Das erwartet Sie bei einer Ausbildung zum Erzieher

Mit zu den beliebten Weiterbildungen und Umschulungen gehört die Ausbildung zum Erzieher. Die Berufsgruppe der Erzieher gehört ebenso wie die der Schulpädagogen bzw. Lehrer zu den gefragtesten überhaupt im sozialen Bereich, gleich hinter Pflegefachkräften.

Erzieher betreuen Kinder und Jugendliche über eine lange Zeit hinweg und gestalten damit direkt ihre Zukunft. Die pädagogische Tätigkeit seitens des Kindes ist jedoch nur eine von vielen Aufgaben, die ein Erzieher erfüllt.

Welche Aufgaben ein Erzieher hat, wie die Ausbildung zum Erzieher abläuft und wie sich das Berufsbild in Zukunft entwickeln wird, gibt es nachfolgend im Text.

Die Ausbildung zum Erzieher: Abwechslungsreich und praxisnah

Anders als bei vielen anderen Ausbildungen im sozialen oder geisteswissenschaftlichen Bereich, ist die Ausbildung zum Erzieher sehr praxisnah und umso zugänglicher. Die Theorie, die durch Fächer wie Kunst, Basteln, Inklusion von Kindern mit Behinderung, Erziehungstheorien, Pädagogik, Kinder- und Jugendliteratur, Ernährung, Gesundheitserziehung, Bewegungs- und Sportspiele sowie viele weitere vermittelt wird, kann im Rahmen der Ausbildung in der Praxis umgesetzt werden. Neben diesen fachspezifischen Fächern gibt es noch allgemeinbildende, deren Rolle immer wichtiger wird. Dazu zählen Ethik, Deutsch, Englisch und Sozialkunde.

Voraussetzungen für die Erzieherausbildung

Vor dem freudigen Start in die abwechslungsreiche Ausbildung müssen sich Interessenten jedoch darüber bewusst sein, dass gewisse bildungsspezifische Voraussetzungen mitgebracht werden müssen. Dazu zählt zunächst einmal die allgemeine Immunität gegenüber hohen Stressfaktoren, bedingt durch die Kinder, die teils über einen ganzen Tag hinweg zur Betreuung unterstellt sind. Spaß an der Arbeit mit Kindern, Verantwortungsbewusstsein, Kreativität, Empathie und Offenheit sind weitere Attribute, die Interessenten haben sollten.

Neben diesen persönlichen Eigenschaften ist es wichtig, einen bestimmten Bildungsgrad erreicht zu haben. Die Mittlere Reife ist hier das Maß der Dinge, höhere Grade sind natürlich ebenfalls möglich. Mit einer Mittleren Reife kann der Einstieg in die Ausbildung als Erzieher ohne weiteres beginnen. Wer hingegen einen Hauptschulabschluss oder einen noch niedrigeren Bildungsgrad hat, der muss eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem entsprechenden Bereich mitbringen, wobei die genauen Voraussetzungen vom Bundesland abhängen. Grundsätzlich zählen zu den möglichen Ausbildungen:

  • Mehrjährige Praxiserfahrung bei beliebiger Ausbildung
  • Pflegerische oder gesundheitliche Ausbildung
  • Ausbildung als Kinderpfleger/in

Die Arbeit als Erzieher jetzt und in Zukunft

Erzieher haben primär natürlich die Aufgabe, sich um die Entwicklung der Kinder bzw. Jugendlichen zu kümmern. Doch deren Beschäftigung und Betreuung ist nur ein Teil des tatsächlichen Aufgabenbereichs. So übernimmt ein Erzieher auch die Funktion eines Mediators. Dies dient beispielsweise der Konfliktbewältigung innerhalb familiärer Strukturen, die von allen möglichen Einflüssen und Situationen geprägt sind. Man denke nur an die unterschiedlichen möglichen Familienkonstellationen, die Familiengeschichte, die Herkunft, den Wohnort, die Religion und viele weiteren Variablen, die hier zusammenkommen.

Vor all diesem Hintergrund ist es die zentrale Aufgabe des Erziehers, Toleranz zu lehren, gleichzeitig jedoch gesellschaftliche Werte zu vermitteln und erziehend einzugreifen. Zudem bereitet ein Erzieher durch die Beschäftigung der Kinder und Jugendlichen dieselben auf ihre Zukunft in Familie, Alltag und Beruf vor. Gerade vor diesem Hintergrund gibt es Bestrebungen, Digitales und Technik schon im Kindergarten zu zeigen und interaktive Beschäftigungen damit zu entwickeln.

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