Jobhunt im Netz – den richtigen Job finden und den Personaler überzeugen

Jobhunt im Netz - den richtigen Job finden Laut der Bundesagentur für Arbeit stieg die Kräftenachfrage im Oktober 2015 dynamisch weiter und erreichte 202 Punkte. So hoch war die Nachfrage seit 2012 nicht mehr. Und doch gibt es in Deutschland viele Arbeitslose, die keinen Job finden. Der Grund ist Experten zufolge der Mangel an Fachkräften. Den Arbeitssuchenden fehlt häufig die passende Einstellung bei der Jobsuche. Sie suchen teilweise an der falschen Stelle oder liefern unvollständige oder schlechte Bewerbungen ab.

Aller Anfang ist schwer: Wo die Jobsuche beginnen?

Jobbörsen, Karriereportale, Stellenausschreibungen auf Unternehmensseiten – es gibt viele Möglichkeiten, sich über aktive Jobs zu informieren. Umfragen zufolge versucht der Großteil der Jobsuchenden (93 %) bei sechs Jobportalen gleichzeitig eine offene Stelle zu finden.

Grundsätzlich ist auch zwischen einzelnen Jobbörsen zu unterscheiden. Die Jobbörse StepStone ist einer Umfrage der Verlagsgruppe Handelsblatt zufolge eine der bedeutendsten Internetmarken 2015. Jeden Tag durchsuchen Tausende Menschen die offenen Stellenangebote auf dem Portal, welche sich praktischerweise nach Jobkategorien, Städten, Regionen und anderen Kriterien filtern lassen. Abseits dieser großen Jobbörsen, die ein breites, allgemeines Publikum ansprechen, gibt es auch Nischen- und Spezialjobbörsen, die sich auf einzelne Branchen, Tätigkeiten, Regionen und andere Kriterien konzentrieren. Jobsuchende sollten ihre Jobsuche folglich dort beginnen, wo sie fündig werden.

Alternativen zu Jobportalen

Abseits von klassischen Jobportalen gibt es heute eine Vielzahl von alternativen Möglichkeiten, einen neuen Arbeitgeber zu finden:

  • Freunde & Bekannte: Diese Empfehlung scheint fast schon banal – dennoch ist sie äußerst effektiv. Wer sich im Freundes- und Bekanntenkreis umhört, kann mit etwas Glück relativ schnell einen Job finden.
  • Xing & Co.: Inzwischen haben sich Xing, LinkedIn und andere soziale Netzwerke etabliert, die sich speziell auf geschäftliche Kontakte konzentrieren. Das Portal bietet etwas größere Karrierechancen wie der Freundes- und Bekanntenkreis.
  • Facebook, Twitter & Co.: Die nächste Anlaufstelle wären die restlichen sozialen Netzwerke, die sich nicht auf die Verwaltung von Businesskontakten konzentrieren. Auf Twitter werden immer wieder Menschen für Partnerschaften und Jobs gesucht.
  • Messen & Veranstaltungen: Messen und andere Veranstaltungen bieten Jobsuchenden versteckte Karrierechancen. Hier können sie den direkten Dialog mit potenziellen Arbeitgebern suchen und diese von sich überzeugen, ohne dass eine schriftliche Bewerbung auf dem Tisch eines Personalers landet.
  • Zeitungsanzeigen: Zusätzlich zu den bisher genannten Alternativen ist auch die Jobsuche über Zeitungsannoncen immer empfehlenswert. Regionale Stellenangebote können zügig geprüft werden.

Abseits der genannten Alternativen gibt es auch eine passive Möglichkeit, einen neuen Job zu finden. In diesem Fall erstellen Jobsuchende eine eigene Webseite. Mit ein wenig SEO wird ihre Webseite von Personalern gefunden, ohne dass man selbst aktiv nach einem Job suchen muss.

Vorbereitung: Sich den eigenen Stärken bewusst sein

Fehlgeschlagene Bewerbungen und Interviews haben viele Gründe: Arbeitgeber nennen immer wieder die nicht ausreichende Vorbereitung der Bewerber. Nur wenige von ihnen recherchieren das Unternehmen, bevor sie ihre Bewerbung absenden. Auch können sich viele Bewerber nicht selbst einschätzen oder positive und negative Aspekte über ihre eigene Person nennen.

Vorbereitung ist folglich das A und O einer Bewerbung. Jobsuchende sollten sich vorab folgende Fragen stellen:

  1. Warum möchte ich mich bei dem Unternehmen bewerben?
  2. Welche Eigenschaften besitze ich, von denen das Unternehmen profitieren kann?
  3. Kenne ich meine eigenen Schwächen und wie kann ich diese eingrenzen?

Nur mit der Beantwortung dieser Fragen können Jobsuchende eine überzeugende Bewerbung realisieren. Die Überzeugung beginnt schließlich bei der eigenen Person. Wer von sich überzeugt ist, passend für den Job zu sein, hat bereits den halben Weg hinter sich.

Kontaktaufnahme: Bewerbung schreiben und einreichen

Der nächste Schritt ist die Kontaktaufnahme mit den Unternehmen. Hier gibt es mehrere Methoden, die davon abhängen, wie das Unternehmen seine Stellen ausschreibt. Große Firmen bieten eigene Karrierebereiche, wo Interessierte ihre Bewerbungsunterlagen hochladen können. Andere Unternehmen möchten diese per E-Mail oder Post zugeschickt bekommen.

Sollten es keine genauen Details über die Bewerbungsübergabe oder offene Stellen geben, gilt es zunächst, das Unternehmen zu kontaktieren – bestenfalls telefonisch. Bei telefonischen Anfragen ist die Erfolgschance meist größer als per E-Mail.
Nach der Informationssammlung beginnt das Schreiben der Bewerbung, welche auf das Unternehmen ausgerichtet sein sollte. Soll heißen:

  • kein Copy-Paste von im Internet gefundenen Bewerbungen
  • auch selbst verfasste Bewerbungen nicht mehrfach versenden
    Durch die direkte Ansprache des Unternehmens hat ein Bewerber Vorteile durch

Insiderwissen, welches anderen Jobsuchenden fehlt. Nun muss er das Wissen nur noch in eine ansprechende Bewerbung integrieren. Tipps zum Schreiben einer Bewerbung gibt es in diesem Artikel auf karrierebibel.de.

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