Der Journalist – ein Berufsbild im Wandel

Ausbildungsmöglichkeiten

Der Zugang zum Beruf eines Journalisten ist offen, d.h. die Ausbildung ist nicht gesetzlich geregelt und es können somit viele Zugangswege gewählt werden. Möglich ist sowohl studieren als auch eine Ausbildung zu absolvieren. Dabei ist auch ein Quereinstieg möglich.

Wichtig dabei ist allerdings, dass auch Berufserfahrung gesammelt wird, was durch Praktika oder ein redaktionelles Volontariat erfolgen kann. Das nötige Fachwissen kann u.a. an einer Journalistenschule erworben werden. Die Zulassungsvoraussetzungen sind unterschiedlich, aber ein Schulabschluss ist in der Regel erforderlich. Das Einreichen von Arbeitsproben und ein Aufnahmetest wird auch oft verlangt.

Arbeitsmöglichkeiten

Ein Journalist informiert die Öffentlichkeit und trägt damit entscheidend zur Meinungsbildung bei. Die Arbeit ist abwechslungsreich, da sie zu Kontakt mit vielen Themen und Menschen führt. Arbeitsmöglichkeiten bieten sich u. a. bei:

  • Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenmagazinen oder sonstigen Printmedien
  • Radio- oder Fernsehsender (jeweils öffentlich-rechtlich oder privat)
  • TV-Produktionsunternehmen für Fernsehfilme, -dokumentationen, -features oder sonstige Berichterstattungen
  • Nachrichtenagenturen zur Weiterleitung von Meldungen an andere Journalisten
  • Pressestellen in Unternehmen, Institutionen oder Organisationen

Journalisten nehmen eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe wahr. Sie informieren die Öffentlichkeit über politische, wirtschaftliche oder kulturelle Vorkommnisse oder greifen sonstige Themen auf, die von allgemeinem Interesse sind.

Die Tradition des Journalistenberufs reicht zurück bis an den Anfang des 17. Jahrhunderts. Damals wurden in Straßburg und Antwerpen die ersten Zeitungen publiziert, die regelmäßig erschienen. Dabei bildeten sich die klassischen Aufgaben eines Journalisten heraus. Das Berufsbild hat sich als Folge des technischen Fortschritts inzwischen jedoch entscheidend gewandelt und erweitert. Neben den klassischen Aufgaben eines Journalisten, die natürlich auch heute noch aktuell sind, bietet eine Tätigkeit in diesem Beruf inzwischen ein breit gefächertes Betätigungsfeld unter Einbeziehung vielfältiger Medienkanäle.

Die wichtigsten klassischen Aufgaben

Journalistische Haupttätigkeiten in der klassischen Redaktionsarbeit bei Print-, Rundfunk- und Fernsehmedien sind nach wie vor:

  • Recherchieren
  • Verifizieren
  • Formulieren und Dokumentieren
  • Interviews führen und Pressekonferenzen besuchen
  • Redigieren
  • Präsentieren
  • Kenntnisse der gängigen IT-Technologien sind dabei Voraussetzung und ein Mindestmaß an Wissen über Betriebswirtschaft kann dabei sicherlich auch nicht schaden.

Erweiterte zeitgemäße Aufgaben

Der sich beschleunigende technologische Wandel, besonders angetrieben durch das Internet, hat auch im Journalismus neue Praktiken etabliert. Dazu gehören u. a. Online-Journalismus, Mobile Journalismus, Crossmedia und vieles mehr. Verbunden damit sind entsprechend angepasste Recherche- und Präsentationsmöglichkeiten. So können Online-Redaktionen dem immer mehr zunehmenden Aktualitätsdruck nachkommen, effektiv zeitnah berichten, präsentieren und von ihren Rezipienten ein schnelles Feedback erhalten.

Die oft zitierte “Vierte Gewalt” wird damit um ein schnell reagierendes kontrollierendes Element erweitert. Podcasts und Video-Journalismus (Radio bzw. Fernsehen im Internet) sind heute genauso zeitgemäße Betätigungsfelder wie Arbeiten auf Cross-Media-Plattformen. Letztere sind diverse vernetzte Medien, die auf Produktionsebene verbunden und inhaltlich angepasst sind und dabei neben den Kommunikationsvorteilen auch Synergie-Effekte ausnutzen.

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