Bildungsurlaub – was Sie darüber wissen sollten

Bildungsurlaub – was Sie darüber wissen solltenWer gerne in den Urlaub fährt, kommt häufig an den Punkt, dass über kurz oder lang die Urlaubstage ausgehen.

Doch was vielen Arbeitnehmern nicht bewusst ist: Das heißt nicht zwangsläufig, dass das Urlaubskontingent für das laufende Jahr bereits aufgebraucht ist. Das Zauberwort lautet in diesem Fall: Bildungsurlaub. Im folgenden Artikel wird erläutert, was es damit auf sich hat und wie man eine Sprachreise am besten als Bildungsurlaub geltend machen kann.

Bis auf Bayern und Sachsen kann in allen deutschen Bundesländern Bildungsurlaub beantragt werden, d.h. man bucht eine Reise zu Fortbildungszwecken, wie bspw. eine Sprachreise über Linguago, und muss dafür keine Urlaubstage opfern. Die meisten Bundesländer gewähren ihren Bürgern fünf Tage bezahlten Bildungsurlaub pro Jahr, doch in einigen besteht auch die Möglichkeit, nach zwei Jahren eine zehntätige Fortbildung, wie z.B. einen Sprachkurs, zu besuchen. Die Gesetze gelten übrigens für das Bundesland, in dem sich der Sitz des Arbeitgebers befindet. Eigener Wohnort bzw. Ort des Arbeitsplatzes spielen keine Rolle! Aber natürlich ist es durchaus gängig, mit dem Chef individuelle Abmachungen zu treffen, sodass der Arbeitgeber, was die Bewilligung von Bildungsurlaub betrifft, je nach Kulanz auch von der Gesetzgebung abweichen kann.

Regularien für Sprachreisen

Um seitens der Bundesländer aber auch sicherzustellen, dass der Zweck des Bildungsurlaubs erfüllt wird, verlangen diese, dass an einer bestimmten Anzahl an Unterrichtseinheiten in der Sprachschule teilgenommen wird. Je nach Bundesland sind dies entweder mindestens 30 oder 40. Es kann also sein, dass ein Intensivkurs mit 30 Wochenstunden in manchen Fällen nicht ausreicht, um Bildungsurlaub beantragen zu können – dann schafft allerdings ganz einfach ein Privatkurs Abhilfe, der die Stundenzahl „auffüllt“.

Bildungsurlaub lässt ausreichend Freiräume vor Ort

Um Verwirrung zu vermeiden, sollte noch angemerkt werden, dass in manchen Quellen der Begriff „Bildungsfreistellung“ verwendet wird und nicht –urlaub. Dies liegt daran, dass es sich bei einem derartigen Auslandsaufenthalt nicht um einen Urlaub im eigentlichen Sinne zum Zweck der Erholung handelt, sondern dass hier die Bildung im Vordergrund steht. Allerdings sind diese beiden Ausdrücke synonym zu verwenden und bedeuten im „Behördendeutsch“ das Gleiche.

Doch trotz dieser vielleicht etwas einschüchternden Ausdrucksweise müssen sich Bildungsurlauber keine Sorgen um zu wenig Freizeit machen, denn außerhalb der Sprachschule bleibt genügend Zeit, um Land und Leute kennenzulernen. Es ist darüber hinaus sogar wünschenswert, dass diese Gelegenheit wahrgenommen wird, denn das im Sprachkurs angeeignete Wissen sollte nach Möglichkeit auch sofort im Alltag angewendet werden, um den Vorteil einer Sprachreise perfekt auszunutzen.

Auch der Arbeitgeber profitiert vom Bildungsurlaub der Angestellten

Ein weiterer Vorteil eines Bildungsurlaubs ist, dass man nicht nur selbst davon profitiert, sondern auch der Arbeitgeber, denn verbesserte Fremdsprachenkenntnisse sind heutzutage für jede Firma von Vorteil. Welche Art des Reisens kann schon von sich behaupten, nicht nur dem Reisenden selbst, sondern auch den Daheimgebliebenen einen Vorteil zu verschaffen? Sicherlich nicht allzu viele.

bildungsdoc® empfiehlt – Infos, Hinweise & Tipps:

Ein Gedanke zu “Bildungsurlaub – was Sie darüber wissen sollten

  1. Danke für den Tipp – von Bildungsurlaub habe ich ehrlich gesagt noch nie etwas gehört. Aber ich werde mich da gleich mal schlau machen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.