Sprachcamps in Deutschland – viel besser als erwartet

Wer in den Ferien seine Sprachkenntnisse vertiefen will, muss nicht gleich die Flucht ins Ausland antreten. Auch in heimischen Gefilden werden Sprachcamps für Schüler angeboten, wo Schüler die Chance haben, fern ab von Zuhause ihre Englisch- Französisch- oder Spanischkenntnisse zu trainieren.

Dass Schülersprachreisen sinnvoll sein können, ist nicht von der Hand zu weisen. Endlich können Schüler ihre Sprachkenntnisse auch in der Praxis anwenden. In einer Schulstunde wird die Sprachpraxis häufig vernachlässigt. Schüler können zwar Ausarbeitungen über die aktuelle Lektüre verfassen oder die Ereignisse der letzten Woche grammatikalisch fehlerfrei zu Papier bringen, aber um einfach loszuplaudern müssen häufig noch Schranken niedergerissen werden.

Bei einer Schülersprachreise ist der Unterricht lebensnah gestaltet und muttersprachliche Lehrer animieren die Schüler zum Sprechen. Darüber hinaus lernen Schüler die Kultur und den Alltag des jeweiligen Landes kennen und gewinnen so nicht selten einen zusätzlichen Motivationsschub, die Sprache zu lernen.

Hier liegt der Knackpunkt eines Sprachcamps in Deutschland. Der Punkt der Erfahrung im Ausland fällt weg und damit auch die Berührung mit der fremden Kultur. Von fehlender Internationalität kann jedoch keine Rede sein. In deutschen Sprachcamps sind zahlreiche Nationen vertreten und so entsteht eine Dichte an Interkulturalität. Damit wird das Sprachcamp zu einem kleinen international geprägtem Kosmos.

Nicht zu verachten ist der finanzielle Aspekt. Logisch, dass Sprachcamps in der Heimat um einiges günstiger sind, als Schülersprachreisen ins Ausland. Mit rund 500 €, inklusive Sprachkurs und Freizeitprogramm, ist zu rechnen. Auch die Anreise ist weniger aufwendig als bei Auslandsreisen.

Besonders interessant sind Sprachcamps für Kinder, die sich an die englische Sprache herantasten möchten. Im Sprachcamp müssen sie sich nicht in einer fremden Kultur zurecht finden, lernen aber trotzdem spielerisch Englisch. Schließlich ist die Umgangssprache auf Grund der Internationalität Englisch.

Zwar fällt der Umgang mit Locals weg, die Vertiefung der Sprachpraxis findet trotzdem intensiv statt – sowohl im Unterricht, als auch während des Freizeitprogramms. So machen es Sprachreisenveranstalter möglich, sich auch in Deutschland auf dem Fußballplatz auf Englisch anzufeuern und neue binationale Freundschaften zu schließen.

Abschließend ist zu sagen, dass Sprachcamps in Deutschland eine Schülersprachreise ins Ausland zwar nicht ersetzen, jedoch gerade für Kinder schon ab acht Jahren einen schönen Einstieg in die Fremdsprache bieten und erste Erfahrungen mit Internationalität auch in der Heimat möglich sind.

Mareike Thieben, Sprachcamps in Deutschland

Ein Gedanke zu „Sprachcamps in Deutschland – viel besser als erwartet

  1. Ein Tipp für alle Eltern! Egal, ob Schülersprachreise oder Sprachcamp in Deutschland – schicken Sie Ihren Nachwuchs nie mit dem besten Freund oder der besten Freundin auf die Reise.

    Ihr Kind soll sich mit der anderen Sprache beschäftigen und andere Kursteilnehmer kennenlernen. Das ist im “Doppelpack” bedeutend schwieriger und Ihre Bildungsinvestition bringt nicht die erhofften Erfolge.

    Ihr Kind soll Neues kennenlernen und Sie werden erstaunt sein, welche Erlebnisse und bleibende Eindrücke es im Gepäck hat, wenn es wieder zurückkommt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.