Innovative Bildung: Sicherungen durchgebrannt? Schüler bauen eigene elektronische Geräte

Die „Glückspirale“ macht‘s möglich! In Zusammenarbeit mit dem Institut für innovative Bildung aus Bamberg konnte das Projekt „Hochspannung“ realisiert werden: Im Schuljahr 2013/14 haben ca. 250 Jugendliche an Mittelschulen in Nürnberg, Erlangen und Bamberg komplexe elektronische Geräte selbst gebaut, z.B. einen Verstärker für den mp3-Player oder das Smartphone. Dieses aktive und selbstständige Lernen und Arbeiten inspiriert sie zum einen für die spätere Berufswahl und weckt das Interesse an Technik und technischen Inhalten. Zum anderen werden sowohl Fähigkeiten wie Durchhaltevermögen und Teamwork gefördert, und das Selbstvertrauen gestärkt – dies gerade im Betracht der aktuellen Fachkräftemangel-Diskussion.

Seit 2009 entwickelt das Institut für innovative Bildung Projekte in verschiedenen Bereichen. Diese Projekte beziehen sich auf die sozialen Kompetenzen junger Menschen, befassen sich mit „Musik und Instrumentenbau“ und seit 2012 auch mit „Technik“. Schulen sollen zu einem Ort des nachhaltigen Lernens werden. Es wird ein Erfahrungsraum geschaffen, in dem sie ihre Talente Fähigkeiten und Fertigkeiten selbst entdecken und weiterentwickeln können.

Das Technik Projekt nennt sich „Hochspannung – Abenteuer Technik“ und wurde auf Wunsch der Direktoren der Erlanger Mittelschulen zusammen mit der Siemens AG und der Bürgerstiftung in Erlangen entwickelt. Im Mittelpunkt standen alle 7. Klassen der dortigen Mittelschulen. Das Projekt wurde durchgeführt, um den Technik-Unterricht zu verbessern und aufzuwerten. Ein Hauptanliegen von „Hochspannung – Abenteuer Technik“ war es, die Kinder zum selbstständigen und aktiven Arbeiten anzuregen und ein Interesse an Technik zu wecken. Das Projekt war ein voller Erfolg. Durch einfache Erklärungen technischer Vorgänge und Inhalte kam es zur aktiven Auseinandersetzung mit dem technischen Material und zur gelingenden Umsetzung mit fabelhaften Ergebnissen.

Dieser Erfolg zeigt: Doppelt so viele Kinder haben sich nach einem Durchlauf des Projektes für den technischen Schwerpunkt in der 8. Klasse entschieden.

Es folgt eine Erweiterung des Angebots

Durch die Unterstützung der „Glücksspirale“ und die tadellose und erfolgreiche Umsetzung von „Hochspannung – Abenteuer Technik“ wurde das Projekt für ein weiteres Jahr gesichert. Nicht nur mehr Jugendliche aus Erlangen können an diesem Projekt teilnehmen.

Dank der „Glücksspirale“ wurden im Institut für innovative Bildung e.V. eine Projektleitung und eine Verwaltungskraft in Teilzeit angestellt. Dadurch folgt, dass das Angebot auf die 8. Klassen in Erlangen und die Städte Nürnberg und Bamberg erweitert werden konnte. Auch in diesen Städten kann nun das Konzept des nachhaltigen Technik-Unterrichts ausprobiert und umgesetzt werden.

Inhalte

In dem Projekt „Hochspannung – Abenteuer Technik“ geht es um das sich Beschäftigen mit elektronischen Geräten. Diese werden von Grund auf selbst gebaut und so deren Funktion erforscht und begriffen. Leiterplattenbahnen werden mit dem Straßenverkehr und Batterien mit Wasserreservoirs verglichen, um leicht verständlich komplexe Fakten zu erklären. Die Stimmung in den Kursen ist geprägt von einer Mischung aus Leichtigkeit und Konzentration. Die Lehrer sehen ihre Schüler einmal aus einer anderen Perspektive und können sie somit auch anders erleben. Ein Prozess, der für das weitere Arbeiten im „normalen“ Unterricht eine Chance ist.

Institut für innovative Bildung e.V.

Das Institut für innovative Bildung ist ein gemeinnütziger Verein, besteht seit dem Jahr 2004 und erreicht mit seinem Angebot mittlerweile ca. 1.000 SchülerInnen pro Schuljahr – Tendenz steigend. Die Angebote richten sich an Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren und behandeln Themen wie Sexualpädagogik und Gewaltprävention, aber auch Musik und Instrumentenbau, Technik und Gestaltung. Neu ab dem nächsten Schuljahr wird ein Fortbildungsangebot für Lehrer, Beschäftigte im sozialen Bereich und Multiplikatoren sein.

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