Ausbildungsstellen Handwerk (IHK-Berufe) – mangelnder Nachwuchs?

Gute Zeiten für eine Ausbildung im Handwerksberuf

Schulabgänger 2014 und diejenigen, die jetzt bereits auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, sehen goldenen Zeiten entgegen. Noch nie sah in Deutschland die Arbeitsmarktsituation für Auszubildende so rosig aus, wie derzeit. Insbesondere Handwerksberufe bieten gute Möglichkeiten für eine Zukunft, die Sicherheit und einen festen Arbeitsplatz verspricht. Mit einer reichhaltigen Auswahl an Handwerksberufen sind die Chancen groß den Traumberuf zu erlernen.

Mangelnder Nachwuchs für Ausbildungsplätze

Im Jahr 2013 wurden nur knapp über 550.000 Verträge für Ausbildungsstellen abgeschlossen. Das bedeutet einen Rückgang seit 2005 von über 19 Prozent, welches sich speziell im Jahr 2013 bemerkbar machte. Somit sind zahlreiche Ausbildungsstellen verfügbar, die nicht besetzt sind. Zurückzuführen ist dies auf die sinkende Konjunktur zum Ende 2012, aber auch auf den Bewerberrückgang aufgrund der schwachen Geburtsraten der Jahrgänge 1987 bis 1997. Je nach Berufswahl im Bereich Handwerk, sind Stellen zwar mehr oder weniger besser besetzt, weisen aber trotzdem ein hohes Potenzial an freien Plätzen auf. Positiv wird vermerkt, dass sich vermehrt junge Frauen in die Handwerksberufe trauen, die einst lediglich Männern vorbehalten waren. Dazu gehören beispielsweise Berufe im Bereich Kraftfahrzeuge oder auch der Schlosserei oder der Mechanik. In der Baubranche hingegen, wie Dachdecker oder Zimmerer, zeigt sich der Nachwuchsmangel immens.

Freie Ausbildungsstellen suchen und finden

Das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten eine Ausbildungsstelle im Handwerk zu finden. Ob in Jobbörsen oder in privaten Stellenanzeigen, immer mehr Unternehmen schreiben verfügbare Ausbildungsplätze online aus. Wer in nächster Umgebung keine Angebote über Ausbildungsplätze im Handwerk findet, sollte seine Suche auch auf andere Gebiete ausweiten. Vor allem Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg besitzen ein hohes Kontingent an verfügbaren Ausbildungsplätzen im Handwerk, ebenso wie Ostdeutschland. Ein guter Tipp ist es auch, direkt bei den Unternehmen anzurufen. Wer hier vor allem regional etwas Passendes finden möchte, kann sich bei großen Branchenportalen umschauen und sich dort direkt Nummer, Webseite und Ansprechpartner heraussuchen.

Berufsbeispiele und Verdienstmöglichkeiten

Wer eine Ausbildung zum Schreiner macht, dem steht nach abgeschlossener Berufsausbildung ein Tariflohn von mindestens 13 Euro pro Stunde zu. Als Elektronikinstallateur hängt der Verdienst nach der Ausbildung von der jeweiligen Fachrichtung ab. In der Automatisierungstechnik zum Beispiel liegt das durchschnittliche Gehalt bei 2.021 Euro, während in der Energie- und Gebäudetechnik mit einem durchschnittlichen Verdienst von 1.653 Euro zu rechnen ist. Mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.600 Euro und 2.200 Euro, beziehungsweise mindestens 12 Euro pro Stunde, werden Maler und Lackierer vergütet. Abweichungen dieser Gehälter sind für Ostdeutschland möglich. (Mehr zum Thema Gehalt und Vergütungsmöglichkeiten könnt ihr hier nachlesen)

Traumberuf finden mit der passenden Ausbildung

Wer Spaß an einem handwerklichen Beruf hat, sollte den perfekten Zeitpunkt nun nutzen, um sich Gedanken über die berufliche Zukunft zu machen. Dank der zahlreichen offenen Ausbildungsplätze im Handwerksbereich stehen zukünftigen Auszubildenden alle Türen offen, ihren Traumberuf erlernen zu können. Durch den Mangel an Nachwuchs besteht oftmals die Chance, nach der Ausbildung den Verdienst frei zu vereinbaren und sich nicht mit einem Mindestlohn zufrieden geben zu müssen. Somit bietet das Handwerk Perspektiven, die eine berufliche Sicherheit langfristig gewährleisten.

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