Was mache ich nach dem Abitur?

Salem KollegAbitur, und dann? Diese Frage stellen sich viele Abiturienten nach ihrem Schulabschluss. Das Orientierungsjahr mit Studium Generale und Outdoor Education am Salem Kolleg bereitet Abiturienten in drei Trimestern auf ihre akademische und berufliche Zukunft vor.

Marion, Kollegiatin des Jahrgangs 2016/2017, schildert ihren Weg an das Salem Kolleg und ihre persönlichen Erfahrungen während dieser Zeit:

Es fängt mit einer Frage an: „Was mache ich nach meinem Abitur?“ Auf einmal soll ich mit einer Entscheidung den restlichen Verlauf meines Lebens bestimmen und in eine noch völlig unbekannte und fremdartige Welt eintauchen, in der ich ganz auf mich alleine gestellt bin.

Dabei bin ich gerade erst volljährig geworden und bekomme von allen Seiten zu hören, dass ich meine Jugend ausnutzen und in vollen Zügen genießen soll. Mit dem Verlassen der Schule betrete ich einen schmalen Grat auf dem Weg ins Erwachsenen Leben, denn Eigenverantwortung muss gelernt sein und das „Risiko“ ist nicht gerade gering, bei Fehlern tief zu fallen.

Doch dann fand ich während meiner Suche nach Alternativen zum Studieren eine ideale Lösung. Wer sich noch nicht dazu entscheiden kann und will, ein vollwertiger Student mit all seinen Verpflichtungen zu werden, der hat die Möglichkeit, sich am Salem Kolleg neu zu entdecken und jegliche Wege auszuprobieren ohne sich gleich verpflichten zu müssen.

Dabei wurde ich von Anfang an mit vielen neuen Veränderungen konfrontiert: Ich erkannte, was es bedeutet, in einer WG zu leben und zusammen mit circa 30 Abiturienten auf einem Campus über ein Jahr hinweg zusammenzuwachsen. Neben Freizeitaktivitäten, Uni-Kursen, Seminaren, Projektarbeiten, einer persönlichen Studienberatung lernte ich mich vernünftig zu organisieren und meine eigenen Stärken voll und ganz zu nutzen.

Dabei habe ich meine eigene Komfortzone verlassen und stehe hier jeden Tag vor einer neuen Personal Challenge; das fängt beim Organisieren eines Haushaltes an und geht bis zum erstmaligen Erklimmen weiter Gebirgsketten bei den Outdoor Exkursionen. Wichtig ist natürlich auch die Orientierung, die den Kern des Salem Kollegs ausmacht.

Durch eine individuelle Studienberatung und die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, wird genauestens evaluiert, welcher Studiengang am besten zu einem passt. Selbstverständlich bleibt bei all diesen Verpflichtungen und Angeboten der Spaß nicht aus, und am Ende des Kollegjahres weiß ich für mein Leben, was Kurt Hahn, Gründer Salems, meinte mit seinem Leitspruch: „Wir vermögen mehr, als wir glauben. Wenn wir das erleben, werden wir uns nicht mehr mit weniger zufrieden geben“.

Für das Salem Kolleg kann sich jeder Interessierte mit (Fach-)Hochschulreife oder vergleichbarer Hochschulzugangsberechtigung bewerben. Bei der Auswahl der Kollegiaten sind nicht allein die Schulnoten, sondern viele weitere Kriterien wie Engagement, Leistungswille, Kreativität und kritischer Geist ausschlaggebend.

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