Einwanderer – mit guten Sprachkenntnissen zum beruflichen und sozialen Erfolg

Sprachen lernen

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Dank der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Bürger aus anderen EU-Mitgliedsstaaten, kann die heimische Wirtschaft inzwischen endlich gelassener dem demographischen Wandel entgegenblicken.

So helfen die ausländischen Fachkräfte beispielsweise dabei, den maroden Pflegesektor besser abzustützen und entlasten hierzulande das überforderte Pflegepersonal. Doch auch in anderen Bereichen sind, die gut ausgebildeten Arbeitskräfte aus dem Ausland gerne gesehen, weshalb es augenscheinlich nur ein Hindernis gibt, welches die Zusammenarbeit zumindest am Anfang etwas erschweren könnte: Die Sprache.

Learning by doing – Großstädte als interaktive Sprachschule

‘Deutsche Sprache, schwere Sprache? “Nicht mit uns”, rufen schon momentan viele Sprachschulen den neuen Einwanderern zu und bieten neben ihrem Fremdsprachenrepertoire immer öfter auch Deutschkurse für Ausländer an. Dabei sollten die Neuankömmlinge am besten einen Deutschkurs in München oder einer ähnlich großen Stadt in der Bundesrepublik absolvieren.

Die Ballungszentren Deutschlands spielen beim Erlernen der deutschen Sprache nämlich eine wichtige Rolle, bilden sie doch nicht nur den Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens, sondern auch eine ideale Plattform für die Verständigung zwischen den Kulturen. Für Menschen, die sich in diesem Land noch nicht so richtig auskennen, sind Hauptstädte deshalb immer eine Art kulturelle Orientierungshilfe, in der neue Sprachkenntnisse zum einen erlernt, zum anderen aber auch gleich praktisch angewandt werden können. Hier ein kleiner Überblick zu den einfachsten Möglichkeiten, das gelernte Sprachwissen anzuwenden:

  • Ämter und Behörden: Am Anfang des Aufbaus einer Existenz im Ausland stehen zunächst einmal allerlei behördliche Formalitäten. Doch nicht nur die Bürokratie sollte beim Besuch der Ämter im Vordergrund stehen. Das hier ansässige Personal ist geschult im Umgang mit Einwanderern und nimmt sich mitunter auch gerne Zeit, bestimmte Dinge ausführlicher zu erklären. Durch aufmerksames Zuhören können dabei einige wichtige Sprachgrundlagen übernommen werden, die späteren Gesprächen mit anderen Menschen zu Gute kommen.
  • Einkaufen: Die Bezeichnungen für Gebrauchsartikel, Obstsorten, Gemüse und Lebensmittel prägen sich erfahrungsgemäß am schnellsten ein. Zudem ist der Gang in den Supermarkt etwas alltägliches für jede Person, was das Sprachtraining immens beschleunigen kann. Des Weiteren kann hier der Umgang mit Zahlen anhand der Landeswährung, Preisen und Gewichtsangaben nahezu spielend geübt werden.
  • Öffentliche Veranstaltungen: Bei einem Großstadtevent, wie zum Beispiel einem Weihnachtsmarkt, Straßenfest, aber auch bei Vorträgen und Vorlesungen spielt Kommunikation immer eine wichtige Rolle. Sich hier einzubringen, fördert neben der Sprachfähigkeit auch die sozialen Kontakte in der neuen Heimat.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Ob nun ein kurzer Informationsaustausch mit dem Busfahrer, ein Plausch unter Fahrgästen oder mit dem Zugschaffner – öffentliche Verkehrsmittel bieten eine wunderbare Option zum Trainieren der Sprache. Das schöne daran ist, dass man hierbei sogar einiges über die Region selbst, ihre Sehenswürdigkeiten und interessante Orte in der Umgebung erfahren kann.

Ein Geben und Nehmen – deutsche Muttersprachler in sprachlicher Verantwortung

Mit Blick auf die Unterstützung, die ausländische Fachkräfte künftig in unserem Land leisten, sollte manch ein Einheimischer sich mitunter etwas gastfreundlicher und hilfsbereiter zeigen. Die derzeitige Debatte um ‘Armutszuwanderer’ und ‘Sozialtouristen’ zeigt in diesem Zusammenhang, wie es eben nicht laufen darf.

Sicher gibt es immer Berührungsängste, wenn zwei Menschen unterschiedlicher Herkunft aufeinander treffen. Durch das Geben der ein oder anderen Hilfestellung beim Fußfassen, ist jedoch noch keinem ein Zacken aus der Krone gefallen. Sollten Sie auf der Straße also einem offensichtlich desorientierten und sprachlich überforderten Mitbürger mit Migrationshintergrund begegnen, lassen Sie ihn bitte nicht im Regen stehen, sondern verwickeln sie ihn ruhig in ein Gespräch, um ihm

  1. die Möglichkeit zu geben, sich auszudrücken und sprachlich weiter zu bilden und
  2. die Kontaktaufnahme zur einheimischen Bevölkerung zu erleichtern.

Viele gesellschaftliche Integrationsprobleme scheiterten in der Vergangenheit nämlich auch daran, dass die Neuankömmlinge sich schlichtweg nicht angenommen fühlten und deshalb unter sich blieben. Tragen Sie als Vertreter der Bundesrepublik daher Ihrerseits zu einer erfolgreichen Integrationspolitik bei und werden Sie ruhig auch mal zum Sprachbotschafter in privater Mission!

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