Tipps zur Praktikumssuche: Erfolgreich zum Praktikum

Praktikum suchenIn den Lebenslauf gehört es dazu, wie die Milch zum Müsli – das Praktikum. Ohne den Nachweis von Praxiserfahrung ist es schwer, den Einstieg ins Berufsleben zu meistern.

Doch was einfach klingt, ist gar nicht so leicht umzusetzen. Denn mehrwöchige Vollzeitarbeit ist nicht immer mit einem Studium, für das Hausarbeiten geschrieben und Prüfungen vorbereitet werden wollen, vereinbar. Und auch einen Nebenjob kann man nicht mal eben kündigen. Wie gerne würde man da die Pause-Taste drücken, um sich eine zeitliche Lücke zu schaffen. Doch trotz aller Hürden: Gut geplant ist das Praktikum eine der wichtigsten Erfahrungen, die das Studium zu bieten hat. Wir geben heute Tipps  für die perfekte Praktikumssuche und beantworten die häufigsten Fragen.

Gestern war heute schon morgen

Jeder kennt es: Das ständige Aufschieben auf morgen. Stellenausschreibungen suchen, Bewerbungen schreiben? Dafür ist noch ganz viel Zeit – denkst du! In Wirklichkeit stauben immer diejenigen die besten Praktikumsplätze ab, die sich frühzeitig bewerben. Und das gilt ganz besonders bei Initiativbewerbungen. Denn auch wenn so manches Unternehmen gar nicht geplant hatte, einen Praktikanten einzustellen, kann die Antwort auf deine Bewerbung auch mal zu deinen Gunsten ausfallen, wenn du ihm nur genug Zeit gibst.

Finde das passende Unternehmen bei deiner Praktikumssuche

Ob wenige Wochen oder einige Monate, ein Praktikum wirst du nur dann in guter Erinnerung behalten, wenn du dich wohlgefühlt hast und Aufgaben übernehmen durftest, die einen echten Mehrwert für dich hatten. Damit du also nicht mit einem Fehlstart ins Berufsleben stolperst, sondern einen Arbeitgeber findest, der dir zeigt, was die Arbeitswelt zu bieten hat, solltest du alle Informationsquellen nutzen, die es gibt. Und das sind einige. Von der firmeneigenen Karriereseite, über Facebook-Fanpages bis hin zu Bewertungsportalen wie meinpraktikum.de gibt es viel zu durchstöbern. Was gibt das Unternehmen von sich Preis, wie wird das Unternehmen bewertet, was erzählen aktuelle und ehemalige Arbeitnehmer und Praktikanten?

Was du kannst, kann das Unternehmen schon lange!

Doch denk dran, auch wenn du nach deiner Recherche genauestens über das Unternehmen Bescheid weißt, in Zeiten von Web 2.0 sind auch über dich weitaus mehr Informationen zu finden, als du glaubst. Prüfe also dein Facebook Profil darauf, wie es bei einem zukünftigen Arbeitgeber ankommen könnte und mach besser noch einmal den Google Selbstcheck.

Germanisten gesucht! – als Soziologe trotzdem bewerben?

Das perfekte Unternehmen für dein Praktikum ist gefunden, doch die Stellenausschreibung passt nicht so richtig zu deiner Qualifikation? Du kannst uns glauben, so geht es den meisten Bewerbern. Also bedenke, dass niemand in eine Schablone passt. Du kannst also davon ausgehen, dass zu 99% keiner deiner Mitbewerber eine völlige Übereinstimmung mit der Stellenausschreibung liefern wird. Doch natürlich kommt es darauf an, wo die Differenzen liegen. Beim Studiengang wird beispielsweise oft ein Auge zugedrückt, vor allem dann, wenn der Beruf keine formellen Zugangsbeschränkungen hat. Denkst du, dass du dennoch den Anforderungen gerecht wirst? Dann solltest du nicht zögern und deine Bewerbung raussenden.

Sind es aber wiederum die Anforderungen, die stark abweichen, solltest du zweimal über eine Bewerbung nachdenken. Sind beispielsweise überdurchschnittliche Excel Kenntnisse gefordert und du hast bisher so gar keine Erfahrungen mit dem Programm gemacht, könnte dies zu einem Problem werden. Ebenso wirst du als Studienanfänger schwer haben, wenn ausdrücklich nach Masterstudenten gesucht wird. Fehlen dir aber in einer Endlosaufzählung nur wenige Punkte, solltest du dich freuen, dass du in dem Praktikum noch Neues dazulernen wirst.

Praktikum mit Hintergedanken

Die Gründe ein Praktikum zu absolvieren, sind so bunt wie Arbeitswelt. Pflichtpraktikum für die Uni, die Anfertigung einer Abschlussarbeit, die Suche nach beruflicher Orientierung oder aber auch der Versuch ins Berufsleben einzusteigen. Gerade, wenn du auf eine anschließende Festanstellung oder auch einen Job als Werkstudent hoffst, solltest du dies schon bei der Praktikumssuche im Hinterkopf haben. Viele Unternehmen geben die Möglichkeit einer Festanstellung bereits in der Stellenanzeige bekannt. Ist dies nicht der Fall, solltest du deine Intention in deiner Bewerbung oder im Vorstellungsgespräch angeben.

Bewerben – aber richtig

Auch wenn du dich „nur“ um ein Praktikum bewirbst: Die Ansprüche an deine Bewerbung unterscheiden sich kaum von denen um eine Festanstellung. Ein individuell angefertigtes Anschreiben, ein Lebenslauf und die wichtigsten und aktuellen Zeugnisse solltest du also bereitstellen. Einen ausführlichen Leitfaden für deine Bewerbung, findest du hier. Die häufigste Bewerbungsform ist die E-Mail Bewerbung, idealerweise hast du deine Dokumente in möglichst wenigen, übersichtlichen PDF Dateien zusammengefasst. Natürlich darfst du auch den Telefonhörer in die Hand nehmen und das Unternehmen im Vorfeld kontaktieren, das kommt sogar meist gut an. Übrigens: Oftmals findest du einen Hinweis über die gewünschte Bewerbungsform in der Stellenanzeige.

Gastbeitrag von www.meinpraktikum.de, Autorin: Sabine Zagar.  

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