Wer eignet sich für welchen Ausbildungsberuf? Ein Blick auf die Top 5

Orientierungsberater Andreas Peez

Orientierungsberater Andreas Peez

Obwohl in Deutschland über 500 Ausbildungsberufe angeboten werden, trifft ein Großteil der jungen Leute seine Auswahl aus einer kleinen Anzahl von bekannten und seit langem beliebten Ausbildungen. Jungs werden KFZ-Mechatroniker, Mädchen gehen in den Einzelhandel? So klischeehaft das klingen mag – ein Blick auf die Zahlen scheint das Klischee zu bestätigen.

Der beliebteste Ausbildungsberuf ist allerdings sowohl bei Männern als auch bei Frauen der Kaufmann bzw. die Kauffrau im Einzelhandel. Nicht jeder nach Abschluss seiner Ausbildung jedoch zufrieden mit seiner Entscheidung.

Orientierungsberater Andreas Peez aus München berät häufig Einzelhandelskaufleute, die sich beruflich neu orientieren möchten: „Der Hauptgrund für die Unzufriedenheit sind die Arbeitszeiten abends und am Samstag sowie ein bisweilen etwas rauer Ton in den Betrieben. Auch das Image mancher Unternehmen, z. B. Lebensmittel- oder Textildiscounter, ist ziemlich angekratzt. Positiv ist jedoch anzumerken, dass man im Einzelhandel auch heute noch ohne Studium relativ weit kommen kann – mehr als Zertifikate zählt die Arbeitsleistung im Betrieb.“

Der Bürokaufmann bzw. die Bürokauffrau befindet sich auf Platz 2 der Liste. Was früher die Sekretärin war, ist heute die Teamassistenz. Je nach Unternehmen und Führungsebene, auf der man eingesetzt ist, kann die Arbeit durchaus anspruchsvoll und gut entlohnt sein. „Man muss sich jedoch klar sein, dass man einen dienstleistungsorientierten Job gewählt hat – Zuverlässigkeit, Präzision und Geschwindigkeit sind wichtig. Wer gerne kreativ und selbstbestimmt arbeiten möchte, hat vielleicht so seine Probleme mit dem Berufsprofil“, so Orientierungsberater Peez.

Auf Platz 3 der beliebtesten Ausbildungsberufe befindet sich übrigens der Verkäufer, also ein ganz ähnliches Berufsbild, nur dass die Ausbildung ein Jahr kürzer ist und die betriebswirtschaftlichen Inhalte viel knapper behandelt werden. Im reinen Verkauf sind die Aufstiegschancen deutlich begrenzter.

Auf Platz 4 kommt endlich der vorwiegend von Männern gewählte KFZ-Mechatroniker. Die Faszination des Automobils ist also nach wie vor ungebrochen. Orientierungsberater Peez hat die Erfahrung gemacht, dass sich manche junge Leute jedoch falsche Vorstellungen von dem Beruf machen: „Wenn ich mich für die Technik interessiere, bin ich in diesem Job sicherlich gut aufgehoben. Wenn mich bei Autos eher das Design und der Luxus interessieren, bin ich vielleicht unzufrieden, wenn ich den ganzen Tag die Dinger reparieren muss anstatt sie zu fahren oder zu verkaufen.“

Platz 5 ist der bei Männern wie Frauen beliebte Industriekaufmann. Je nach Unternehmen und Abteilung kann das Berufsprofil recht unterschiedlich aussehen. Meistens sind Industriekaufleute im Betrieb auf Sachbearbeiterebene tätig und kümmern sich um unterschiedlichste kaufmännische Abläufe, wie Materialwirtschaft, Personal, Vertrieb oder Finanzen.

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