Auslandsaufenthalt als Au-pair: Keine falschen Vorstellungen machen

Auslandsaufenthalt als Au-pairAuf keine andere Weise können sich Menschen so sehr weiterbilden, als bei einem Aufenthalt als Au-pair. In einem fremden Land muss der Reisende lernen, für andere Menschen zu sorgen. Auf diese Weise kann der Lernende viele Eigenschaften erlernen, die ihm im Leben und Beruf weiterhelfen können.

Helfen können Menschen immer. Die Frage ist lediglich, wo diese Hilfe benötigt ist. Doch auch dabei handelt es sich um eine rhetorische Frage, schließlich wird Hilfe überall auf der Welt benötigt. Wer helfen möchte, der hat auf sprachreisen.de die Möglichkeit, sich als Au-pair in beliebten Ländern wie den USA, Australien, Neuseeland oder anderen Ländern Europas zu bewerben. Als Au-pair in diesen Ländern hat man nicht nur die Möglichkeit, das Land und seine Bewohner aus nächster Nähe kennenzulernen, sondern sich selbst als Mensch weiterzuentwickeln.

Probleme von Anfang an vermeiden

Ein Fall aus dem vergangenen Jahr (rp-online.de berichtet) zeigt, dass es weder Au-pairs noch Gastfamilien einfach haben. Eine Familie aus Düsseldorf hatte ein US-amerikanisches Au-pair-Mädchen eingeladen. Während die deutsche Familie im Urlaub war, lud das Au-pair kurzerhand Freunde zur Party im Haus der Gastfamilie ein. Die Party eskalierte und musste von der Polizei beendet werden.

Laut Gisela Prühs vom Verein für internationale Jugendarbeit gibt es immer wieder Mal Probleme mit Au-pairs, jedoch sind Fälle wie der genannte eher Ausnahmen. Meist stimmt einfach die Chemie zwischen beiden Seiten nicht oder aber es herrschen falsche Vorstellungen.

Für Au-pairs gilt, sich von Anfang an auf die Situation im neuen Land einzustellen. Häufig müssen sie mehr als nur ein Kind betreuen – das kann für Einzelkinder, die nicht mit Geschwistern zu tun hatten, schwierig sein. Auf der anderen Seite muss Au-pairs klar sein, dass es sich nicht um einen Urlaub im Ausland handelt. Vielmehr sollten sie sich das Abenteuer so sehen, als würden sie für befristete Zeit eine neue Familie haben. In dieser Familie müssen sie bestimmte Aufgaben erledigen und Verantwortung tragen.

Spaß sollte natürlich nicht zu kurz kommen, genauso wenig wie Weiterbildung. Die Gastfamilie wird sich darum bemühen, dem Au-pair alles zu bieten, was ihnen in ihrer Macht steht. Ein Au-pair hat seine gewisse Freizeit, könnte aber auch die Möglichkeit erhalten, sich weiterzubilden, zum Beispiel im Rahmen eines Sprachkurses.

Wie der Tagesablauf eines Au-pairs aussehen kann

Wenn junge Menschen von Au-pairs hören, scheinen sie diese sehr wichtige Aufgabe, die einen guten Umgang mit Menschen und viel Vertrauen erfordert, als eine Möglichkeit zu sehen, Urlaub zu machen und nebenbei Geld zu verdienen. Dabei sind Au-pairs junge Menschen, die für einige Monate oder Jahre Teil einer fremden Familie werden und dabei verschiedene Aufgaben übernehmen.

Der Arbeitstag des Au-pairs unterscheidet sich im Grunde nicht großartig von dem eines Otto-Normalverbrauchers: Morgens früh aufstehen, Frühstück zubereiten und mit der Familie essen. Je nach Arrangements mit der Familie, bringt man den Nachwuchs in die Schule und kehrt zurück. Bis man die Kleinen von der Schule abholen muss, kümmert sich der Au-pair um klassische Aufgaben, die in einem Haus anfallen:

  • Geschirr spülen
  • staubsaugen
  • abstauben
  • kochen
  • etc.

Sobald der Nachwuchs wieder zu Hause ist und zu Mittag gegessen hat, kümmert sich der Au-pair darum, dass er seine Hausaufgaben macht und bietet, wenn nötig, Hilfe dazu an.

Bis zum Abend werden weitere Aufgaben rund um den Haushalt erledigt, bis man schließlich das Abendessen kocht, die Kinder badet und sie ins Bett bringt.

Bei dem beschriebenen Ablauf handelt es sich natürlich um ein mögliches Szenario, welches von Gastfamilie zu Gastfamilie unterschiedlich ausfallen kann. Jede Familie hat seine eigenen Rituale und Ansprüche an ein Au-pair. Dennoch geben sie einen guten Einblick in die Welt der Au-pairs und was Interessierte erwarten könnte. Wichtig ist, zu erkennen, dass jeden Tag gewisse Aufgaben zu erledigen sind und es sich nicht um einen erholsamen Urlaub handelt.

Welche Kosten anfallen und übernommen werden

Welche Kosten anfallen beziehungsweise übernommen werden, hängt vom gewählten Gastland ab. Au-pairs, die sich für die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) entscheiden, haben in der Regel den Vorteil, dass ihre Gastfamilie die Anreisekosten teilweise oder komplett übernimmt. Wer hingegen Down Under (nach Australien) reist, muss diese Kosten meist selbst übernehmen.

Unterschiede gibt es auch beim Taschengeld. Au-pairs arbeiten in Australien etwa 25 bis 40 Stunden pro Woche und erhalten dafür zwischen 200 und 250 australische Dollar (AU$). In den USA arbeiten Au-pairs maximal 45 Stunden und erhalten dafür rund 200 US-Dollar ($).

Au-pairs sollten sich jedoch nicht auf diese Werte verlassen, da es lediglich durchschnittliche Angaben sind, die auf die Erfahrung anderer Au-pairs basieren. Wichtig ist, dass man seine Arbeitszeit, sein Taschengeld und seine Freizeit vertraglich mit der Gastfamilie vereinbart. Die Arbeitszeit sollte im Idealfall zwischen 25 und 30 Stunden liegen. Ein Tag sollte die Gastfamilie dem Au-pair für seine Freizeit zur Verfügung stellen.

Die richtige Vermittlung finden

Au-pairs werden nur schwer auf privatem Wege eine Gastfamilie finden. Das ist auch mit vielen Problemen und Ungewissheiten verbunden. Sicherer ist die Vermittlung durch erfahrene Unternehmen. Doch auch bei der Wahl der Firma ist darauf zu achten, dass diese seriös ist und sich für ihre Au-pairs einsetzt. Als Auswahlkriterien können diverse Gütesiegel wie das RAL-Gütezeichen aber auch die Norm DIN EN 14804 sowie Mitgliedschaft in Verbänden wie FDSV, DFH oder BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. herangezogen werden.

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