Interkulturelles Training – Business mit China

Das Wahren des Gesichts hat einen hohen Stellenwert in China

In wenigen anderen Kulturkreisen, hat das Wahren des Gesichts einen so entscheidenden Stellenwert, wie in Asien. China bildet hier keine Ausnahme. In einem interkulturellen Training China wird verdeutlicht, wie sich diese Verhaltensweise im Reich der Mitte auswirkt, und welche Fallstricke diese kulturelle Eigenschaft gerade für deutsche Manager bereithält.

Sicher hat jeder, der sich mit Asien und China beschäftigt, schon einmal vom Begriff der Wahrung des Gesichts gehört. Deutschland besitzt eine individualistische Kultur, in der man seinem Gewissen verpflichtet ist. Hat man Grund, ein “schlechtes Gewissen” zu haben, ist man “schuldig”, da man beispielsweise einen Fehler gemacht hat.

Chinesen hingegen leben in einer kollektivistischen Kultur. Verletzen Chinesen Regeln oder machen Fehler, verlieren sie vor der Gemeinschaft ihr Gesicht, sie müssen sich “schämen”. Der Unterschied ist, dass man sich durchaus schuldig fühlen kann, ohne sich schämen zu müssen, beispielsweise wenn der Fehler nicht herauszukommen droht. Scham hingegen involviert immer auch andere Personen, so dass der Verlust des Gesichts nicht nur den “Übeltäter” betrifft, sondern auch auf die anderen involvierten Personen Auswirkungen hat.

Kritik und Lob in China

Hat man mit Chinesen zu tun, sollte man sich gezielt auf solche Situationen vorbereiten. Gerade auch Kritik und Lob fallen in diese Kategorie und sind diplomatisch zu handhaben, denn in einer kollektiven Kultur kommt es auf die Gruppe, nicht auf den Einzelnen an.
Diese Mentalität hat natürlich auch entscheidenden Einfluss darauf, welche Verhandlungstaktiken erfolgversprechend angewendet werden können.

Werden in Europa oder Amerika bei Konflikten oft Schuldzuweisungen gemacht, werden diese bei Chinesen eher wenig bewirken. Ein drohender Gesichtsverlust hingegen wird das gewünschte Ergebnis erzielen. Allerdings gilt es, tunlichst mit dieser Taktik sehr vorsichtig umzugehen, denn man sieht sich meist immer zwei Mal im Leben. Um das Gesicht und die Harmonie zu wahren, sollten deutsche Manager ebenfalls darauf gefasst sein, dass Entscheidungsprozesse mitunter länger dauern. Ein Gruppenkonsens ist das zentrale Element einer Entscheidung. Der aber erfordert entsprechend Zeit.

Die angesprochene Mentalität hat auch starke Auswirkungen auf die geeigneten Mittel zur Motivation von Mitarbeitern. Steht die Gruppe im Vordergrund, kann Lob und Belohnung für einen Einzelnen die Harmonie stören, es kann sogar Gesichtsverlust bedeuten. Anreize, die der gesamten Gruppe dienen, entfalten hingegen eine weit größere Wirkung.

Global Cultures – ganzheitliche Unterstützung

In interkulturellen Trainings lernen die Teilnehmer durch praktische Übungen und anhand von Fallstudien, wie sie besonders effizient mit konkreten Herausforderungen des Ziellandes umgehen können – beispielsweise zielführende Strategien bei Verhandlungen oder professionelles Kunden-Lieferanten Management.

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