Die 6 Mythen bei Bewerbungen

“Hiermit bewerbe ich mich um die ausgeschriebene Stelle…” Ein echter Killer-Satz in einer Bewerbung.

Auch wenn es sich hierbei um einen Klassiker handelt, so muss das nicht bedeuten, dass er bei Personalentscheidern gut ankommt. Das Gegenteil ist der Fall. Und es gibt noch weitere Aspekte, die du bei Bewerbungen falsch machen könntest. Obwohl die landläufige Meinung anderslautend ist!

1. Ein Deckblatt sollte nicht fehlen

Das Deckblatt ist gewissermaßen das Tüpfelchen auf dem I einer Bewerbungsmappe. Das war zumindest noch vor ein paar Jahren so, als Bewerbungen nahezu ausschließlich auf dem Postwege versandt wurden. Seinerzeit sollte das Deckblatt die Optik der Bewerbung auffrischen und zugleich wertvolle Informationen zum Bewerber liefern. Dadurch konnten sich Personaler schon beim ersten Betrachten der Unterlagen ein Bild des Stellensuchenden machen. Weil Bewerbungen heute fast überwiegend auf elektronischem Wege verschickt werden, wird das Deckblatt eher als lästiger Ballast betrachtet – und ist daher gänzlich überflüssig.

2. Den Lebenslauf so kurz wie möglich halten

Im Lebenslauf geht es darum, die Informationen so zusammenzufassen, dass eine klare Übersicht entsteht, welche es dem Empfänger der Unterlagen ermöglicht, sich innerhalb kürzester Zeit über den Bewerber zu machen. Sicherlich sollte der Fokus darauf liegen, den Lebenslauf punktgenau zu formulieren. Wer aber der Ansicht ist, dass das Ganze auf eine Seite passen muss, der irrt. Alles das, was wichtig ist, sollte unbedingt erwähnt werden. Selbst dann, wenn mit dem Inhalt zwei Seiten gefüllt werden.

3. Kreativbewerbungen sind das Ticket zum Traumberuf

Es macht durchaus Spaß, eine Kreativbewerbung zu erstellen. Dass aber jeder Personalverantwortliche darauf erpicht ist, Bewerbungen zu erhalten, die sich durch eine besondere Kreativität auszeichnen, ist schlichtweg Unsinn. In bestimmten Berufen hilft eine designstarke oder ideenreiche Bewerbung gewiss weiter. Für den angestrebten Job in der Verwaltung, im Bankwesen oder im Versicherungsbereich hast Du mit einer gut gemachten, individuell konzeptionierten Bewerbung ganz sicher die besseren Chancen! Du findest zum Beispiel noch sehr ausführliche Informationen zur Kreativbewerbung im Blog von Bigkarriere.

4. Die Sache mit dem Gehalt

Fast jede Stellenausschreibung enthält die Bitte, den persönlichen Gehaltswunsch im Bewerbungsanschreiben zu erwähnen. Frei nach dem Motto: “Über Geld spricht man nicht”, scheuen sich viele Stellensuchende jedoch, auf dieses Thema näher einzugehen. Oder sie setzen ihre Gehaltsvorstellungen möglicherweise viel zu niedrig an, in der Hoffnung, dass dies die Chancen auf den Traumjob erhöhen möge. Diese Vorgehensweise ist unsinnig. Wer keine Angaben macht, dessen Bewerbung landet meist ohnehin in der Ablage P des Personalchefs. Bewerber, die sich unter Wert verkaufen, gehen damit ebenfalls das Risiko ein, die Stelle nicht zu bekommen.

5. Die Bewerbung in teurem Einband verschicken

Es kommt immer wieder vor, dass Bewerber viel Geld ausgeben, um ihre Bewerbung möglichst hochwertig zu präsentieren. Da werden häufig sogar Bewerbungen in designstarken Ledereinbänden verschickt, um dadurch aus der Flut der anderen Bewerbungen hervorzustechen. Wer so viel Geld ausgibt, nur um sich in Szene zu setzen, der hat bei Personalentscheidern das Nachsehen. Weil Effizienz und wirtschaftliches Denken dem Bewerber offenbar nicht liegen, wird das auch mit dem Job meist nichts. Ganz abgesehen davon werden Bewerbungen heute ohnehin fast ausschließlich per Email – und nicht mehr per Post – versendet.

6. Auf Tätigkeitsbeschreibungen verzichten

In der Kürze liegt die sprichwörtliche Würze. So auch dann, wenn es um Bewerbungen geht. Das bedeutet allerdings nicht, dass du in deinem Anschreiben darauf verzichten solltest, näher auf deine bisherigen Tätigkeitsfelder einzugehen. Sicherlich sind diese aus den beigefügten Arbeitszeugnissen ersichtlich. Nur gibt es sehr wenige Personaler, die bereit sind, sich die Zeit zu nehmen, um all die Unterlagen durchzuschauen. Wenn Du hier mit relevanten Angaben zu deinen bisherigen Jobs punkten kannst, hast du gute Chancen, dass man in einem Vorstellungsgespräch mehr über Dich erfahren will.

Was früher gang und gäbe war, muss heute nicht unbedingt mehr Gültigkeit haben. Willst Du durch eine richtig gute Bewerbung überzeugen, solltest Du diese sechs Tipps unbedingt beherzigen.

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