Jetzt bewerben: Studienkompass – Die eigene Zukunft in die Hand nehmen

Junge Menschen, deren Eltern nicht studiert haben, finden nach dem Abitur noch immer deutlich seltener den Weg an die Hochschule als ihre Altersgenossen aus Akademikerfamilien. Der Studienkompass ermutigt und befähigt Schüler frühzeitig, einen für sie persönlich passenden Studien- und Berufsweg zu finden.

Für den neuen Förderjahrgang können sich Jugendliche, die 2019 Abitur machen werden, bis zum 12. März in zahlreichen Regionen deutschlandweit bewerben. Alle Infos findest du dazu auf den Bewerbungsseiten.        

Laut der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks studieren von 100 Akademikerkindern 77, von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund schaffen nur 23 den Sprung an die Hochschule. Der Studienkompass setzt schon zwei Jahre vor dem Abitur an, baut Hemmschwellen ab und berät bei der Studienwahl. Durch eine große Vielfalt an Workshops, Exkursionen und persönlichen Gesprächen bekommen die Jugendlichen einen Einblick in die vielen Möglichkeiten, die ihnen offen stehen. Sie lernen ihre eigenen Stärken kennen und finden dazu passende Studien- und Berufswege. Auch im ersten Jahr an der Hochschule werden sie weiter betreut, um einen gelungenen Übergang zu schaffen.

„Eine frühzeitige und kontinuierliche Begleitung ist notwendig, damit die Jugendlichen ihre Studien- und Berufsentscheidung auf einem sicheren Fundament treffen können. Oft wissen sie nicht, welche Perspektiven ihnen offen stehen. Erst recht nicht, wenn die Eltern keine Erfahrungen an einer Universität sammeln konnten. Der Studienkompass hilft den Schülern dabei, die eigenen Talente zu entdecken und optimal zu nutzen – diesen Ansatz unterstützen wir sehr gerne mit unserem Engagement“, so Dr. Jörg Appelhans, Geschäftsführer der aqtivator gGmbH.

Dr. Ulrich Hinz, Bereichsleiter Schülerförderung (Vors.) bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, betont die geringe Studienabbruchquote der Studienkompass-Absolventen, die sechsmal geringer als im Bundesdurchschnitt ist: „Unsere Geförderten werden nicht nur dabei unterstützt, ein für sie passendes Studienfach zu finden. Wir geben ihnen darüber hinaus auch das Werkzeug an die Hand, das Studium erfolgreich abzuschließen. Mit intensiver Vorbereitung können viele Hürden genommen werden. Gute Studienorientierung ermöglicht nicht nur den Erfolg des Einzelnen, sondern senkt auch die volkswirtschaftlichen Kosten, die hohe Abbrecherquoten mit sich bringen.“

Über den Studienkompass

Der Studienkompass wurde 2007 von der Accenture-Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gegründet. Die Karl Schlecht Stiftung und die aim – Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken sind Hauptförderer des Studienkompass. Das Programm unterstützt bundesweit aktuell rund 1.400 Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne akademische Erfahrung bei der Aufnahme eines Studiums. Mehr als 1.700 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen. Mehr als 95 Prozent der Geförderten nehmen ein Studium auf. Die hohe Wirksamkeit belegt auch eine wissenschaftliche, unabhängige Evaluation des Programms, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung von 2007 bis 2014 gefördert wurde.

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