Ab 1. Juli 2013 droht erhebliche Mehrbelastung für Selbständige

Das Rentenministerium plant für alle Selbständigen ab nächstem Jahr ein besonderes “Geschenk” – für sich und das deutsche Versicherungswesen:

Unter dem Motto “Lebensleistung belohnen” sollen Selbständige monatliche Mindestbeiträge in die staatliche Rentenversicherung zahlen oder in unflexible Privatrenten gezwungen werden. Sie führen zu Mehrbelastungen von mehreren hundert Euro im Monat – nicht als prozentuale Abschläge vom Einkommen, sondern als feste Pauschalen. Für viele Selbstständige können sie das Aus bedeuten.

Anders als bei Arbeitsnehmern, steigen die Mindestbeiträge für die Basissicherung bis zu einer bestimmten Grenze nicht prozentual mit dem Einkommen. Man zahlt also nicht weniger, nur weil man weniger verdient. Im Gegenteil, wer bereits privat über genügend hohe Rücklagen für die Basisalterssicherung verfügt, braucht als Selbständiger auch zukünftig keine Beiträge entrichten: z.B. Ärzte, Anwälte, Apotheker.

Dagegen trifft es Selbständige in prekären und unsteten Verhältnissen besonders, die sich diese Basissicherung bisher nicht leisten konnten. Sie dürfen künftig hohe monatliche Mindestbeiträge aufbringen. Je ärmer, desto mehr zahlen sie prozentual. Von der Untergrenze von 400 Euro, die von der Pflicht befreit, kann kein Selbstständiger leben.

Eine Petition möchte das ändern – “Keine Rentenversicherungspflicht für Selbständige”. Die Petition läuft noch bis zum 22.5.2012.

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