Neu: Schulfrühstück – Pilot-Projekt Bonner Kooperationspartner geht an den Start

Bonner Unternehmen übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und helfen Schülerinnen und Schülern ein gesundes Schulfrühstück zu erhalten

Wilfried Thünker, Inhaber von „Der Thünker – Büroservice mit System“ im Interview mit Moersdorf Consulting – Agentur für Neuro-Marketing – Beratung und Schulungen für Klein- und Mittelständische Unternehmen.

Moersdorf: Herr Thünker, jetzt – kurz nach Weihnachten – flacht auch in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis allmählich die Spendenwelle ab. Sie persönlich beschränken sich in Ihrem Engagement nicht auf bestimmte Zeiten, wie etwa Weihnachten. Sie sind das ganze Jahr aktiv, welche Projekte liegen Ihnen hier besonders am Herzen?

Thünker: Derzeit engagieren wir uns insbesondere für das CSR-Projekt „Schulfrühstück“. Hintergrund ist, dass – auch in Schulen der Region – noch lange nicht alle Kinder regelmäßig Mahlzeiten erhalten und oft ohne Frühstück in die Schule kommen.

Moersdorf: Was war ausschlaggebend, dass Sie sich gerade für dieses Projekt einsetzen?

Thünker: DER THÜNKER engagiert sich schon seit vielen Jahren für verschiedene Projekte ehrenamtlich, mit Sachleistungen und auch mit finanziellen Mitteln. Wir haben zum Beispiel die Hannelore Kohl Stiftung gefördert, die Aktion Deutschland hilft und den Bunten Kreis für schwerkranke Kinder und ihre Familien.

Als ich vor einiger Zeit in der Zeitung las, dass heutzutage jedes sechste Kind ohne Frühstück in die Schule geht und dies hauptsächlich in den 5. und 6. Klassen, stand für mich fest: hier muss etwas geschehen.

Stellen Sie sich einmal ein 10-jähriges oder 12-jähriges Kind vor, dass ohne Frühstück in die Schule kommt, kein Pausenbrot dabei hat, bestenfalls einen Euro aus Mutters Portemonnaie. Dem der Magen knurrt. Wie soll dieses Kind konzentriert lernen können.

Moersdorf: Wie kam es dann konkret zu dem Projekt „Schulfrühstück“?

Thünker: Uns ging es darum, dass wir uns nicht nur pauschal gegen Hunger in der Welt engagieren, sondern bewusst schauen, was wir hier direkt vor unserer Haustür machen können. Wir haben dann den Kontakt zu sozialen Trägern aufgenommen und zur Industrie- und Handelskammer, um zu hören, ob und wo es mögliche Förderprojekte gibt.

Moersdorf: Wie sind Sie gerade auf die IHK gekommen?

Thünker: Die IHK hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen über das Thema CSR zu informieren und hierzu auch Veranstaltungen anzubieten. Und wir wollten und wollen das in einem konkreten Projekt umsetzen.

Moersdorf: Was verbirgt sich genau hinter CSR?

Thünker: CSR steht für „Corporate Social Responsibility“ – also Firmen, Betriebe übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. Gerade auch in der Region Bonn/Rhein-Sieg sind viele Unternehmen seit langem schon sozial aktiv. Da sind wir sicherlich auch eines der Vorreiter-Unternehmen, aber auch die IHK Bonn/Rhein-Sieg ist unter den deutschen Industrie- und Handelskammern sicherlich eine, die das Thema CSR sehr engagiert in die Unternehmen und in die Öffentlichkeit bringt.

Moersdorf: Und was verbirgt sich hinter dem konkreten CSR-Projekt „Schulfrühstück“?

Thünker: Zusammen mit der Caritas Stiftung Bonn, der IHK und anderen Unternehmen wollen wir Schülerinnen und Schülern in diesem Fall an der Anne-Frank-Schule in Bonn-Vilich ganz konkret helfen zwei Mal in der Woche ein Frühstück anzubieten. Die Organisation übernehmen die Schüler selbst mit einer hierfür gegründeten Schülerfirma. Damit lernen sie auch unternehmerisches Handeln und berufliche Aspekte kennen, es ist also für sie mehrfach von Vorteil. Die beteiligten Unternehmen wollen auf diese Weise nicht nur ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen und öffentlich dokumentieren, sondern wir wollen auch auf die Missstände aufmerksam machen und natürlich noch mehr Unternehmen für noch mehr solcher Projekte an anderen Schulen und Einrichtungen gewinnen.

Moersdorf: Das klingt ganzheitlich und anspruchsvoll, wie können interessierte Unternehmen sich hier einbringen?

Thünker: Gerade an der Anne-Frank-Schule können die Kosten aufgrund der Bedürftigkeit vieler Schülerinnen und Schüler über den Verkauf nicht finanziert werden, wir sind also auf Sponsoren angewiesen. Hier kommen Unternehmen infrage, die beispielsweise Waren bereitstellen können. Fragen hierzu beantworten wir gern unter oder telefonisch unter 0228/26730. Unsere Partner bei der IHK und bei der Caritas Stiftung Bonn geben selbstverständlich auch gern Auskunft.

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