellung Ihrer Projektionen für den Finanzplan ganze Arbeit geleistet haben, können Sie Monat für Monat Ist und Soll vergleichen und rechtzeitig gegensteuern, wenn Sie merken dass sich Ihre Erwartungen nicht erfüllen. Nutzen Sie als kleines Unternehmen unbedingt die Macht des Internets und achten Sie auf Professionalität im Marketing. Auf diese Weise werden Sie rasch potentielle Kunden auf sich aufmerksam machen und nach einer kurzen, normalerweise recht verlustreichen Startphase profitabel operieren.

Schlussfolgerung: Zugegeben, der oben beschriebene Prozess ist etwas vereinfacht dargestellt, dennoch kann es in vielen Fällen so ablaufen. Insbesondere den Gang zum Existenzgründungscoach sollte man sich als angehender Unternehmer nicht sparen. Ein guter Coach wird zum Beispiel darauf bestehen, dass Sie Ihren Job so lang wie möglich und/oder sinnvoll noch verfolgen und dass Sie möglichst schrittweise aussteigen oder wenn Sie aussteigen, dann bereits mit aktivem Kundenportfolio. Machen Sie nicht den Fehler, sich zu verzetteln – in Deutschland verzeiht man einen Bankrott nicht so leicht wie etwa in den USA. Das Leben ist zu kurz um Zeit mit Scheitern zu verbringen. Gute Nägel haben Köpfe, gute und erfolgreiche Unternehmen ebenfalls. Wir sind gerne für Sie da falls Sie Fragen oder Unsicherheiten bei Ihrer Existenzgründung haben.

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