Wunderpflanze Hanf?

Wunderpflanze Hanf?Hanf ist die älteste Nutzpflanze der Welt und wurde bereits vor 12.000 Jahren in China und Persien angebaut. Heute ist die Pflanze mit dem botanischen Namen Cannabis wieder in aller Munde. Dabei unterscheidet man zwischen den Rausch auslösenden Substanzen aus der Blüte der weiblichen Hanfpflanze und den für die Produktion von Speiseölen, Textilien und Kosmetika verwendeten Samen und Pflanzenfasern.

Der berauschende Wirkstoff THC ist in den aus Cannabis Samen hergestellten Ölen nicht enthalten. Hanf ist also nicht automatisch gleichbedeutend mit Haschisch oder Marihuana, die zum Beispiel im Bong geraucht werden. Heutzutage hat man die vielseitigen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze wieder neu entdeckt. Hanföl zum Beispiel kannst du in fast jedem gut sortierten Supermarkt oder im Reformhaus kaufen. Stecklinge für den Eigenanbau findest Du hier – Bong kaufen.

Feinstes Speiseöl und wirkungsvolle Kosmetik aus Hanf

Du kannst Hanf tatsächlich als Superfood bezeichnen. Es enthält nicht nur jede Menge essentieller Aminosäuren und Fettsäuren, sondern auch das seltene Protein Globulin Edestin. Da Hanföl 3 Mal so viele Omega-6-Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren enthält, kann es mit hochwertigen Fischölen mithalten und ist deshalb auf den Speiseplänen von Veganern und Vegetariern eine interessante Alternative. Es wirkt vorbeugend bei Herzerkrankungen und Bluthochdruck und soll sogar Krebs verhindern. Und Feinschmecker bestätigen: Das aus dem Hanf gewonnene Speiseöl schmeckt zudem fein nussig mit einer zarten Kräuternote. Empfohlen wird eine Portion von 1-2 Esslöffeln täglich.

Aber auch äußerlich angewendet entfaltet Hanföl seine ausgesprochen positive Wirkung. Haut und Haare werden durch die regelmäßige Einnahme von Hanföl positiv beeinflusst.
Deine Haut absorbiert das Pflegeöl schnell und wird langanhaltend mit Feuchtigkeit versorgt. Das Öl wirkt tief in den Zellen und nährt, reinigt und entgiftet deine Haut, ohne die Poren zu verstopfen. Bei Neurodermitis und Ekzemen können kosmetische Produkte aus Hanf beruhigen und Juckreiz stillen.

Hanf als vielseitige Nutzpflanze der Industrie

Cannabis wird nicht nur im Bong geraucht. Es wird traditionell weltweit zur Herstellung von Fasern angebaut, denn die Fasern aus der schnell wachsenden Stecklingen der unempfindlichen Hanfpflanze sind vielseitig einsetzbar. Hanf besitzt besonders reißfeste und langstapelige Fasern und ähnelt darin der Mako-Baumwolle. Besitzt du bereits eine Hanf- Jeans? Die aus Hanfstoff gewebten Textilien kühlen wunderbar auf der Haut, sind antiallergisch und haben einen feinen Glanz. Kein Wunder, dass Textilien aus Hanf besonders gern von ökologisch nachhaltigen Unternehmen in die Kollektionen aufgenommen werden. Faserhanf wird aber auch in anderen Branchen erfolgreich eingesetzt wie beispielsweise in der Papierindustrie und beim Häuserbau. Hier kommt er zum Beispiel in der Wärmedämmung oder Isolierverputzung für Niedrigenergiehäuser zum Einsatz.

Cannabis als Arzneimittel auf Rezept

Darauf haben viele schwer kranke Menschen lange gewartet: Auf Kassenrezept können Patienten seit dem 10. März 2017 Medizinal-Cannabisblüten oder Cannabisextrakt in der Apotheke erhalten. Die Inhaltsstoffe Delta-9-Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol werden als Kapseln oder in Tropfenform angeboten. Die Dosierung löst hierbei keinen Rausch aus, sondern vermindert zum Beispiel bei Krebspatienten während einer Chemotherapie die Übelkeit und verringert den Bedarf an Schmerzmitteln bei chronisch Erkrankten.

Die Nervenschmerzen bei Multipler Sklerose sollen ebenfalls gemindert werden können.
Noch sind die Einsatzmöglichkeiten der Hanfpflanze nicht vollständig erforscht. Bei den vielen positiven Eigenschaften könnte man fast meinen, Hanf sei eine Wunderpflanze. Tatsächlich scheint der Höhenflug der Hanfpflanze noch nicht beendet zu sein und du darfst gespannt sein, welche Hanf-Produkte als nächstes auf den Markt kommen werden.

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