Bundestag setzt auf Internationalisierung der Berufsausbildung – Nachfrage steigt

Im Jahr 2020 sollen mindestens 10 Prozent der Auszubildenden einen Lernaufenthalt im Ausland absolvieren

Der Bundestag hat am 17.01.2013 einen nationalen Benchmark für die Internationalisierung der Berufsbildung beschlossen. Im Jahr 2020 sollen mindestens 10% der Auszubildenden während ihrer Ausbildung Auslandserfahrungen sammeln können. Derzeit realisieren jedes Jahr rund 30.000 junge Menschen im Rahmen ihrer Erstausbildung einen Auslandsaufenthalt. Das entspricht etwa 4% eines Ausbildungsjahrgangs. 

Allein LEONARDO DA VINCI, das größte europäische Berufsbildungsprogramm, förderte im Jahr 2012 bereits über 14.300 Stipendien, doppelt so viele wie noch im Jahr 2007. Der vom Bundestag beschlossene Benchmark von 10% im Jahr 2020 erscheint ehrgeizig – angesichts der rasanten Entwicklung der vergangenen Jahre und des breiten Konsens zwischen Bund, Ländern und Sozialpartner ist das Ziel erreichbar, wenn die Partner weiter ihre Kräfte bündeln.

In Europa sollen laut einer Empfehlung des Europäischen Rates im Jahr 2020 mindestens 6% der Absolventinnen und Absolventen in der Berufsbildung einen Auslandsaufenthalt realisieren. Angesichts der Mobilitätsquote von derzeit 4% wird dieses Ziel in Bezug auf Deutschland als zu wenig ambitioniert angesehen.

Die Nachfrage nach Auslandsaufenthalten zieht weiter deutlich an. In der Aktion LEONARDO DA VINCI Mobilität wurden 2013 wieder 13% mehr Auslandsstipendien für Azubis beantragt als noch im Vorjahr. Auch Ausbilder/-innen und Berufsschullehrer/-innen qualifizieren sich verstärkt international weiter. Hier stieg die Nachfrage in der Aktion LEONARDO DA VINCI Mobilität um 12%.

Der deutliche Zuwachs an beantragten Teilnehmerzahlen in der aktuellen Antragsrunde 2013 bildet sich in 720 eingereichten Projektanträgen ab. Mit dem wachsenden Interesse steigt erfreulicherweise auch das Budget: 2013 können rund 33 Millionen Euro für Mobilitätsprojekte vergeben werden.

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