Sorgenkind Bildung: Effizienteres Bildungssystem gegen die Problemwelten unserer Gesellschaft

 

Besieht man sich die aktuellen Stundenpläne der Jugendlichen, so steht eines unumstritten fest: Der Schulstoff ist inzwischen derart umfangreich wie nie zuvor, was mit schwerwiegenden Folgen einhergeht.

Überforderte Lehrkräfte, verzweifelte Eltern und nicht zuletzt Schüler, die aufgrund der Anforderungen, die an sie gestellt werden, unter enormem Leistungsdruck stehen.

Zu verdanken ist diese Situation zum einen der rückständigen Bildungspolitik. Jahrzehnte lang wurde es hier verschlafen, Unterrichtsfächer und deren Inhalte kompakter zu gestalten und an die Gegebenheiten der Gegenwart anzupassen.

Zum anderen machen es die ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft für schulische Einrichtungen aber auch zwingend notwendig, sich mit Themen zu beschäftigen, die mehr als gehaltvoll sind.

Ein schlechtes Karma, mit dem die Jugend fertig werden muss

Umweltschutz, die Kompensation technologischer Schattenseiten sowie die Bewältigung gesellschaftlicher Missstände – die Liste an Bildungskonsequenzen zur Rettung unserer Zivilisation ist lang. Dass unsere Zukunft in den Händen der nachfolgenden Generationen liegt, heißt es in diesem Zusammenhang immer wieder. Doch welche Anstrengungen es für Jugendliche bedeutet, sich das nötige Wissen anzueignen, damit sie auch ausreichend auf besagte Zukunft vorbereitet sind, ist den wenigsten bewusst.

Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass alle Versäumnisse seitens Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die in der Vergangenheit gemacht wurden, fast gänzlich an jenen hängen bleiben, die eigentlich noch zu jung sind, um dafür verantwortlich gemacht zu werden.

Eine Alternative zu den gigantischen Lerninhalten unserer Bildungseinrichtungen gibt es dabei leider nicht, denn die Auswirkungen menschlicher Verantwortungslosigkeit wachsen mit rapiden Tempo. Es gilt also, binnen kürzester Zeit eine Elite an wahren Intelligenzbestien auszubilden, die dazu in der Lage sind, genau das schaffen, was ihren Vorgängern nicht gelang, nämlich dem schlechten Karma der Menschheit entgegen zu wirken.

Nachhilfeinstitute – mehr als eine Notlösung bei schlechten Noten

Ausgelegt auf die Verabreichung von Weisheit in hohen Dosen sind die wenigsten Schulen. Bislang scheiterten die meisten Bildungsinstitutionen schon daran, ihren Schülern ein adäquates Lernumfeld zu bieten, genügend Lehrkräfte für ihre Klassen an Land zu ziehen oder ethnische Gruppierungen am Rande der Gesellschaft ausreichend in das geltende Bildungssystem zu integrieren. Bei all diesen bereits bestehenden Mängeln gleichzeitig auch noch mehr Wissen zu vermitteln, scheint auf den ersten Blick unmöglich. Jedoch gibt es durchaus Bildungsmodule, die bei der Verbesserung der Zustände helfen könnten.

So herrscht in Sachen Nachhilfeangebote beispielsweise nicht nur wegen den versprochenen Lernerfolgen Hochkonjunktur. Neben einer Verbesserung des Notenbildes fungieren entsprechende Institute inzwischen auch als Zufluchtsstätten für Kinder, deren Eltern berufstätig sind oder sich nur ungenügend um die schulischen Erfolge ihrer Sprößlinge kümmern.

Angesichts der vermehrten Nachfrage um Plätze in der Ganztagsbetreuung wären Projekte zur Kombination von Nachhilfe und pädagogischer Obhut also durchaus eine Überlegung wert, um sowohl im sozialen, als auch im schulischen Bereich institutionelle Brücken zu bauen. Finden Sie z.B. im Ratgeber Nachhilfe bei scoyo die passende Förderung für ihr Kind.

