Umfrage: Lernen in den Ferien – nur mit Spaß

Lernen in den Sommerferien Umfrage der Online-Lernplattform scoyo: Zwei Drittel der Schüler lernen in den Ferien, Tendenz steigend. Immer mehr nutzen Online-Angebote

Bruchrechnen am Strand, Grammatik pauken in den Bergen oder Vokabeln wiederholen auf Balkonien: Zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland lernen in den Sommerferien – sechs Prozent mehr als noch im Vorjahr. Das zeigt eine repräsentative forsa-Umfrage1, die die Online-Lernplattform scoyo bereits im zweiten Jahr beauftragt hat.

Demnach büffelt jedes fünfte Kind regelmäßig mindestens ein bis zwei Stunden pro Ferienwoche. 79 Prozent wiederholen den Schulstoff mit Eltern, Großeltern oder Geschwistern. In einer Befragung von scoyo raten Experten, die Schüler mitentscheiden zu lassen, wann und wie sie lernen. „Wenn Kinder bei den Planungen beteiligt sind, sind sie auch eher bereit, diese einzuhalten“, sagt Paula Hokanen-Schoberth, Geschäftsführerin des deutschen Kinderschutzbundes und Familientherapeutin. Eltern sollten das Zeitpensum im Rahmen halten und einen guten Teil der Ferien komplett lernfrei halten.

Jedes fünfte Kind lernt online

Gelernt wird in den meisten Fällen klassisch mit Schulbüchern (66 Prozent). Aber bereits jedes fünfte Kind nutzt zum Lernen in den Ferien Online-Angebote oder Apps. Online Lernangebote wie scoyo bedienen wichtige Voraussetzungen für den Lernerfolg. Den bestimmen laut Lernforscher Michael Fritz folgende Kriterien: „Lernen macht immer dann Spaß, wenn ich mir selbst Ziele setze und weiß, ich kann das schaffen, wenn die Lernumgebung stimmt und wenn ich Erfolge erlebe.“ Daniel Bialecki, Chief Operating Officer bei scoyo, unterstreicht dies: „Die Kinder brauchen regelmäßige Bestätigung und Motivationsanreize. Dann lernen sie wie nebenbei und können die Inhalte besser behalten.“ Bei scoyo wiederholen und festigen Schüler den Lernstoff verschiedener Fächer in jeweils kurzen Lernabenteuern. Am Punktestand sehen sie dabei immer genau, wo sie stehen. Dabei sollte die Spiel- bzw. Lerndauer von 15 bis 30 Minuten am Tag nicht überschritten werden. Neben dem Spaß beim Lernen bleibt somit ausreichend Zeit, die schulfreien Wochen für Treffen mit Freunden, Reisen und Schwimmen zu nutzen.

Herkunft prägt Lernintensität

Bei der Frage, wie viel die Schüler in der freien Zeit lernen, spielt der Bildungshintergrund der Eltern offensichtlich eine wichtige Rolle. So geben 80 Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss an, dass ihre Kinder in den Ferien nicht komplett frei haben. Demgegenüber stehen 55 Prozent der Eltern mit Hochschulabschluss bzw. mit Abitur, die ihren Nachwuchs in den Ferien am Schreibtisch sehen. Jedes sechste Kind von Eltern mit Hauptschulabschluss lernt mindestens zwei Stunden wöchentlich – bei Eltern mit Abitur hat dieses Pensum nur jedes 14. Kind zu bewältigen.

Lernzeit begrenzen

Wie wichtig freie Zeit in den Ferien für die Entwicklung ist, betont Michael Fritz, Lernforscher am TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm: „In den Sommerferien können Kinder und Jugendliche andere Lernerfahrungen machen, wie zum ersten Mal den Baggersee zu durchschwimmen oder das Mädchen ihrer Träume anzusprechen. Das sollte nicht vernachlässigt werden, weil für die Schule gelernt werden muss.“

1) Die Zahlen sind das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die forsa im Auftrag von scoyo durchführte. Befragt wurden 1004 Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren mit schulpflichtigen Kindern im Haushalt.

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