Aufgaben und Ausbildung eines Dolmetschers

Die Aufgaben eines Dolmetschers sind breit gefächert und betreffen nicht nur allein die Übersetzung. Er muss die Sprachen, für die er als Dolmetscher zur Verfügung steht, neben den Sprachen, in die er übersetzt, perfekt beherrschen und dabei auch konstant auf dem Laufenden bleiben, was aktuelle Sprachentwicklungen angeht.

Ein Dolmetscher übersetzt eine Ausgangssprache, im Gegensatz zum Übersetzer, mündlich oder mittels Gebärdensprache in eine andere (Ziel-)Sprache. Durch einen Dolmetscher können sprachliche Barrieren überwunden, wie sie z.B. bei Verhandlungen zwischen Geschäftspartnern, vor Gericht, bei Kongressen oder Tagungen vorkommen.

Außerdem wird vorausgessetzt, dass er in der Lage ist, problemlos die entsprechenden technischen Anlagen zu bedienen, die seine Übersetzung zum richtigen Adressaten übertragen, d.h. auch Kenntnisse zur Beschallungstechnik sind gefragt.

Weiterhin muss seine Konzentrationsfähigkeit ausgeprägt sein, insbesondere beim Simultandolmetschen. Hier erfolgt das Dolmetschen gleichzeitig mit dem Sprechen, ohne dass der Dolmetscher eine Atem- oder Überlegungspause hat.

Letztendlich sollte er, um erfolgreich zu arbeiten, über genügend soziales und psychologisches Geschick verfügen. Das benötigt er, um auf alle beteiligte Personen einzugehen und notfalls auch zu vermitteln.

BerufsausbildungAusbildung zum Dolmetscher

In einer Dolmetscher-Ausbildung lernen die Auszubildenden, wie sie vorliegende Fachtexte und Fachthemen fachlich richtig analysieren, um eine zielgruppenorientierte Übersetzung erstellen zu können. Vorteilhaft dabei ist, wenn sie dabei eine tiefgründige Sachkenntnis und das entsprechende Einfühlungsvermögen in die Textzusammenhänge vorweisen können.

In der Dolmetscherausbildung werden i.d.R. grundlegende Kenntnisse in Wirtschaft, Vertragsrecht oder Rech- nungswesen vermittelt, damit die Fachtexte adäquat übersetzt werden können. Außerdem werden interkulturelle Kompetenzen vermittelt, die für die Tätigkeit als Dolmetscher überlebensnotwendig sind, kommen die Gesprächspartner doch aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen.

Charakterliche Eigenschaften des Auszubildenden, wie Kommunikationsfähigkeit, Flexibilität und Sorgfalt, können in der Ausbildungszeit nicht ausreichend vermittelt werden. Deshalb müssen diese schon vorher vorhanden sein.

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