Open-Innovation-Prozesse an Hochschulen

Open-Innovation-Prozesse an HochschulenWas in der Wirtschaft bereits gängige Praxis ist, hält nur zögerlich Einzug in die Hochschulwelt: das Open-Innovation-Prinzip, das Kunden bzw. Studierende in den Innovationsprozess einbindet.

Welche Vorteile sich daraus für alle Beteiligten ergeben können, zeigt das Beispiel der Internationalen Hochschule Bad Honnef • Bonn (IUBH). Als eine der ersten deutschen Hochschulen verfolgt sie seit zwei Jahren den Open-Innovation-Ansatz.

Auf der Plattform „Create your Studies“, die im vergangenen Jahr online ging, bringen sich die Studierenden aktiv in die Weiterentwicklung der Produkte und Dienstleistungen des IUBH Fernstudiums ein. In der sogenannten „Ideen-Werkstatt“ stellen sie ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge vor. Die Kommilitonen haben die Möglichkeit, diese Vorschläge zu kommentieren und dafür zu voten, wenn sie an einer Umsetzung interessiert sind. Die IUBH wertet regelmäßig alle Vorschläge aus und wählt diejenigen aus, die durchführbar sind und einen Mehrwert für die Studierenden bieten. Auf diese Weise nehmen die Studierenden Einfluss auf die Entwicklung neuer Studiengänge, Spezialisierungen und Serviceangebote.

So richtete die Hochschule im März bereits ein neues Studienzentrum in Deggendorf ein. Studierende aus Niederbayern und Österreich hatten sich einen Standort in ihrer Nähe gewünscht, um kürzere Wege zu den Prüfungsterminen zu haben. Außerdem regten Studierende die neue Spezialisierung „Wirtschaftsprüfung und Steuern“ für die Fernstudiengänge „Betriebswirtschaftslehre (B.A.)“ und „Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)“ an. Die IUBH entwickelt diese Spezialisierung derzeit und bietet sie zukünftig als Wahlfach an.

Durch den Vorschlag einer neuen Vertiefung können die Studierenden beispielsweise bewirken, dass sie im Studium optimale Kompetenzen für ihren Wunschberuf erwerben. Die IUBH zieht aus dem Open-Innovation-Prozess den Vorteil, dass sie neue oder verbesserte Service- und Studienangebote direkt auf die Bedürfnisse ihrer aktuellen und zukünftigen Studierenden zuschneiden kann und die Hochschule für diese dadurch noch attraktiver wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.