Berufsbegleitendes Studium – neben dem Job zur akademischen Qualifikation

WeiterbildungEin Studium muss heute nicht mehr als Präsenzstudium an einer Universität absolviert werden, und es ist auch nicht zwangsläufig ein Vollzeitstudium. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, neben der Ausübung eines Vollzeitberufs, neben der Teilzeitstelle oder während der Elternzeit ein Studium zu absolvieren. Die so erworbenen Abschlüsse sind denen eines traditionellen Präsenzstudiums gegenüber nicht minderwertig, sondern gleich- und zum Teil sogar höherwertig.

Verschiedene Möglichkeiten

Auch an einer Präsenzuniversität ist es möglich, berufsbegleitend zu studieren. Nicht jede, aber doch viele Universitäten und (Fach-) Hochschulen bieten ein Teilzeitstudium für Gasthörer oder eingeschriebene Studierende an. Vorlesungen und Seminare finden in den Abendstunden, am Wochenende oder als Blockseminare statt, so dass Berufstätige teilnehmen können.

Daneben bieten einige Hochschulen und Universitäten (auch Fachhochschulen) online-Studien an. Kurze Seminare, Vortragsreihen, Sprachkurse und ganze Studiengänge können ganz oder zumindest größtenteils über das Internet absolviert werden. Fernakademien und Sprachschulen erweitern das Angebot. Hierbei handelt es sich nicht um ein Fernstudium im eigentlichen Sinne, sondern um ein online-Studium in einem virtuellen Klassenraum.

Ein Fernstudium läuft nur zum Teil über das Internet ab: Materialien werden per Post versandt, Prüfungen können zu Hause bearbeitet und per Post eingesandt werden, oder es gibt kurze Präsenzphasen. Die Betreuung bei einem richtigen Fernstudium findet über alle möglichen Kommunikationskanäle statt und nicht zwangsläufig über das Internet. Trotzdem kommt man auch bei einem Fernstudium nicht ohne Internetanschluss und Computer aus.

Akademische Titel, Aufbaustudiengänge, Weiterbildungen, Wochenendseminare, …

… es ist kompliziert. Je nach Art der berufsbegleitenden Fortbildung, je nach Fachgebiet, Studienaufwand, Akademie oder Hochschule unterscheiden sich natürlich auch die Abschlüsse, die per Abendstudium, Fernstudium oder online-Studium erworben werden können.

Weiterbildungen und einzelne Seminare enden normalerweise mit einem Zertifikat, das entweder staatlich anerkannt ist oder eben nicht. Wie wertvoll das Zertifikat für den Lebenslauf, den Beruf oder den Chef ist, das muss im Einzelfall entschieden werden.

Aufbaustudiengänge setzen einen ersten Studienabschluss voraus: Wer einen Bachelor in einem Studienfach erreicht hat, kann einen Masterkurs zur Spezialisierung machen. Diese Studienabschlüsse sind international anerkannt. Akademische Titel sind etwas schwieriger zu handhaben. Der Bachelor und der Master sind, wie bereits erwähnt, international bekannt, aber Diplom, Magister, Meister und dergleichen sind rein deutsche Titel, die in Forschung, Lehre und Handwerk verwendet werden.

Vor- und Nachteile eines berufsbegleitenden Studiums

Viele Informationen zum berufsbegleitenden Studium, zu möglichen Studiengängen und Weiterbildungen sowie zu Kosten, Zeitaufwand und Organisation finden sich im Internet, zum Beispiel auf der Seite www.fh-studiengang.de.

Der Vorteil eines berufsbegleitenden Studiums liegt auf der Hand: Es wird keine finanziellen Engpässe geben, denn das Gehalt wird weiter gezahlt. Zudem ist die begleitende Praxis in der Berufsausübung wertvoll – Studierende eines Präsenzstudiums erhalten eine rein theoretische Ausbildung.

Allerdings sind auch Nachteile mit einem berufsbegleitenden Studium verbunden. Es braucht viel Disziplin, zugunsten des Studiums auf Hobbys und Freizeit zu verzichten. Ein Fern- oder online-Studium muss größtenteils selbst organisiert werden, das ist nicht jedermanns Sache. Und wenn tatsächlich Präsenzzeiten vorgesehen sind, dann muss eine entsprechende Reise organisiert und Urlaub beantragt werden. Letztendlich sind mit den meisten Fern- und online-Studiengängen recht hohe Kosten verbunden.

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