Höhere Gebühren vertreiben Gasthörer

Gasthörer können auch ohne formale Hochschulreife an einzelnen Kursen und Lehrveranstaltungen der Hochschulen teilnehmen. Zwar ist keine Abschlussprüfung möglich, dennoch gestattet das Gaststudium wissenschaftliche Weiterbildung und ist damit ein wichtiges Element im Kontext des „lebenslangen Lernens“.

Die Zahl der Gasthöhrer an deutschen Hochschulen ist im Wintersemester 2011/2012 um mehr als 10% auf rund 36.000 gesunken.

Ursachen dafür seien u.a. Gebührenerhöhungen an einzelnen Hochschulen, teilte das Statistische Bundesamt Ende Mai in Wiesbaden mit. Einen Versuch, überbelegte Studiengänge zu entlasten, können die Statistiker darin aber nicht erkennen. Doch zeige der Rückgang, dass die Hochschulen die Zahlungswilligkeit von Gasthöhrern nicht überschätzen dürften.

Einen weiteren Grund für den Negativtrend sehen die Statistiker im erleichteren Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte. So schlage sich in den Zahlen etwa nieder, dass Studierwillige ohne Abitur keine Vorbereitungskurse mehr an der Fernuni Hagen absolvieren müssen.

Insgesamt schwankt die Zahl der Gasthörer in den vergangenen Jahren stark: Im Wintersemester 2008/2009 waren rund 37.000 Gasthörer eingeschrieben, im Folgejahr rund 42.000.

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