Ausbildungsideen für kommunikative Schulabsolventen

Wenn das finale Schuljahr sich dem Ende neigt, suchen deutschlandweit jedes Jahr Tausende Schulabsolventen nach dem passenden Ausbildungsberuf. Entscheidend bei der Wahl der Branche und des Jobs sind nicht nur die Schulnoten, sondern vor allem die persönlichen Fähigkeiten. Jemand, der handwerklich wenig begabt ist, sollte schließlich nicht unbedingt Mechaniker werden. Immer wichtiger werden die sogenannten Soft Skills, allen voran die Fähigkeit, zielführend und selbstbewusst zu kommunizieren. Wer hier brilliert, kann rasch die eine oder andere schlechte Note vergessen machen.

Kommunikative Fähigkeiten als wichtiger Soft Skills sehr gefragt

Es ist bekannt, dass in einem Vorstellungsgespräch eine selbstbewusste Körpersprache, aber auch ein flüssiger und sympathischer verbaler Auftritt die Chancen erheblich steigern, den begehrten Job zu bekommen. Doch benötigt man diese kommunikative Fähigkeit auch darüber hinaus? In vielen Berufen lautet die Antwort ganz klar: ja! Vor allem jene, die Umgang mit Kunden haben, arbeiten viel mit Sprache und Kommunikation, auch wenn ihnen das vielleicht gar nicht so bewusst ist. Dabei kommt es aber nicht nur darauf an, dass das Gesagte inhaltlich richtig ist, sondern vor allem um das „Wie“. Wer rhetorisch kompetent ist, dabei sein Gegenüber gut interpretieren und überzeugen kann und zudem schlagfertig und verhandlungssicher ist, kann es weit bringen. Vielen Arbeitgebern sind nämlich kommunikative Kompetenzen viel wichtiger als eine 4 in Physik.

Für Verkaufstalente: Kaufmann/Kauffrau

Vor allem im Einzelhandel, aber auch in vielen anderen kaufmännischen Berufen dominiert die Kommunikationsfähigkeit als Schlüsselkompetenz. Es geht nämlich meist darum, Kunden von einem Produkt oder einer Dienstleistung zu überzeugen. Ein kommunikativer Mensch schafft es bisweilen, sogar bei einem mittelmäßigen Produkt einen Bedarf zu wecken, indem er dem Interessenten gut zuhört und ihn argumentativ, aber auch emotional zum Kauf zu bewegen versucht. Ähnliches gilt auch bei einer Ausbildung im Dialogmarketing, bei der es nicht nur um das Verkaufen, sondern auch weitere Services oder sogar die Beschwichtigung eines verärgerten Kunden geht. Wer sympathisch, selbstbewusst und stets freundlich zu kommunizieren versteht, kann in diesen Bereichen schnell sein Glück und die Anerkennung der Chefs finden.

Für Einfühlsame: Soziale Berufe

In den sozialen Berufen finden kommunikative Fähigkeiten eine ganz andere Anwendung. Hier geht es vor allem ums Mitteilen und Verstehen, also die empathisch-emotionale Ebene der Kommunikation. Wenn Menschen mit spezifischen Problemen Hilfe bekommen, dann erwarten sie vor allem Einfühlungsvermögen und Verständnis, aber auch Führung und klare Hilfestellungen. Schulabgänger, die diese Fähigkeiten mitbringen, sind in den sozialen Berufen oft gut aufgehoben. Als Beispiel eignet sich der Beruf des Sozialarbeiters oder Street Workers. Dieser muss auf die Bürger zugehen und aktiv seine Hilfe anbieten. Dies gelingt nur durch selbstbewusste, aber eben auch sympathische und unverstellte Kommunikation.

Für Lehrende: Pädagogische Berufe

Den sozialen Berufen ähnlich, aber doch mit anderer Zielsetzung, sind die pädagogischen Berufe ebenfalls eine Berufsgruppe mit hohen kommunikativen Anforderungen. Zwar sollten auch Erzieher und Lehrkräfte verständnisvoll und einfühlsam sein, doch der Fokus liegt klar auf der Vermittlung von Wissen oder Fähigkeiten. Diese so zu kommunizieren, dass die Angesprochenen es auch verstehen und umsetzen, ist die große kommunikative Kunst der Pädagogik. Das gilt umso mehr, wenn die Angesprochenen selbst nicht über vergleichbare Kommunikationsfähigkeiten verfügen. Kindergartenkinder etwa kommunizieren ganz anders als Erwachsene. Dies zu verstehen und für die eigene Sprache zu antizipieren, kann eine große kommunikative Herausforderung sein.

Für Trendsetter: Marketing und Werbung

In der Marketingbranche wird vielleicht am meisten geredet, bisweilen auch geschwafelt. Doch im Zentrum der kreativen Prozesse, die gute Werbung ausmachen, stehen immer kommunikative Bausteine – sei es gesprochen, bildlich dargestellt oder geschrieben. Als Auszubildende/r in einem Marketingberuf kann man seine Kommunikationsfähigkeit auf sehr vielen Wegen einbringen. Sowohl im Gespräch mit Kunden – analog zum kaufmännischen Berufsfeld – als auch bei der Gestaltung des Endprodukts ist Kommunikation das A und O.

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