Praxisnah, international und digital – was sich Arbeitgeber von ihren künftigen Mitarbeitern wünschen

Orientierungsberater Andreas PeezWenn das Abitur überstanden ist, beginnt bei manchen Schulabgängern eine Zeit der Entspannung und Selbstfindung im gap year. Andere basteln hingegen fast nahtlos an ihrer Karriere und fragen sich: Was soll ich studieren, und welche Kompetenzen muss ich mitbringen, um in ein paar Jahren auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen und dort Erfolg zu haben?

Unter anderem aus diesem Grund werden Geschäftsführer und Personalverantwortliche regelmäßig befragt, welche Art von Mitarbeiter sie sich für ihr Unternehmen wünschen. Eine aktuelle Erhebung des Stifterverbands für die Wissenschaft in Kooperation mit der Unternehmensberatung McKinsey kommt dabei zu folgenden Ergebnissen:

Weit vorne auf dem ersten Platz der erwünschten Kompetenzen eines Hochschulabsolventen ist der Praxisbezug – 70% der Befragten legen hierauf großen Wert. Orientierungsberater Andreas Peez aus München meint hierzu: „Die Forderung nach einer praxisnahen Ausbildung ist nicht neu, scheint aber immer wichtiger zu werden. Hierdurch erklärt sich auch die zunehmende Beliebtheit der Fachhochschulen im Vergleich zu den Universitäten. Aber auch das Sammeln von Praxiserfahrung während des Studiums wird immer wichtiger und in einigen Berufsfeldern sogar fast zu einer Bedingung für einen erfolgreichen Berufseinstieg.“

Auf Rang zwei der Wunschliste liegt die Internationalität der Schulabsolventen. Hiermit ist weniger die Auslandserfahrung gemeint, sondern die solide Beherrschung einer oder mehrerer Fremdsprachen. Orientierungsberater Peez merkt an: „Ohne profundes Englisch geht in den meisten Branchen mittlerweile nicht mehr viel. Weitere beliebte Fremdsprachen sind Spanisch und Chinesisch, wobei es natürlich viel schwieriger ist, ein gutes Niveau im Chinesischen zu erreichen als im Spanischen. Wichtig ist aber auch die kulturelle Sensibilität – Geschäftsbeziehungen mit den USA laufen einfach ganz anders ab als z. B. mit Indien. Auslandsaufenthalte sind hier oft sehr hilfreich, um für die Unterschiede zwischen den Kulturen sensibilisiert zu werden.“

Platz drei: der Umgang mit digitalen Technologien. Die heute etwa Zwanzigjährigen werden ja gerne auch als digital natives bezeichnet, also als Personen, die mit den modernen Technologien und Medien aufgewachsen sind und diese ganz natürlich, spielerisch und sicher verwenden. Entsprechend erwartet man von den Berufseinsteigern diesen souveränen digitalen Umgang auch an ihrem Arbeitsplatz. Orientierungsberater Andreas Peez ergänzt: „In meiner Beratungspraxis sehe ich hier den geringsten Handlungsbedarf. Die meisten jungen Leute sind tatsächlich stark durch die digitalen Technologien geprägt und wenden sie im Alltag sicher an – der Fokus liegt aber tatsächlich auf der Anwendung. Tiefer damit möchten sich nur wenige beschäftigen, obwohl im Bereich IT und Social Media ein großer Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften besteht.“

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