Die Börse – für Schulabgänger ein Buch mit sieben Siegeln

Die Tatsache, dass in den Medien täglich über die Entwicklung der wichtigsten Aktienindizes gesprochen wird, mag für manchen Schulabgänger ein Indiz dafür sein, dass es sich um etwas Wichtiges handeln muss. Offensichtlich ist es aber nicht wichtig genug, dass im Rahmen der Schulausbildung auf dieses Thema intensiver eingegangen wird. Dies mag einer der Gründe sein, weshalb Deutschland eines der Länder mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Aktienbesitz unter den führenden Wirtschaftsnationen ist. Gerade im angelsächsischen Bereich stehen Aktien deutlich stärker im Fokus, auch dem der Kleinanleger.

Wenn es die Schule nicht lehrt, wer lehrt es dann?

Da es der Lehrplan nicht vorsieht, das Thema Börse stärker zu beleuchten, bleibt die Frage, welche Möglichkeiten junge Menschen haben, sich mit der Börse vertraut zu machen. Die niedrige Aktienquote in Deutschland ist ein Hinweis darauf, dass auch in vielen Elternhäusern dieses Thema keine große oder aktive Rolle spielt. Die Konsequenz daraus ist, dass die ersten Anlageversuche auf den Hinweisen der Berater basieren.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Banken im Wertpapiergeschäft ein massives Interesse haben, Fonds oder Zertifikate der hauseigenen Fondsgesellschaft zu vertreiben. Eine objektive Beratung leidet zwangsläufig unter den Vertriebsvorgaben und stellt für die ersten Schritte im weiten Feld der Geldanlage keine gute Alternative dar. Direktbanken bieten hier ganz andere Chancen. Auf der Homepage kostenlosesaktiendepot.org finden sich zahlreiche Anbieter, die tatsächlich Wertpapierdepots zur Verfügung stellen, ohne dafür eine Gebühr zu berechnen. Bestandteil dieser Depots sind auch kostenlose Musterdepots. Diese ermöglichen es, ausgewählte Aktien oder Anleihen zu verfolgen, Auswirkungen von Wirtschaftsmeldungen auf den Kurs zu beobachten und somit ein Gefühl für die Märkte zu entwickeln. Unterstützt wird der Einstieg in das Börsengeschehen durch die Publikation von Analystenmeinungen und deren Einschätzung der Kursziele.

Vom Neuling zum Experten

Wenn es die Schule nicht lehrt, müssen andere Ausbilder herhalten, und wenn es die Banken selbst sind. Das Internet bietet aber noch weitere Vorteile. In speziellen Aktienblogs tauschen sich Anleger untereinander aus, erläutern Anlagestrategien und diskutieren über Kurserwartungen.

Als Einsteiger muss man nicht zwangsläufig gleich traden, aber es ist sinnvoll auch die Ansätze anderer im eigenen Musterdepot nachzuspielen und die Argumentationen aus den Foren auf Stichhaltigkeit zu überprüfen. Früher oder später wird der Zeitpunkt kommen, an dem ein Börsenneuling das erste Mal reales Geld einsetzt. Sinnvollerweise geschieht dies dann für den Kauf eines sogenannten Blue Chip-Titels, einer im Dax 30 oder Dow Jones gelisteten Papiers. Diese bergen nicht die Kursanfälligkeit kleinerer Aktien und eignen sich hervorragend für erste Trades.

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