Bewerbungsmappe: 4 vergessene Trümpfe des altmodischen Anschreibens

BewerbungsmappeDie moderne Arbeitswelt spricht ‚Online’: Es gibt heutzutage kaum einen Arbeitsprozess, der nicht online recherchiert, dokumentiert oder sogar vollständig realisiert wurde. Und gerade deshalb könnte die gute alte Bewerbungsmappe der neueste alte Erfolgstrend sein. Sie überzeugt mit vier Trümpfen, mit denen die Online-Bewerbung nicht mithalten kann: Einzigartigkeit, Sinnlichkeit, Einprägsamkeit und Vertrauenswürdigkeit.

1. Einzigartigkeit: Aus dem Online-Brei herausstechen

2012 überholten Online-Bewerbungen zum ersten Mal die traditionelle Bewerbungsmappe. Inzwischen ist das gute alte postalische Anschreiben sogar in der Minderheit – eine Tatsache, die es zu nutzen gilt. Denn das heißt konkret: Deine Bewerbungsmappe ist nicht Teil des Bewerber-Einheitsbreis. Durch individuell gestaltbare Nuancen der Bewerbungsmappe lassen sich persönliche Akzente setzen.

Dabei darf das Online-Medium nicht verteufelt werden, sondern kann ganz im Gegenteil von großem Nutzen sein. Das Entwerfen von Bewerbungsunterlagen online kostet inzwischen genauso viel Zeit wie das Verfassen einer Bewerbungs-E-Mail. Das geht dank moderner Online-Druckereien, die sich dem einzigartigen Aspekt der Mappe widmen. Die Firma Online-Druck.biz beispielsweise bietet nicht nur den Ausdruck der Unterlagen an, sondern übernimmt je nach individuellem Wunsch die Gestaltung der einzelnen Elemente: Von Farbe, Material und Motiven bis hin zur Umklammerung und dem Briefumschlag.

2. Sinnlichkeit: Multisensorischer erster Eindruck

Es gibt keine rein rationalen Entscheidungen: Emotionale Eindrücke steuern unsere kognitiven Prozesse immer mit. Gefühle geben die Richtung und Intensität unseres Verhaltens vor. Wer das verstanden hat, versteht auch, warum zu einer erfolgreichen Bewerbung mehr als ein inhaltlich guter Lebenslauf gehört.

Unsere Emotionen wiederum werden von sinnlichen Reizen getriggert. Vor allem der Geruchssinn hat eine stark emotionale Note: er ist der einzige Sinn, den wir nicht abschalten können, da er über Mund und Nase gesteuert wird. Er begleitet uns ein Leben lang und ist in dieser Zeit eng mit unserem tiefen Gefühlsleben verbunden.

Der visuelle Reiz hingegen ist besonders wichtig für die Entscheidungsfindung: Studien haben herausgefunden, dass er zu etwa 58 Prozent für unsere Kaufentscheidungen verantwortlich ist.

Was bedeutet das im Bewerbungsprozess? Durch die Verbindung vieler Sinneskanäle kann der Personalchef auf mehreren Ebenen angesprochen werden. Deine Bewerbungsmappe besteht dann nicht nur aus Wörtern einer E-Mail oder eines Online-Dokuments, sondern aus einem Potpourri an Sinnesreizen:

  • Sie kann gehört werden: im Aufreißen des Briefumschlags, im Rascheln der Seiten beim Umblättern oder im Smalltalk mit dem Kollegen bei der Übergabe der Post – denn auch solche externen Kontext-Reize erinnern uns später an das Erhalten des Dokumentes.
  • Sie kann ertastet werden: In den verschiedenen Materialien der Unterlagen und der Oberflächenbeschaffenheit der Mappe sowie des Briefumschlags.
  • Sie kann gesehen werden: In unterschiedlichen Farbnuancen, Symbolen und Fotos.
  • Sie kann gerochen werden: In der Druckerschwärze, dem Papierduft oder dem Lackgeruch der Mappe.

Schafft ihr es, eure eigenen Informationen über mehrere Sinneskanäle hinweg einheitlich herüberzubringen, potenziert sich der positive Eindruck auf den Personalchef.

3. Vertrauenswürdigkeit: Persönliches in einem anonymen Zeitalter

Die durch die sinnlichen Aspekte Ihrer Bewerbungsmappe angeregten Emotionen haben nun im Zusammenhang mit der schwindenden Anzahl postalischer Bewerbungen in unserer Zeit eine grundlegende Auswirkung auf den Personalchef: Sie wecken Vertrauen. Sie sind kein 08/15-Anschreiben im Jedermann-Format, sondern individuell und persönlich. Sie werden auch nicht von der omnipräsenten Online-Angst vor Spam oder Betrügern überschattet, sondern offen empfangen, wodurch die Informationen ungehindert übertragen werden können.

4. Einprägsamkeit: Reize, die hängen bleiben

Ohne Gefühle, keine Erinnerung. Unser Gedächtnis arbeitet nicht rational und flächendeckend wie eine Maschine, sondern selektiv und emotional. Emotionen helfen uns Menschen, Informationen zu selektieren, unsere Aufmerksamkeit darauf zu lenken und sie dann im Gedächtnis aufzubewahren. Wer erinnert sich nicht, wo er am 11. September 2011 war? Der Schock und die emotionale Überwältigung haben das Ereignis in unsere Erinnerung gebrannt.

Durch die Kombination mehrerer Sinnesreize wird die Erinnerungsleistung zusätzlich gestärkt: Gehörtes, Gesehenes, Gerochenes und Ertastetes bleibt in Zusammenarbeit besser hängen, als zum Beispiel nur Gelesenes.

Fazit: Der Automatisierung den Riegel vorschieben

Mappen-Bewerbungen erfüllen viele Zwecke:

  • Sie machen den Bewerber glücklich, da er sich kreativ austoben kann und etwas Schönes schafft.
  • Sie machen den Firmen- oder Personalchef glücklich, weil er sich eine Auszeit vom Onlinetrubel gönnen kann.
  • Sie schaffen Vertrauen und persönliche Verbindungen in einer rasanten Zeit voller Automatisierung und Anonymität.

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