Ausbildung zum Journalisten – Vorteile einer Journalistenschule

Auch wenn der Journalist ein vergleichsweise alter Beruf ist, der bereits auf den Beginn des 17. Jahrhunderts zurückgeht, als in Straßburg und Antwerpen die ersten Zeitungen gedruckt wurden, erfreut sich dieses Berufsfeld auch heutzutage noch ungebrochener Beliebtheit. Laut den Zahlen des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) waren im Jahr 2012 allein in Deutschland rund 72.500 Menschen hauptberuflich als Journalisten tätig. Bedingt durch die Ausbreitung des Internets haben sich die Möglichkeiten und Chancen dieses Berufs zunehmend erweitert. Zugleich bringen diese Differenzierungen im Berufsbild des Journalisten zunehmend Schwierigkeiten im Hinblick auf eine adäquate Ausbildung mit sich.

Zugang zum Journalismus nicht staatlich geregelt

Grundsätzlich sind zwar per Gesetz keine Ausbildungswege vorgeschrieben, da laut Artikel 5 des Grundgesetzes jeder Bürger seine Meinung frei äußern und verbreiten darf – und zwar in Wort, Schrift und Bild. Allerdings sollten Journalisten über eine Reihe von Fertigkeiten und Kenntnissen verfügen, die nur im Rahmen einer qualifizierten Ausbildung vermittelt werden können. Dementsprechend haben sich in Deutschland bestimmte Ausbildungsstandards etabliert. So haben laut einer Untersuchung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger etwa 70 Prozent der Berufsanfänger, die bei einer deutschen Zeitung einsteigen, ein Hochschulstudium abgeschlossen. Neben einem Hochschulstudium, beispielsweise in Journalistik, Publizistik oder Medienwissenschaft, und dem klassischen Volontariat besteht auch die Möglichkeit, eine Journalistenschule wie die Axel-Springer-Akademie zu besuchen.

Journalistenschulen – Verbindung von Theorie und Praxis

Im Gegensatz zu einem Volontariat oder Hochschulstudium, bei denen der Fokus vorrangig auf dem praktischen beziehungsweise theoretischen Part liegt, wird in einer Journalistenschule dank der schulischen Lernumgebung ein ideales Verhältnis von Praxis und Theorie geschaffen.

Grundsätzlich handelt es sich um Ausbildungsstätten speziell für Journalisten, in denen den Nachwuchsreportern das journalistische Handwerk von Grund auf beigebracht wird. Sie sind vergleichbar mit den im handwerklichen Bereich verbreiteten Lernwerkstätten oder den im kaufmännischen Bereich etablierten Übungsfirmen. Damit liegt auch der entscheidende Vorteil gegenüber einem Hochschulstudium oder einem Volontariat klar auf der Hand: Die angehenden Journalisten erhalten eine Ausbildung, die ein optimales Verhältnis zwischen journalistischem Handwerk und journalistischer Theorie aufweist. Es wird so viel Theorie vermittelt wie nötig und so viel Praxiserfahrung gesammelt wie möglich.

Ein weiterer Vorteil, der für den Besuch einer Journalistenschule spricht, ist das hohe Renommee der meisten Institutionen. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die in der Regel weit gefächerten Lehrinhalte, die sehr guten Dozenten und die erfolgreichen Absolventen. Zudem verfügt eine Vielzahl der Journalistenschulen über Qualitätszertifikate, beispielsweise nach ISO 29990 oder ISO 9001.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.