Umfrage aktiv mitgestalten: Gemeinnützigkeit im Schüleraustausch

In den letzten Jahren sind in Deutschland die Grenzen zwischen staatlichen, gemeinnützigen und nicht-gemeinnützigen Einrichtungen immer durchlässiger geworden

Es gibt gemeinnützige, oftmals kirchliche Krankenhäuser neben privaten und städtischen Hospitälern, es gibt Privatschulen, öffentliche Schulen und gemeinnützige Schulträger. Sozialeinrichtungen sprechen nicht mehr von Bedürftigen, sondern von Klienten, und der Staat weist die Klienten nicht mehr ein, sondern macht sie zu echten Kunden, indem er ihnen einen Gutschein für eine Dienstleistung gibt.

Wenn es etwas gibt, was man auf dem Markt anbieten kann, finden sich mit der Zeit die verschiedensten Anbieter, die um die Gunst der Kunden buhlen. Aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht ist dies ein interessantes Phänomen, denn eigentlich sollte sich die Form durchsetzen, die am effizientesten ist. Stattdessen scheint es in manchen Märkten ein Gleichgewicht zu geben, in dem jeder Topf seinen Deckel findet. Andere Märkte hingegen werden von einer einzigen Form dominiert: Es gibt in Deutschland ebenso wenig einen gemeinnützigen Autobauer wie eine nicht-gemeinnützige Obdachlosenhilfe.

Aber wie immer, wenn es eine größere Auswahl gibt, stellt sie die Kunden vor die Entscheidung, was sie besser finden. Ein Forschungsprojekt an Warwick Business School versucht zu verstehen, worin aus Kundensicht die Unterschiede zwischen den verschiedenen Organisationsformen liegen. Als Beispiel hierfür dient der Schüleraustausch in Deutschland, auf dem seit langem gemeinnützige und nicht-gemeinnützige Anbieter vertreten sind.

Daher sind alle am Austausch Interessierten aufgerufen, sich an einer Umfrage zu beteiligen, die von Martin Elbeshausen, einem Mitarbeiter von KulturLife, erstellt wurde. Die Umfrage dauert etwa 15 Minuten.

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