Was ist eigentlich das magische Sechseck?

Magische Sechseck

Bekannterweise verfolgt die Politik Ziele, die im besten Fall erreicht werden sollen. So verhält es sich auch bei der Wirtschaftspolitik.

In der Theorie beschreibt man die Ziele der Wirtschaftspolitik häufig als das magische Sechseck der Wirtschaftspolitik. Vor einigen Jahren war noch die Rede vom magischen Viereck, allerdings hat hier ein Wandel stattgefunden, sodass das Viereck zum Sechseck wurde. Grund dafür ist die Globalisierung und der gesellschaftliche Wandel.

Welche Ziele beinhaltet das magische Sechseck?

Ein Ziel der Wirtschaftspolitik ist das stetige und angemessene Wirtschaftswachstum. Dies bedeutet, dass die Wirtschaft nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam wachsen soll. Eine Messzahl für das Wachstum wäre beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt.

Ein weiteres Ziel des magischen Sechsecks ist ein hoher Beschäftigungsgrad, auch Vollbeschäftigung genannt. Hierbei ist das Ziel, alle Menschen in der Bevölkerung mit Arbeit zu versorgen. Die Arbeitslosenquote soll dabei so gering wie möglich ausfallen. Realistisch gesehen ist es unmöglich, eine Arbeitslosenquote von 0 % zu erreichen, allerdings kann man versuchen, diese so gering wie möglich zu halten.

Die Stabilität des Preisniveaus ist ebenfalls ein wichtiges Ziel der Wirtschaftspolitik, dass vor allem von der Bevölkerung wahrgenommen wird. Steigen die Preise zu sehr an, sorgt dies für Unmut in der Bevölkerung und die Menschen bekommen es mit. Aus diesem Grund werden Preisindizes und auch die Inflationsrate berechnet, um zu sehen, wie sich das Preisniveau verändert hat. Ziel ist es, keine oder eine sehr geringe Preissteigerung zu erzielen und die Inflationsrate gering zu halten.

Natürlich soll eine Wirtschaft nicht nur von Gütern leben, die im Ausland produziert wurden. Aus diesem Grund ist das außenwirtschaftliche Gleichgewicht ein Ziel der Wirtschaftspolitik. Exporte und Importe sollen im Gleichgewicht zu einander stehen.

Ein relatives junges Ziel der Wirtschaftspolitik ist die Nachhaltigkeit. Es soll dabei auf die Umwelt geachtet werden und Ressourcen schonend gearbeitet werden.

Das letzte Ziel des Sechsecks ist die gerechte Einkommensverteilung. Die Lücke zwischen arm und reich soll so klein wie möglich gehalten werden.

Konflikte zwischen den einzelnen Zielen

Denkt man über das magische Sechseck nach, fällt einem auf, dass es wahrscheinlich schwierig sein wird, alle Ziele zu erreichen. So sieht es auch in der Realität aus. Manche Ziele des Sechsecks stehen im Konflikt zueinander. Wirtschaftswachstum Vollbeschäftigung ergänzen sich super. Wächst die Wirtschaft, so steigt auch der Beschäftigungsgrad. Das Wirtschaftswachstum und die Nachhaltigkeit stehen aber oftmals im Konflikt zu einander, da es sehr schwierig ist, bei einem Wachstum der Wirtschaft die Nachhaltigkeit der Umwelt zu garantieren. Das Wirtschaftswachstum und die Preisstabilität stehen ebenfalls im Konflikt zu einander, da die Preise bei einem Wirtschaftswachstum und einer Hochkonjunktur automatisch steigen.

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