Sicherheitspolitik erforschen

Sonderprogramm Sicherheit, Gesellschaft und Staat – Security, Society, and the State

Bedeutungsverlust und Entgrenzung des Staates sind ein Generalthema politischer und wissenschaftlicher Diskussionen über Sicherheitspolitik seit dem Ende des Kalten Krieges.

„Zerfallende Staaten“ als Schutzzone für Terroristen, transnationale organisierte Kriminalität, Legitimitätsverlust und schrumpfende Handlungskompetenz in Konfliktgebieten lauten die Stichworte. Gute Gründe sprechen für eine differenziertere Betrachtung: Sicherheitsprobleme sind vielschichtiger und dynamischer geworden. Sie sind angesiedelt in einem Kontinuum, das von militärischem Schutz bis zu funktionsfähiger Infrastruktur und tragfähigen gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen reicht.

Der Staat wird nicht durchgehend unwichtiger in sicherheitspolitisch relevanten Feldern, teilweise gewinnt er sogar an Bedeutung.

Mit dem neuen Sonderprogramm “Sicherheit, Gesellschaft und Staat” der Gerda-Henkel-Stiftung erhalten erfahrene Forscherinnen und Forscher die Gelegenheit, für eine begrenzte Zeit intensiv an einer Forschungsfrage zu arbeiten. Dabei geht es auch um die Verbindung von theoretischer Grundlagenforschung und Konzepten, die für die politische Praxis Bedeutung haben.

Angesprochen sind Geistes- und Sozialwissenschaftler aller Disziplinen. Bewerbungen sind bis 16. Juli 2012 möglich.

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