So gelingt die unkomplizierte Einreise in die USA

Die USA hat sehr strenge Einreiseregeln, die es unbedingt zu beachten gilt. Natürlich will und muss sich der Staat vor Terroristen schützen, doch auch „normale“ Leute haben unter den Einreisebedingungen zu leiden. Damit alles ohne Probleme vonstatten geht, sollten die Regeln eingehalten werden und es darf nichts falsch gemacht werden.

Braucht man ein Visum?

Deutschland ist Mitglied im Visa-Waiver-Programm, also ist ein Visum nicht nötig. Reisende können also ohne Visum 90 Tage in den USA verbringen. Es muss aber ein bordeauxfarbener, maschinenlesbarer Reisepass vorgelegt werden können und dieser muss mindestens für die Dauer der Reise gültig sein. Wer allerdings mit einem grünen, vorläufigen Reisepass unterwegs ist, braucht für die Einreise ein Visum. Kindereinträge im Pass der Eltern sind seit dem 26. Juni 2006 nicht mehr gültig, jedes Kind braucht ein eigenes Ausweispapier. Dies gilt übrigens auch für Babys, jedes Kind braucht also einen extra Reisepass. Kinderpässe werden nur akzeptiert, wenn sie vor dem 26. Juni 2006 ausgestellt wurden und seitdem weder verändert, noch verlängert wurden. Andernfalls braucht das Kind ein Visum.

Einreiseerlaubnis nach „ESTA“

Vor Antritt der Reise muss die „ESTA“ ausgefüllt werden, diese obligatorische Einreiseerlaubnis ist seit dem 12. Januar 2009 Pflicht. Das Heimatschutzministerium der USA hat damit die Möglichkeit, alle Daten der Reisenden mit amerikanischen Strafverfolgungslisten abzugleichen und gegebenenfalls die Einreise zu verweigern. Auch Fahndungslisten der USA können eingesehen werden und es wird somit sichergestellt, dass alle Personen die ein Sicherheitsrisiko darstellen, aussortiert werden und somit nicht in die USA einreisen können. Das Formular kann nur online ausgefüllt werden, dafür ist das US-Heimatschutzministerium zuständig. Auf der Webseite ist auch eine deutsche Version verfügbar und sie ist mindestens 72 Stunden vor Abflug abzugeben. Wird die Reisegenehmigung nicht widerrufen, kostet sie umgerechnet ca. 11 Euro und ist für 2 Jahre gültig. Läuft natürlich der Reisepass vorher ab, erlischt auch die Genehmigung. Der Urlauber erhält nun eine Nummer und kann sich damit wieder einloggen. Jetzt kann man die aktuellen Flug- und Ankunftsdaten eintragen.

Falsche Webseiten gaukeln vor, dass die Reisegenehmigung ohne fremde Hilfe nicht auszufüllen sei. Dabei wollen die Betreiber hier nur Geschäfte machen, pro Person werden leicht mal 80 Euro fällig. Man sollte darauf nicht hereinfallen – die offizielle Adresse.

An der Datenerfassung APIS kommt man nicht vorbei, das Formular ist zwingend auszufüllen und wird persönlich überreicht oder zugeschickt. Hier müssen Vor- und Zuname und das genaue Geburtsdatum angegeben werden. Es ist eine Adresse in den USA einzutragen, inklusive der Straße, der Hausnummer, der Postleitzahl, der Stadt und ein Kürzel für den jeweiligen Bundesstaat. Bei einer Online-Direktbuchung tun sich die Reisenden etwas leichter, die geforderten APIS-Daten lassen sich später anhand einer Buchungsnummer eingeben. Alle Angaben müssen bei Flügen in die USA an die TSA weitergeleitet werden, dazu sind alle Airlines verpflichtet. Bei Fehlern behalten sich die Fluggesellschaften vor, die Buchung zu streichen oder eben kein Ticket zu erstellen. Weitere Informationen zum Thema ESTA-Formular finden sich im Übrigen auch auf der Webseite www.estaformular.org

Dresscode für Reisen in die USA

Auf allen USA-Reisen sind T-Shirts mit Sprüchen zu vermeiden. Zu leicht bekommt man hier Schwierigkeiten und muss im Härtefall sogar am Boden bleiben. Was bei uns alltäglich ist, wird in den USA leicht als Schimpfwort gesehen. Beim US-Carrier gibt es sogar ein „Dresscode für Passagiere“. Aus den Beförderungsbedingungen geht klar hervor, dass Fluggäste so gekleidet sein müssen, dass sie andere Leute weder beleidigen noch dass andere Unannehmlichkeiten auftreten. Überzeugte Barfußgänger sollten auf ihrem Flug besser Schuhe anziehen, im Kleingedruckten ist selbst das Schuhwerk erwähnt. Passagiere, die barfuß auf Reisen gehen oder sonst ihre Kleidung nicht entspricht, kann das Abheben verweigert werden. Diese Mitnahmebedingungen sind zwar ungewöhnlich, aber korrekt einzuhalten.

Das Benehmen an Bord

Manche Witze kommen nicht gut an, gerade auf Reisen in die USA. Ein „falscher“ Witz kann teuer werden oder die Reise sogar verhindern. Also, überlegen was man sagt, auch Äußerungen über Ausländer oder Waffen sind dringend zu vermeiden.

Die Zollerklärung

Diese Erklärung muss gewissenhaft ausgefüllt werden, das weiß-blaue Formular wird etliche Stunden vor der Landung an die Passagiere verteilt. Dieses Dokument ist in Großbuchstaben auszufüllen und gilt für die ganze Familie. Darin werden die Angaben zur Person verlangt, die Reisepassnummer und die Flugnummer. Außerdem muss angegeben werden, was sich in den Taschen befindet. Also auch Joghurts, die in die Tasche gewandert sind und die Wurstsemmel, die vielleicht noch zuhause geschmiert wurde. Landwirtschaftliche Produkte sind ohnehin verboten. Es empfiehlt sich also, die „Sachen“ an Bord zu lassen, denn wenn auch nur eine Frage mit „JA“ beantwortet wurde, ist mit Schwierigkeiten bei der Einreise zu rechnen. Die Zollerklärung muss unterschrieben werden und ist an den Zollbeamten auszuhändigen.

Die Zollkontrollen dauern sehr lange, es muss teilweise mit über 5 Stunden gerechnet werden. Grund für die langen Warteschlangen sind Sicherheits-Checks, die seit dem 11. September 2001 noch verschärft wurden. Es ist also Geduld gefragt, „Drängeln“ nutzt hier gar nichts.

Soll die nervenaufreibende und zeitaufwändige Prozedur verkürzt werden, empfiehlt es sich über Kanada einzureisen. In Toronto oder Montreal werden die Einreise-Kontrollen schon vorher durchgeführt, schneller und garantiert nicht so stressig.

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