Traumjob Lehrer: Wunsch und Wirklichkeit

Orientierungsberater Andreas Peez
Orientierungsberater Andreas Peez

Wenn man Kinder fragt, was sie später werden möchten, nennen sie oft Berufe wie Feuerwehrmann, Fußballer, Tierärztin und Krankenschwester. Diese Berufswünsche relativieren sich im Laufe der Zeit häufig wieder, ein Beruf bleibt jedoch bei vielen über eine langen Zeitraum hinweg aktuell: der des Lehrers. Und so spielen nicht wenige Abiturienten mit dem Gedanken, nach ihrer Schulzeit Lehramt zu studieren.

Mögliche Gründe für die Beliebtheit des Lehrerberufs sind: Man hat viele Ferien. Man ist Beamter und lebt daher angstfrei und in Sicherheit. Man hat es im Job bequem. Man hat mit Menschen zu tun. Lehrer, die diese Argumente lesen, werden wohl mit den Augen rollen, denn teilweise haben diese Idealvorstellungen mit dem echten Alltag im Beruf nur sehr bedingt etwas zu tun. Und der wahre Grund, warum so überraschend viele Schulabgänger zum Lehrerberuf tendieren, ist wohl ein ganz anderer: Keinen anderen Beruf kennt ein Schüler so nah und kann ihn so gut einschätzen wie den des Lehrers – denn schließlich war er jahrelang Tag ein, Tag aus mit Lehrern konfrontiert.

Orientierungsberater Andreas Peez aus München stellt hierzu fest: „Auch bei mir kommen überraschend viele Abiturienten mit dem Berufswunsch Lehrer in die Beratung. Wobei es selten der einzige Berufswunsch ist, sondern häufig eher so eine Art „Zweitlösung“ neben einem Traumberuf, der ihnen noch völlig unklar ist und den sie in der Beratung gemeinsam mit mir finden möchten.

Außerdem habe ich relativ viele Lehramtsstudenten in der Beratung, die ihre Erwartungen enttäuscht sehen und sich rechtzeitig umorientieren möchten.“ Mit Kunden, die ins Lehramt streben, diskutiert Orientierungsberater Peez eingehend deren Motivation und Vorstellungen vom späteren Berufsleben, um Enttäuschungen vorzubeugen. „Ich habe vor dem Lehrerberuf Hochachtung, denn es handelt sich um eine sehr sozial orientierte und daher herausfordernde Tätigkeit, die aber in der Öffentlichkeit oft nicht genügend Würdigung findet. Gleichzeitig befinden sich Lehrer in einem recht starren System, und ihrer Freiheit sind oft erhebliche Grenzen gesetzt. Um diese Situation auf Dauer auszuhalten und den Job trotzdem gern zu machen, muss man absolut motiviert sein und nicht den Beruf aus Verlegenheit oder vermeintlicher Bequemlichkeit wählen.“

Denn hinzukommen ja noch Rahmenbedingungen wie die unklaren und teilweise sehr schlechten Jobaussichten nach Beendigung des Studiums oder die überschaubaren finanziellen Perspektiven. In der Beratung kommt es Orientierungsberater Andreas Peez daher darauf an, die Wünsche an den Beruf sowie die persönlichen Stärken herauszuarbeiten und mit unterschiedlichen Studiengängen und Berufsbildern abzugleichen. Wer sich dann wirklich als der geborene Lehrer herausstellt, wird das Studium auch erfolgreich absolvieren und seinen Weg in diesem nicht alltäglichen Beruf machen.

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