Erfahrungsbericht: High School Year (10 Monate) in Tennessee/USA

Schüleraustausch USAIch, damals 17 Jahre, war für 10 Monate in Nashville, Tennessee und es war das beste Jahr meines Lebens. Als ich erfuhr, dass ich nach Tennessee komme, habe ich mich riesig gefreut. Ich wollte nicht nach California oder Florida. Ich wollte an einen Ort, der mir den typisch amerikanischen Lebensstil zeigt.

An meinem ersten Schultag war ich riesig nervös und ich wusste nicht, was mich erwartet, aber jeder war nett. Nach ein paar Schultagen habe ich erfahren, dass meine Schule eine private christliche Schule ist. Ich hatte in Deutschland nie viel mit Kirche zu tun, deswegen wusste ich erst nicht, was ich darüber denken soll. Ich hatte kein Problem damit, es war einfach nur etwas Neues. Wir haben jeden Tag in der Schule gebetet und über Gott gesprochen.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich es sogar richtig gut finde, wie die Leute hier darüber denken und sprechen. Ich habe mich immer mehr auf Kirche gefreut und gerne mit anderen Leuten darüber gesprochen. Eine meiner besten Erfahrungen in meinem Jahr war, als ich von drei meiner Lehrer in einem Pool getauft wurde. Wir hatten ein Treffen in der Schule und haben es kurzfristig entschieden. Es war richtig lustig, weil man so etwas eigentlich in der Kirche macht.

Meine Lehrer waren ein sehr wichtiger und großer Teil meines Auslandsjahres und ich könnte es mir nicht ohne sie vorstellen. Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu vielen meiner Lehrer und habe sehr viel von ihnen gelernt. Mit einer meiner Lehrerinnen konnte ich über alles sprechen, wenn ich jemanden gebraucht habe. Einige von ihnen sind jetzt sogar eher wie Freunde und zwei meiner Lehrer habe ich schon kurz nach meinem Jahr wieder getroffen.

Amerikanische High Schools haben eine Menge zu bieten. So gut wie jeder Schüler bleibt nach dem Unterricht noch in der Schule, um Sport zu machen. Es gibt so viele Sportteams an den Schulen wie zum Beispiel Football, Baseball, Basketball, Softball, Volleyball, soccer, Cheerleading, Cross Country und vieles mehr. Ich habe Cheerleading gemacht, weil ich unbedingt etwas neues ausprobieren wollte und es hat richtig viel Spaß gemacht. Vor allem findet man so ganz schnell neue Freunde. Manchmal bleibt man bis spät abends in der Schule, weil man Training oder vielleicht auch ein Spiel hat, aber das ist ganz normal.

Bei einem Auslandsjahr geht es nicht nur darum, die Sprache perfekt sprechen zu lernen, sondern um so viel mehr. Man lernt so viele neue Leute kennen und man schließt Freundschaften, die ein Leben lang halten können. Außerdem wächst man über sich hinaus, man lernt so viel dazu und wird auch viel erwachsener. Man lebt in einem ganz neuen und anderen Lebensstyle mit neuen Leuten.

Ich kann jedem raten, ein Auslandsjahr zu machen, weil es einfach etwas ganz besonderes ist und man wird dieses Jahr nie vergessen.

Deborah Warne in Tennessee/USA von 08/2013-06/2014.

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