Innovationskiller Zeitdruck: Wie Sie Langzeitschäden vorbeugen

Innovationskiller ZeitdruckDer sichere Arbeitsplatz gehört der Vergangenheit an. Immer mehr Menschen arbeiten in unsicheren Arbeitsverhältnissen, für Projekte und mit Zeitverträgen.

Mehr Arbeit verteilt sich auf weniger Schultern. Die Angst vor dem Jobverlust lässt viele schnell über ihre Grenzen gehen. Der Gesundheit fügt dies erheblichen Schaden zu.

Hinzu kommt in vielen Branchen wachsender Innovations- und Zeitdruck. Beides schließt sich eigentlich aus, denn nur eine gewisse Flexibilität und Freiheit bilden den Nährboden für Kreativität. Oft aber werden eine dünne Auftragslage, veränderte Marktbedingungen und fehlende Einnahmen durch Mehrarbeit ausgeglichen. Häufig geht dies zulasten der Mitarbeiter.

Psychische Belastung macht krank

Kein Wunder, dass der Anteil an Patienten, die wegen Burnout und Depression wenigstens zeitweise die Segel streichen müssen, weiter steigt. Allein zwischen 1997 und 2003 ist die Zahl derer, die aufgrund psychischer Belastungen ausfallen, um rund 50 Prozent gestiegen. Tendenz bis heute steigend. Immer häufiger sind Einschlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen zu verzeichnen.

Den Schaden zahlen beide Seiten: Der Arbeitnehmer durch gesundheitliche und soziale Defizite, der Arbeitgeber durch Mehrkosten, die aufgrund von Krankenfehlzeiten entstehen. Aushilfen müssen gefunden, neue Mitarbeiter eingearbeitet werden.

Wenn aus Stress Berufsunfähigkeit wird

Schätzungen zufolge leiden bis zu einem Drittel aller berufstätigen Deutschen unter akuten Stresssymptomen. Die Hauptursache hierfür ist Zeitdruck. In einer Studie bestätigten dies 40 Prozent der befragten Frauen und die Hälfte der befragten Männer. Wer langfristig massivem Stress ausgesetzt ist, riskiert die Berufsunfähigkeit (BU).

BU-Versicherungen unterstützen in solchen Fällen finanziell, sofern die Verträge vor Entstehen der Krankheitssymptome geschlossen und entsprechende Krankheitsbilder nicht ausgeschlossen wurden. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig an die Vorsorge zu denken. Doch allein damit ist es nicht getan.

Stressauslöser am Arbeitsplatz

Besser ist es freilich, gar nicht erst berufsunfähig zu werden und Stresskillern am Arbeitsplatz den Kampf anzusagen. Dazu zählen:

  • die tägliche E-Mail-Flut,
  • ständige Unterbrechungen,
  • unproduktive Meetings,
  • mangelhafte Kommunikation,
  • Spardruck am Arbeitsplatz (Personalmangel)
  • uvm.

Nicht auf alle diese Faktoren hat der Arbeitnehmer Einfluss. In manchen Fällen bleibt letztlich nur ein Wechsel der Arbeitsstelle. Ein wichtiger Wirkfaktor ist allerdings Achtsamkeit. Private Entspannungstechniken helfen auch dabei, im Beruf nicht allzu schnell die Nerven und den Überblick zu verlieren.

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