Finanzen – kein Thema in der Ausbildung

Der Lehrplan der Schulen, gleich ob Hauptschule, Realschule oder Gymnasium, platzt aus allen Nähten. Wie noch zusätzlicher Unterrichtsstoff eingebunden werden könnte, bleibt ein Rätsel. Schüler lernen (fast) alles, was es zu lernen gibt, mit einer Ausnahme. Das Thema „persönliche Finanzen“ bleibt völlig außen vor. Fragt man einen Abiturienten zum Thema Börse, ist die häufigste Antwort ein Schulterzucken. Wer als Prüfungsfächer Deutsch und Biologie hatte, wird die Frage, was ein Derivat ist, nur schwer beantworten.

Schulabgänger – der Vertrieb reibt sich die Hände

Es mag das Argument kommen, es sei Sache der Eltern, ihren Nachwuchs zu dem Thema Finanzen zu informieren. Die Zahl der Fehlberatungen und missglückten Geldanlagen zeigt jedoch, dass auch Eltern hier häufig überfordert sind.

Kein Wunder also, dass sich manch ein Mitarbeiter eines Finanzvertriebes die Hände reibt, wenn ein angehender Auszubildender oder Student im Gespräch gegenübersitzt. Die Erfahrung hat immer wieder gezeigt, dass Schulabgänger in Fragen der Finanzen größtmögliche Unbedarftheit an den Tag legen. Dies beginnt schon damit, dass Auszubildende hin und wieder plötzlich eine eigene Haftpflichtversicherung ihr eigen nennen oder Teile des BAföGs in eine Riester-Rente wandern. Die Rede ist hier natürlich nur von den schwarzen Schafen in der Branche. Natürlich ist Altersvorsorge notwendig, eine objektive Entscheidung kann aber nur treffen, wer in der Materie bewandert ist.

Wo kann man Börse lernen?

Die Frage stellt sich natürlich, wo junge Menschen, sofern sie nicht Wirtschaftswissenschaften studieren oder eine Bank- oder Versicherungsausbildung machen, sich das notwendig Wissen aneignen können, um die Aussagen der Bankberater hinterfragen zu können. Gerade die Wertpapierberatung trifft trotz Beratungsprotokoll nicht immer den Bedarf des Kunden, zumal sie auch den Einsatz echten Geldes erfordert.

Die Alternative, sich mit dem Thema Geldanlage zu beschäftigen, ist ein kostenloses Musterdepot. Zahlreiche Direktbanken stellen heute im Rahmen eines Onlinedepots auch ein Musterdepot zur Verfügung. Und da die Depotführung bei den meisten Instituten mindestens im ersten Jahr kostenlos ist, bietet sich ein solches Depot nachhaltig an, um die Börse, den Motor der Wirtschaft, zu verstehen.

Auf dem Fachportal kostenlosesdepot.net findet sich eine Übersicht der Banken, die dafür infrage kommen. Ein kostenloses Musterdepot ermöglicht es, sich spielerisch mit dem Wertpapiergeschäft, sei es mit Aktien, sei es mit Anleihen oder mit Fonds, vertraut zu machen. Die Informationen, welche die Direktbanken zur Verfügung stellen, ad hoc Meldungen gleichermaßen wie Analystenmeinungen, bieten einen soliden Grundstock, um sich in die Materie einzuarbeiten und zu verstehen. Solange Finanzen kein Thema im Lehrplan sind, ist Eigeninitiative gefragt, wollen Schulabgänger zweifelhaften Beratern nicht wie das Kaninchen vor der Schlange gegenübersitzen.

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