Der zweite Bildungsweg als Vorbild für individuelle Förderung

Nicht jeder schafft es auf Anhieb durch die strengen Leistungsfilter des Schulsystems. Obgleich die ‘Aussortierten’ oftmals unglaubliche Talente besitzen, die von den schulischen Einrichtungen lediglich nicht ausreichend gefördert wurden, sind viele von ihnen auf sich alleine gestellt, wenn sie trotz fehlendem Schulabschluss ihr Wissen erweitern möchten.

Fortbildungsangebote wie Berufs- und fachgebundene Oberschulen, aber auch Fernschulen und Weiterbildungskurse bieten hier eine hervorragende Alternative. Sie fördern Personen unabhängig von deren Alter gezielt in jenen Wissensbereichen, die den individuellen Fähigkeiten des Einzelnen entsprechen. Ein Konzept, von dem sich auch Regelschulen getrost eine Scheibe abschneiden dürfen. Je früher besondere Veranlagungen und Talente mit speziellen Förderangeboten unterstützt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass Schüler später einmal ihre Berufung zum Beruf machen und damit exzellente Fachkräfte abgeben.

Darüber hinaus liefert der zweite Bildungsweg hervorragende Beispiele dafür, dass auch Menschen mit fortgeschrittenem Alter dazu in der Lage sind, etwas dazu zu lernen. Schließlich sollte die Verteilung zukunftsrelevanten Wissens nicht alleine die Jugend betreffen.

2 thoughts on “Sorgenkind Bildung: Effizienteres Bildungssystem gegen die Problemwelten unserer Gesellschaft

  1. Hallo,
    da ich selbst als Nachhilfelehrerin tätig war, kann ich den Trend hin zur pädagogischen Nachmittagsbetreuung mit integrierter Nachhilfe und Hausaufgabenhilfe nur bestätigen. Die Fehler, die in der Vergangenheit gemacht worden sind, sind vielschichtig. Während jede Bundesregierung eine neue Bildungsreform einführt und damit die aktuelle Generation zum Spielball eigener (leider kurzfristiger) Ideen macht, werden zukünftige Lehrkörper an den Unis nur oberflächlich auf das Überleben als Lehrer an einer Schule vorbereitet. Dem Lehramtstudium fehlt völlig der praktische Zugang. Viele Studenten sind im Referendariat überfordert, weil sie ethnische, religiöse sowie anti-autoritäre Bezüge bis dahin noch nicht kennengelernt haben. Zudem ist nicht jeder Lehramtstudent ein geborener Lehrer. Meist gehen viele Lehreranwärter mit falschen Vorstellungen zum Studium. Nervenstärke ist bspw. Voraussetzung um eine aufmüpfige Klasse zur Ruhe zu bringen. Meiner Meinung nach wird mittlerweile auch viel zu oft ein Syndrom oder eine angebliche Schwäche diagnostiziert. Damit werden manche Kinder viel zu schnell in eine bestimme Ecke abgeschoben.
    Nachhilfe kann ich allen Eltern empfehlen, die keine Zeit oder Qualifikation haben, ihrem Kind bei Hausaufgaben zu helfen. Lernerfolge nehmen die Angst vor einem bestimmten Fach und können motivieren oder Neugier anregen. Hier könnten bereits wegweisende Richtungen fürs Leben eingeschlagen werden.
    Heidi

  2. Sehr schöner Artikel, der es auf den Punkt bringt: Wer die Schule nicht schafft, ist nicht dumm, sondern konnte in den abgefragten Fächern nicht die entsprechende Leistung erbringen. Dass das Leben an sich noch viele weitere Fächer bzw. Themengebiete parat hält, wird nur selten vermittelt. Die Wege, wie man sich selbst verwirklichen kann und nebenbei die Schule nachholt, habe ich in meinem Ratgeber näher zusammengefasst: http://www.abschluss-nachholen.de/zweiter-bildungsweg-ueberblick

    Ich hoffe es ist okay, dass ich ihn hier erwähne.

    LG FR

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