Familienrecht – Wissenswertes und Kurioses

FamilienrechtBeim Familienrecht handelt es sich um ein Gebiet des Zivilrechts, das sich mit den Rechtsverhältnissen der Lebensbereiche, Familie, Ehe, Sorgerecht oder Tod beschäftigt.

So ernst viele dieser Regelungsgebiete sind, so unterhaltsam lesen sich einige der Urteile, die im Familienrecht ergangen sind. Hier sind die Top 5 der kuriosen Familienrecht – Urteile. Eine Rundum-Beratung im Familienrecht bekommen Sie bei Ihrem Anwalt für Familienrecht in Ihrer Nähe.

Platz 5: Lottogewinn muss trotz jahrelanger Trennung geteilt werden

Als ein Mann aus Mönchengladbach im Lotto gewann, konnte er sein Glück kaum fassen. Knapp eine halbe Million Euro schwer war der unverhoffte Geldsegen. Womit der Mann jedoch nicht rechnete war, dass seine ehemalige Lebensgefährtin, von der er bereits acht Jahre getrennt lebte, einen Anspruch auf die Hälfte seines Lottogewinns haben könnte. Der Bundesgerichtshof entschied in diesem Fall zugunsten der Ex-Lebensgefährtin, da der Mann die Scheidung trotz jahrelanger Trennung erst nach dem unverhofften Geldsegen eingereicht hatte. Damit fällt der Lottogewinn in die Zeit der Ehe und muss gemäß den Regeln des gesetzlichen Güterstandes des Zugewinnausgleichs unter den Eheleuten aufgeteilt werden.

Platz 4: Der freien Wahl des Vornamens sind Grenzen gesetzt

Grundsätzlich haben Eltern das Recht, ihren Kindern einen Vornamen ihrer Wahl zu geben. Doch besteht bei der Namenswahl die naheliegende Gefahr, dass der Namensgeber durch ihn der Lächerlichkeit preisgegeben wird, sind der freien Namenswahl Grenzen gesetzt. So geschehen beim Vornamen Waldmeister, den Eltern ihrem Sohn als dritten Vornamen verpassen wollten. Das OLG Bremen hielt diesen Namen für ebenso wenig zulässig wie das OLG Köln den Vornamen Schmitz für ein Mädchen.

Platz 3: Unterhalt für den Familienhund

Ein Mann muss für einen gemeinsamen Famlienhund 100 Euro Unterhalt pro Monat zahlen. Auf diese Summe hatte sich ein Ehepaar bei der Scheidung geeinigt. Nach einer Weile erschien diese Summe dem Mann zu hoch. Doch das Pfälzische Oberlandesgericht war der Ansicht, dass der Mann an seine vertraglichen Verpflichtungen gebunden sei. Bis zum Tod des Hundes muss der Mann daher die monatlichen Unterhaltszahlungen leisten.

Platz 2: Umgangsfragen für Hunde vor Gericht geklärt

Nicht nur gemeinsame Kinder, sondern auch gemeinsame Hunde können zu einem gerichtlichen Sorgerechtsstreit führen. Eine tierpsychologische Untersuchung war die Grundlage dafür, wem das Tier zugesprochen wurde. Doch auch der Ehepartner bekam ein Besuchsrecht zugesprochen, welches ihm den Besuch des Hundes an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat ermöglichte.

Platz 1: Eine gewichtige Scheidung

Nach mehr als 20 Jahren Ehe sorgte die starke Gewichtszunahme einer Frau dafür, dass ihr Ehemann sich von ihr scheiden lassen wollte. Diesen Grund für die Scheidung nannte der Mann auch in seinem Scheidungsantrag. Doch das zuständige Familiengericht wies den Scheidungsantrag mit der Begründung ab, dass allein die Gewichtszunahme kein Scheidungsgrund sei, sondern vielmehr zum “gewöhnlichen Lebensrisiko” zähle. Die Ehe des Paares dürfte aber dennoch vor dem Aus gestanden haben.

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