Schule digital – Tipps und Lösungen auf der didacta

BildungAussteller informieren über den richtigen Einsatz digitaler Medien im Unterricht / Umfangreiches Programm im Bereich “Neue Technologien”

Wer etwas wissen will, fragt Google, wer mit Freunden sprechen möchte, nutzt WhatsApp, wer im Internet surfen möchte, macht den Fernseher an und wer Zeitung lesen will, nimmt ein Tablet zur Hand – die Digitalisierung ist mittlerweile in allen Lebensbereichen angekommen und macht auch vor der Schule und dem Unterricht nicht Halt.

  • Doch wie beeinflussen digitale Medien die Schule und den Unterricht?
  • Wie sollen Lehrer mit sozialen Netzwerken umgehen?
  • Wie setzt man digitale Medien gekonnt im Unterricht ein?
  • Welche Zukunft hat das Schulbuch?

All diese Fragen werden auf der didacta, Europas größter Bildungsmesse, vom 25. bis 29. März 2014 in Stuttgart beleuchtet. Hier treffen Bildungsexperten und Politiker, um über die Zukunft der Bildung zu diskutieren. Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer, Personalentwickler und Eltern können auf der didacta mitdiskutieren und sich über neue Produkte und Lösungen informieren.

Digitale Medien im Unterricht

Digitale Medien bieten vielfältige Potenziale, Unterricht anders und vielseitiger zu gestalten. Wie der optimale Einsatz digitaler Medien im Unterricht geschehen kann, ohne den Unterrichtsablauf zu beeinträchtigen, zeigen Aussteller der didacta erstmals im neuen Ausstellungsbereich “Neue Technologien”.

In diesem Bereich finden pädagogische Fachkräfte Wissenswertes rund um den Einsatz von digitalen Medien in der betrieblichen und schulischen Bildung sowie zahlreiche Anwendungsbeispiele und Produkte wie bspw. Lehr- und Lernsoftware, Online-Lernangebote sowie Multimedia- und Präsentationstechnik. Tipps und Ideen bekommen die Besucher außerdem in Foren, Podiumsdiskussionen und Ausstellervorträgen.

“Zahlreiche Schüler nutzen Facebook oder WhatsApp bereits zum Lernen, zum Austausch von oder zum Diskutieren über Haussaufgaben und zur Vorbereitung auf Klausuren”, so Richard Heinen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Learning Lab der Universität Duisburg-Essen und Koordinator des Interreg-Forschungsprojekts School-IT Rhein-Waal. Lehrer sollten daher mit diesen Kanälen vertraut sein und sie gezielt in ihren Unterricht einfließen lassen.

Auf dem Forum didacta aktuell in Halle 4 werden im Gespräch mit Praktikern Ansätze und Strategien zum schülerorientierten Medieneinsatz und der Einbindung möglichst vieler Kolleginnen und Kollegen erörtert.

Im Forum eLearning und auf der Sonderschau eLearningSUMMIT@didacta2014 in Halle 8 berichten Projektverantwortliche in 15-minütigen Best-Practice-Reports über ihre Erfahrungen mit dem Einsatz von digitalen Medien in der betrieblichen Bildung.

Der Hochschultag am 27. März 2014 steht ebenfalls ganz im Zeichen der digitalen Medien. Das Thema in diesem Jahr lautet: “Soziale Medien und Schule – von der Facebook-Nutzung für Lehrer bis zum Internet als realer Lebenswelt.” Teilnehmer erhalten hier Tipps zum Umgang mit sozialen Medien in der Schule und Lösungsvorschläge für den Schulalltag.

Die Zukunft des Schulbuchs

Das gedruckte Schulbuch hat Konkurrenz: Das Internet bietet eine Vielzahl von digitalen Unterrichtsmaterialien an. Lehrkräfte greifen auf kostenlose Bildungsmedien online zu, veröffentlichen eigene Materialien als Open Educational Resources (OER) oder gehen mit Wikis und iPad-Projekten neue Wege.

Welchen Stellenwert hat das Schulbuch heute – und wo liegt seine Zukunft?

Diese und weitere Fragen werden den Besuchern der didacta beispielsweise im Forum Bildung in Halle 1 beantwortet. “Das klassische Schulbuch ist insofern kein Auslaufmodell, weil für eine Vielzahl von Fächern nach wie vor der Bedarf nach einem Medium besteht, das den Unterrichtsstoff im Blick auf die gültigen Lehr- und Bildungspläne strukturiert, systematisch aufbaut und damit auch gewissermaßen verbindlich absichert.

Das gilt genauso, wenn nicht sogar noch mehr, auch für Bildungs- und Lehrpläne, die einen stärkeren Fokus auf Kompetenzen legen und diese Schritt für Schritt im Unterricht vermitteln möchten”, berichtet Prof. Dr. Eva Matthes, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät, Universität Augsburg, die an einer Podiumsdiskussion im Forum Bildung teilnehmen wird.

Ob freie E-Learning-Kurse (OERs) bereits in Deutschland Fuß gefasst haben oder nicht und ob diese für den Bildungsbereich von großem Nutzen sein können, wird auf der didacta genauso beleuchtet wie die Frage ob OER didaktisch einsetzbar sind und wer auf deren Qualität achtet. Auf den Podien diskutieren Vertreter von Verlagen und Open Educational Resources, gemeinsam mit Vertretern der Mediendistribution und Politikern.

Digitalisierung und noch viel mehr

Zahlreiche weitere Ausstellervorträge auf der didacta informieren pädagogische Fachkräfte und Eltern über den richtigen Umgang mit Social Media. Die Themen reichen von Cyber-Mobbing, Apps und Interneteinsatz in der Schule über Sicherheit im Netz und Datenschutz bis hin zum vernetzenden, mobilen Lernen mit Tablet-PC, Wiki und Social Media.

Doch nicht nur die Digitalisierung, sondern auch viele weitere Themen, werden in über 2.000 Vorträgen auf der didacta besprochen und präsentiert. Das komplette Programm finden die Besucher der didacta auf der Veranstaltungswebsite. Hier können sie nach bestimmten Themen suchen, ihre favorisierten Vorträge auf eine Merkliste setzen oder den Termin in Outlook exportieren.

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