Industrie 4.0: Die Jobs der Zukunft

Das Stichwort Industrie 4.0 ist für viele Arbeitnehmer mit Unsicherheiten verbunden. Denn der dynamische Prozess, der in der Berufswelt derzeit vonstattengeht, bedeutet für viele Menschen den fast sicheren Verlust ihres Arbeitsplatzes. Gerade für Jüngere bieten sich hingegen auch Chancen, um am Arbeitsmarkt partizipieren zu können. Doch welche Berufe bieten die aussichtsreichste Perspektive?

Industrie 4.0: Die Jobs der Zukunft

Mensch und Maschine: Wird der sterbliche Organismus sich unter den unfehlbaren Maschinen behaupten können?

Wie wird der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Sicher ist vor allem eines: Die Zukunft verläuft digital. Derzeit befinden wir uns in einem Wandlungsprozess. Manche reden auch schon von einer neuen Industrialisierung, die unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ versucht, die schnelllebigen Wandlungsprozesse zusammenzufassen.

Für Arbeitnehmer ist dieser Wandel mit einigen Herausforderungen verbunden. Manchen droht sogar das berufliche Aus. Um- bzw. Weiterbildung wird nötig sein, manche werden einen gänzlich neuen Beruf erlernen müssen.

Video: Janina Kugel, Mitglied des Siemens-Vorstands, erklärt, wie sich der deutsche Technologiekonzern auf Arbeit 4.0 vorbereitet.

Nachdem vor allen Dingen Fabrikarbeiter im Zuge der Mechanisierung mit Stellenabbau zu kämpfen hatten, hat eine Umfrage des Pew-Instituts, die unter knapp 2.000 Wissenschaftlern durchgeführt wurde, nun das Folgende ergeben: Die Künstliche Intelligenz wird viele Menschen aus ihrem Job drängen – insbesondere Büroarbeiter werden betroffen sein.

Berufe der digitalisierten Arbeitswelt

Hierzulande sind über 60 Prozent aller Arbeitsplätze mit einem PC ausgerüstet. Kein Wunder also, dass die Furcht vor dem beruflichen Aus hoch ist. Allerdings gilt auch: Wer noch jung ist und flexibel, bereit ist, sich auf die neuen Herausforderung des digitalen Arbeitsplatzes einzulassen, der kann Karriere machen – und viel Geld verdienen.

Hier gilt allerdings auch Vorsicht. Denn bei der Jobsuche nach unbekannten Berufen lauern auch Gefahren. Seit einigen Jahren kursieren viele Fake-Jobanzeigen im Internet, die an die Datensätze unbescholtener Arbeitssuchender gelangen wollen.

Bevor man sich also über das Internet auf vakante Stellen bewirbt, sollte man das Angebot sorgfältig überprüfen und nicht vorschnell seine Daten preisgeben. Allerdings sind solche Fallen eher die Ausnahme, nicht die Regel. Unter den seriösen Stellenausschreibungen finden sich dann jedoch kryptische Berufsbezeichnungen wie „Feel Good Manager“ oder „Mobile Developer“. Aber was hat es mit diesen Berufsbezeichnungen auf sich?

Berufe mit/der Zukunft

  • Feel Good Manager: Wenn immer mehr Maschinen um einen herum arbeiten, kann es für den sozialbedürftigen Menschen schnell einsam werden. Hier beginnt der Arbeitsbereich des Feel Good Managers. Dieser noch sehr junge Beruf stellt das Wohlbefinden des Menschen am digitalisierten Arbeitsplatz sicher. Zugleich konzipiert er das strategische Konzept, um Rationalisierungsmaßnahmen wie Arbeit 4.0 im Unternehmen zu implementieren.
  • Social Media Strategist: Nichts geht heutzutage mehr ohne soziale Medien. Während Facebook, Twitter und Co. für viele junge Menschen zum Alltag zählen, stehen viele Traditionsunternehmen vor einem großen Rätsel: Wie lassen sich Unternehmensziele mithilfe einer guten Social-Media-Strategie effizienter erreichen? Der Social Media Strategist beginnt hier seine Arbeit und entwickelt gezielte Strategien für alle Plattformen.
  • Big Data Scientist: Ähnlich wie Industrie bzw. Arbeit 4.0 ist auch Big Data einer der zentralen Begriffe, mit denen der Wandel unserer Arbeitswelt verbunden ist. Mit immer größer werdenden Datenmengen kommen jedoch auch die Probleme: Wie sollen die Datensätze verarbeitet und analysiert werden? Wie steht es um Datenschutzbestimmungen und wie lassen sich aus den extrahierten Informationen neuen Geschäftsmodelle entwickeln? Genau dort beginnt die Arbeit des Big Data Scientist.
  • Mobile Developer: Während Desktop-PC und Tablet immer unwichtiger werden, steigt die Bedeutung von Smartphones – besonders für Unternehmen. Denn vor allen Dingen die Kundenkommunikation wird heutzutage fast ausschließlich über das Internet und mobil abgewickelt, ob nun beim Kundenservice oder bei der Präsentation von Warenangeboten. Doch genau dafür braucht es auch einen entsprechenden mobilen Auftritt im Web. Mobile Developer entwickeln Apps und stellen sicher, dass alle relevanten Inhalte des Unternehmens adäquat auf mobilen Endgeräten verfügbar sind.

Bildung muss nachrüsten

Um den neuen Herausforderungen der Berufswelt begegnen zu können und natürlich auch um international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss in der deutschen Bildung die Voraussetzung geschaffen werden, um die Arbeitskräfte von morgen auf die digitalen Herausforderungen vorzubereiten zu können.

Tablet statt Tafel“ lautet deswegen bereits das Motto an vielen deutschen Schulen und Universitäten. Dies gilt auch, weil die „digital natives“ längst nicht mehr „digital ready“ sind, meint auch Prof. Dr. Kerstin Mayrberger, Dozentin für „Lehren und Lernen an der Hochschule mit Schwerpunkt Mediendidaktik“ in Hamburg.

Lehrende müssen ihren Schülern somit erst einmal die Kompetenzen im Umgang mit den „neuen Medien“ beibringen. Welche Bedeutung haben Medien für die Sozialisation und Identitätsbildung? Wie lerne ich mit Medien? Wie kann dies auf mein jeweiliges Fachgebiet bezogen werden und was bringt mir dies an meiner Schule bzw. Universität? All dies sind elementare Fragestellungen, welche die Grundlage bilden, um nach der Bildung in digitalen Berufen das geforderte Leistungsniveau erreichen zu können.

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