Wie schreibt man ein Abstract?

Wie schreibt man ein Abstract?Abstract hört sich für Dich nach Kunstgemälden an? In der Wissenschaft steht der Begriff eher für einen Kurz-Abriss einer Arbeit. Große Kunst steckt dahinter trotzdem.

Deshalb erkundigst Du Dich lieber vorab, worauf es in Sachen Länge und Inhalt für Zusammenfassungen von Bachelorarbeiten ankommt.

So ähnlich wie ein Lernzettel

Menschen mit fotografischem Gedächtnis brauchen zum Lernen keine Zettel. Sie merken sich die Inhalte von Büchern durch bloßes Ansehen. Du nicht? In Sachen Abstract ist das super! Wetten, dass Du in diesem Fall schon öfter eins geschrieben hast? Je mehr Lernnotizen in deinen Büchern stecken, desto eher steckt in Dir bereits ein Abstract-Experte.

Du bringst im Kurzabriss den Inhalt Deiner Bachelorarbeit auf den Punkt. Das kennst Du aus Lernzetteln, in denen Du fremde Arbeiten ins Mini-Format bringst. Im Falle der Veröffentlichung hilft es anderen Autoren bei der Entscheidung, ob Deine Arbeit für sie relevant ist. Ansonsten ist Dein fertiges Abstract vor allem für Deinen Betreuer wichtig.

Tricks & Tipps zur Arbeit am Abstract

Jeder gute Kurzabriss leitet von der Fragestellung zu den Thesen über. Auch Dein methodisches Vorgehen und die Resultate gehören hinein. Optimale Zusammenfassungen sind vollständig, verständlich, objektiv und genau. Beim Schreiben darfst Du übrigens auf Zitate und Fußnoten verzichten.

Lass dich vom Begriff nicht verwirren: Obwohl es Abstract heißt, ist ein guter Abriss faktisch statt abstrakt. Entfremde Deine Inhalte darin also nicht wie Künstler die Realität, sondern bewege dich möglichst nahe am Original. Trotzdem solltest du keine Kopien Deiner originalen Formulierung verwenden. Schreibe das Abstract nach Abschluss Deiner Bachelorarbeit stattdessen vollständig neu.

Von wegen Copy-Paste: Kurzabrisse sind keine Kopien

Pass beim Schreiben auf, dass Dein Abriss nicht wie eine Einkaufsliste klingt. Du zählst darin nicht einfach die Kapitel Deiner Bachelorarbeit auf. Jeder Inhalt erhält verhältnismäßig nur so viel Platz, wie ihm dem Resultat nach zusteht.

Du beweist Dich durch den Kurzabriss fasst schon im Umschreiben der Bachelorarbeit – Downsizing ist das Stichwort. Die Reihenfolge des Originals darfst Du dabei insoweit verändern, wie der Text dadurch verständlicher wird. Die Einleitung und der Schluss Deiner Forschung sind die wichtigsten Elemente Deines Abstracts. Was dazwischen liegt, darfst Du am ehesten weglassen.

Wie auf Twitter: Viel Info in wenigen Zeichen

Das Abstract ist so etwas wie die Twitter-Nachricht der Wissenschaft. Du lieferst darin in wenigen Zeichen volle Information. Typischerweise umfassen Kurzabrisse zwischen 1.000 und 1.500 Zeichen. Zur genauen Zahl fragst Du am besten trotzdem nochmal bei Deinem Dozenten nach. Je weniger Inhalt Deine Arbeit hat, desto weniger Zeichen hat im Normalfall auch die Zusammenfassung.

Behandle das Ergebnis Deiner Arbeit im Abstract zudem bloß nicht wie den Mordfall einer Krimiserie. Inhaltlich gilt: Bloß keine Spannung was Deine Resultate betrifft. Das Ergebnis Deiner Forschung soll so klar wie möglich aus dem Abriss hervorgehen. Dabei Vorsicht vor Bewertungen: Lass den Leser lieber selbst interpretieren.

Fazit: Erst die Arbeit, dann das Abstract

Die Auswahl der wichtigsten Information ist das Schwierigste am Abstract. Zur eigenen Uniarbeit weißt du einfach zu viel. Je mehr Zeit zwischen Arbeit und Abstract liegt, desto mehr Abstand hast Du aber. Woran Du Dich dann noch erinnerst, hat einen Platz verdient. Wichtig ist, dass Dein Abstract auch für Menschen ohne Themenbezug nicht nach einem Rätsel klingt. Du hast noch Fragen zum Abstract?

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