Nebenjobs trotz Rente – das ist steuerlich zu beachten

Nebenjob als WeihnachtsmannWährend es einige aus Langeweile tun, reicht bei anderen die Rente nicht: immer mehr Rentner suchen einen Nebenjob. Nicht selten wird in den ersten sechs Monaten der Ruhestand noch genossen, doch danach fällt vielen schlichtweg die Decke auf den Kopf. Sie fühlen sich dann isoliert und unnütz – hinzukommt, dass viele soziale Kontakte von der Arbeit wegfallen. Dabei sind die heutigen Rentner viel rüstiger und leistungsfähiger, als es vor einigen Jahrzehnten der Fall war. Was ist steuerlich zu berücksichtigen, wenn Ruheständler arbeiten gehen?

Gründe für den Nebenjob sind vielfältig

Immer mehr Rentner sind nebenbei erwerbstätig. Gründe hierfür gibt es viele: zum einen wird eine finanzielle Unterstützung benötigt, zum anderen suchen Rentner oftmals eine Herausforderung. Wer sich als Rentner etwas dazu verdienen möchte, zum Beispiel als Weihnachtsmann bei Blank&Biehl oder als Tiersitter, der muss sich an gesetzliche Vorgaben halten. Denn abhängig vom Alter und von der Rentenart sowie der Höhe des Hinzuverdienst kann ansonsten zu Kürzungen kommen. Aber auch Weiterbildungen und Fortbildungen stehen bei Rentnern hoch im Kurs.

Rente wegen Erreichen der Regelaltersgrenze: unbegrenzt hinzuverdienen

Wer das gesetzliche Rentenalter erreicht hat und Rente bezieht, darf nebenbei dazu verdienen so viel er will. Der Job muss auch dem Rentenversicherer nicht gemeldet werden und die Altersrente wird ganz normal voll ausgezahlt. Allerdings muss beachtet werden, dass wenn mehr als monatlich 450 € hinzuverdient werden, diese Einnahmen sozialversicherungspflichtig sind. Sie müssen also versteuert werden.

Frührentner: Rente wird durch den Nebenverdienst gekürzt

Frührentner, die vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter Rente beziehen und somit eher in den Ruhestand gegangen sind, müssen nicht nur Abzüge bei der Altersrente in Kauf nehmen, sondern müssen besonders aufpassen, wenn sie sich nebenbei noch etwas dazu verdienen. Denn die Rente wird gekürzt, wenn bestimmte Freibeträge überschritten werden.

Seit dem 01.07.2017 dürfen Frührentner jährlich 6.300 € dazu verdienen, ohne dass eine Kürzung erfolgt. Dabei werden allerdings alle Einkünfte zusammengerechnet, wie zum Beispiel aus Vermietung und Verpachtung, aus einem Gewerbe oder aber auch aus Vorruhestandsgeldern. Generell muss geklärt werden, wenn es sich um einen Minijob handelt, welche Sozialversicherungen zu zahlen sind.

Wer möchte, kann sich zum Beispiel von der Rentenversicherung befreien lassen. Neu ist auch, dass der vom Arbeitgeber geleistete Pauschalbetrag in Höhe von 15 % eine rentensteigernde Auswirkung hat. Bis zu 450 € im Monat sind dann steuerfrei, wenn der Minijob vom Arbeitgeber pauschal versteuert wird. Darüber hinaus müssen die Einnahmen voll versteuert werden, es sei denn, die Summe aus Rente und Hinzuverdienst übersteigt nicht den Grundfreibetrag. Alles was darüber geht, wird von der Rente gekürzt.

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